No news, good news?

Einen Blog anzufangen war eine Schnapsidee. Das weiss ich heute.

In Zeiten bevor Noah auf dem Ararat gelandet ist und es weder Fax geschweige denn Email und Handy gab, korrespondierten die Menschen noch miteinander. Genauer, für solche hier, die das nie erlebt haben, ging das so: ich nehme ein Blatt Papier und schreibe darauf auf, was ich erlebe und mich bewegt, wie es uns allen ergeht, beschreibe das Leben von da wo ich wohne, wer was tut oder nicht tut und dass X. ein wenig hustet. Oder so ähnlich. Das Papier wird gefaltet, in einen Umschlag gesteckt und an die Lieben adressiert. Das Ganze nennt man einen Brief. Nachdem der Brief abgesandt ist, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis Antwort kommt. Wenn der Briefträger so einen Brief bringt, wird der entweder gleich aufgerissen und gelesen oder man legt ihn auf die Seite um einen Moment der Musse abzuwarten, um ihn dann genüsslich zu lesen. Meist handelt es sich ja um mehrere Seiten. Denn auch wenn nichts passiert, gibt es genau besehen doch immer einiges zu schreiben. Tempi passati, heute schreibt wohl kaum jemand mehr einen Brief.

Hallo! Hallo? Schiefertafel mit Kaffeetasse, auf der Tafel steht HELLO

Wir schreiben Mails, Kurz-Messages, Whats Apps, eine PN oder posten es in komprimierter Form auf Instagramm, Twitter oder Facebook, da können es gleich alle lesen, die das interessieren könnte. Read or skip.

Oder eben, wir schreiben einen Blog. Wie ich. Und viele Andere auch.

Mir macht das Schreiben Spass, ob Briefe, Mails oder Blog. Ich haue gern in die Tasten (von Hand schreibe ich bloss noch meine Einkaufszettel) und schreibe querbeet über das was ich erlebe und mich bewegt, wie es uns ergeht, beschreibe das Leben von da wo ich wohne, wer was tut oder nicht tut, dass X. gerade ein wenig hustet.

Als Rückmeldungen kommen hier ein paar Likes, da einige Kommentare (ich bedanke mich ganz herzlich!), mit manchen Bloggern entwickeln sich schöne Bekanntschaften und ein reger Gedankenaustausch. Das ist wunderschön.

Beim Starten des Blogs, der zwar von Anfang an öffentlich war, habe ich jedoch gar nicht so sehr an die Blogger-Community gedacht sondern vielmehr an alle unsere Freunde und Bekannten, die wir daheim zurückliessen. Die sind jetzt alle, sofern sie den Blog lesen und das tun viele, bestens informiert. Sie wissen, wo wir sind, sehen unsere Fotos und erfahren von unseren Erleb- und Kümmernissen. Nur wir hocken da und fragen uns, wie es wohl allen (*) unseren Lieben so geht. Aber:

Wir freuen uns über jede Nachricht, sei sie auch noch so kurz ♥joy

  • die Ausnahmen welche die Regel bestätigen sind natürlich nicht mitgemeint!

 

 

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

8 Kommentare zu „No news, good news?“

  1. Hallo Suzy,
    ich finde nicht dass es von dir eine Schnapsidee ist zu bloggen, denn, rein egoistisch, ich lerne viel durch dich 🙂
    Ich schreibe sehr gerne Postkarten. So richtig olle Touri Karten mit vielen Bildchen drauf.
    Und siehe da, bei manchen hängen sie sogar später am Kühlschrank.
    Liebe Grüße, Peter

    Gefällt 2 Personen

  2. Kennnnnn ich! Und am besten sind die, die sich nie melden, weder im Blog noch auf dem Handy. Und irgendwann trifft man sich und unterhält sich und bei jeder Erzählung kommt „weiß ich schon, stand im Blog“ und im Gegenzug weiß man so gar nicht, was der andere gerade so treibt. 😬

    Gefällt 1 Person

      1. Das Problem ist, dass die meisten meinen gar nichts zu erzählen haben. Das ist doch gar nicht wahr. Wir erleben jeden Tag erzählenswertes, ist eine Frage der Sichtweise, auch Banales kann lustig oder interessant sein (sonst gäbe es viel weniger Blogs!) 😉

        Gefällt 1 Person

      2. Seh ich auch so. Ich hör aber auch oft dass andere meinen ich würde so ein aufregendes Leben leben, nur weil ich im Ausland bin. Dagegen sei ihr Leben langweilig. Stimmt so aber gar nicht – jeder erlebt irgendwas, nur eben unterschiedliches!

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