Auf Französisch zählen

Für Deutschsprachige ist Französisch nicht gerade eine einfache Sprache. In der Schule habe ich Französisch gehasst; wahrscheinlich jedoch hauptsächlich weil wir einen so grässlichen Lehrer hatten. Er spuckte beim Reden und liebte es einen anzufassen. Er war kein Muttersprachler und so lernten wir den berndeutschen Akzent wohl gleich mit. Ich habe nie verstanden weshalb es in der mehrsprachigen Schweiz nicht grundsätzlich Fremdsprachen-Lehrer gibt, die ihre Muttersprache unterrichten. Dies erscheint doch so logisch und wäre sicher sehr zum Vorteil der Schüler, die sich jahrelang abmühen mit Übersetzen von gedachtem Deutsch und sich wundern, warum das Ergebnis einfach nicht richtig klingt! Abgesehen davon natürlich, dass das langsam und wenig spontan ist!

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Ein Plätzchen für den Winter

Larifari-Leben

Als wir noch vom Leben auf einem Hausboot träumten, dachte ich eher an ein völlig planloses in den Tag, die Woche, den Monat hinein leben. Keinen Gedanken verlor ich an die Tatsache, dass wir uns auch da werden etwas organisieren müssen. Mir schwebte die grosse Freiheit vor mit unbeschwertem und völlig sorglosem Herumschippern ins Abendrot sozusagen.
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Tiere an Bord

Hunde, die auf Booten leben sind sehr häufig anzutreffen, allein hier im Hafen hat es mindestens ein Dutzend Hunde auf den wenigen Booten, die rund ums Jahr bewohnt sind. Dazu kommen auch noch zwei Katzen. Sicher befindet sich noch das eine oder andere Meerschweinchen oder Kaninchen irgendwo an Bord. Vögel habe ich noch nie auf einem Schiff gesichtet, dafür auf mehreren Mobil-Homes und Camper!

Wir haben unsere zwei Hunde und wünschen uns eigentlich auch noch eine Katze dazu. Wir hatten stets Hund und Katz und eine Mieze fehlt uns noch zum totalen Glück. Eine Katze zu finden wäre natürlich ganz einfach, aber wir denken, unsere Miau wird uns ganz von alleine finden und, typisch Katze, ohne zu fragen bei uns einziehen. Wir sind schon des Öfteren von Katzen «gefunden» worden. Weiterlesen „Tiere an Bord“

Sorglos und unbekümmert

Spieglein, Spieglein an der Wand

Bei uns sind’s bloss vier an der Zahl. Einen Kitzekleinen im Bad, vorne normal, hinten vergrössernd, der zeigt mir gerade so knapp mein Gesicht. Einen Kleinen beim Aufgang ins Carré, wo sich unser Lebenszentrum mit Steuerhaus, Küche und Tisch befinden. Einen weiteren in der Nasszelle für Gäste in Form eines Bullauges. Dann schlussendlich den Grössten in der Bugkabine über den Schubladen mit unseren Kleidern.

In keinem sehe ich mich von oben bis unten. Von Nasenspitze bis zur Taille kenne ich mich noch, aber ein Gesamtbild von mir habe ich, glaub‘ ich, seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen. Ich meine so richtig, nicht bloss in einem Schaufenster en passant. Meine Kleider passen alle noch, also nehme ich an, dass ich immer noch so wie meine gefühlten Dreissigern (hahaha) aussehe. Eine Illusion, ich weiss, tut aber niemandem weh und gibt meinem Schritt das jugendliche Federn! Im Ernst, zu oft in den Spiegel gucken ist ungesund! Weshalb soll ich mir es antun, jedes Mal wenn ich schallend lache, sofort denken zu müssen „Oh, weh. Jetzt sehen alle diese schrecklichen Falten!“

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Zu überspringen

Valentinstag. Irgendwie habe ich ein gestörtes Verhältnis zu solchen von Oben verordneten Fest-oder Feiertage. Weil die Menschen nicht tagtäglich freundlich, achtsam und nett miteinander umgehen, braucht es offenbar solche speziell zu feiernden Tage. Eigentlich traurig.

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Peinlich, peinlich

Da sitze ich nun und denke, es muss gehen und es will einfach nicht! Früher, an der Arbeit, hab ich das beinahe täglich gemacht ohne gross nachzudenken und jetzt klappt es einfach nicht. Das muss an der neuen Version liegen, die haben was geändert und mich nicht informiert! Ich übe und probiere herum; die blöde Zelle will meine Formel einfach nicht akzeptieren.

Ich möchte wissen, wie lange wir für eine bestimmte Route brauchen mit dem Boot. Weiterlesen „Peinlich, peinlich“

Ein Anfang ist gemacht

… und ich kann es kaum erwarten, bis wir wieder losziehen können! Dies ist so die Jahreszeit, an dem unsere Nerven bereits wieder beginnen zu kribbeln! Schon vor einem Jahr konnte mir der Winter nicht kurz genug sein. Langsam werden die verschiedenen Karten und Führer wieder hervor gekramt. An der Wand hängt schon eine grosse Karte mit den Wasserstrassen Europas. Weiterlesen „Ein Anfang ist gemacht“