Ein bisschen raus

Luft schnappen an Deck

und auf der Wiese

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Die Lieblingsbeschäftigung des Grossen

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Die Charolaisinder dürfen den ganzen Tag raus, gemein!

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Bis einen Kilometer im Umkreis des Domizils dürfen wir uns bewegen, 1 Stunde lang, ob pro Tag oder jedes Mal, ist nicht klar. Neu müssen wir auch die Uhrzeit des Ausgangs auf dem Attest angeben. Bisher wurden wir zwei mal in der Nähe des Hafens kontrolliert. Ein Nachbar, der sich erdreistet hatte, fischen zu gehen, hat eine Verwarnung gekriegt! Das nächste Mal gibt es eine Busse von 260 Euro. Teure Fischchen. Den Fang haben sie ihm gelassen.

Wir versuchen bloss einmal die Woche einzukaufen. Auch heute war kein Mehl da. Kein Dinkelmehl, das ich eigentlich bräuchte um Brot für mich zu backen, und auch sonst kein Feld-, Wald- und Wiesenmehl. Alles andere gibt es in normaler Menge, sogar Klopapier 😉.

Gleich komme ich für ein Stündchen raus. Die Kleine liebt es, an Deck zu liegen, aber für uns ist der Wind zu kalt. Gemütlich ist anders. Schade, denn es ist sehr sonnig. Na ja, wird wieder.

Bleibt brav und gesund ❤

Danke!

Noch nicht einmal eine Woche sind wir gezwungen mit unserem normalen Leben runterzufahren. Die Welt erleben wir bloss noch aus zweiter Hand, via den Bildern, die uns frei Haus geliefert werden. Da gibt es so viel ärgerliches und dummes Benehmen, das macht wütend. Auf der andern Seite, und dies berührt mich speziell, gibt es da diese tausend und abertausend kleine Helden und Heldinnen.

Zahllose Frauen und Männer, welche die Kranken pflegen und verarzten bis zum Umfallen, die vielen die an der Kasse sitzen und unsere Einkäufe einscannen, die Regale auffüllen oder Waren durch das Land transportieren. Menschen in den Logistikzentren und in den Produktionsstätten, die dafür sorgen, dass wir das Lebensnotwendige überhaupt in den Läden vorfinden. Alles Menschen, die sich für unsere Gesundheit und Versorgung tagtäglich in Lebensgefahr begeben. Viele davon arbeiten in Niedriglohn-Berufen. Das macht mich traurig und ich hoffe, wir ziehen unsere Lehren daraus, jetzt wo wir sehen auf wen wir in Notzeiten wirklich angewiesen sind! An sie alle richte ich ein heisses

merci

 

 

Daneben geraten

Heute Samstag, Tag 5, Lust auf Süsses! Das ist bei mir sehr selten, wahrscheinlich hilft unser confinement, der staatlich verordnete Hausarrest, da mit. Da liegen noch ein paar Äpfel herum, wir haben Mandeln, Haferflocken, Rohzucker und Agavensaft. Ein Apfelkuchen liegt da nah! Da ich mich selten an irgend ein Rezept halten kann, sondern gerne nach Lust und Laune abändere bis das ursprüngliche Rezept nicht mehr erkennbar ist, konnte ich es auch heute nicht lassen.

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Ausgangssperre – die ersten Tage

Es ist immer noch schönes Wetter und warm. Zum Glück!

Seit Dienstag Mittag befinden wir uns in Ausgangssperre. Ich bin jetzt froh darum. Ganz klare Ansagen, keine Ausnahmen, die Regeln dürften dem Hintersten und Letzten – vielleicht nicht gerade einleuchten, aber – bekannt sein.

Seit Mittwoch früh stellen wir uns vor jedem Verlassen des Boots ein Attest aus.

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Alles klar, soweit es klar ist

Den Rest verstehen wir nicht immer. Wir informieren uns derzeit insbesondere über die Vorgänge in zwei Ländern: der Schweiz als Heimatland und Frankreich als unser Gastland.

Die Unterschiede sind von den Massnahmen her nicht mehr gross. Die in der Schweiz sind irgendwie schwammiger als die von Frankreich, jedenfalls seit gestern Abend. Weiterlesen „Alles klar, soweit es klar ist“

Wir fallen auf uns zurück

Gerade habe ich einen sehr schön und eindrücklich geschriebenen Artikel von Cristina Comencini, einer italienischen Schriftstellerin, gelesen. Sie beschreibt da eindringlich, wie sich die aktuelle Situation in Italien auf die Menschen auswirkt.

Man muss sich das vorstellen; da sind auf einmal sämtliche Familienmitglieder zeitgleich zuhause, über lange Wochen, Ehepartner, Jugendliche und Kinder. Vielleicht ist auch niemand da und man ist ganz auf sich alleine gestellt. Weiterlesen „Wir fallen auf uns zurück“

Das kleine Glück an Bord

Wir werden immer noch, nach weit über zwei Jahren, regelmässig gefragt, ob wir unseren Entscheid, allen unseren Besitz zu veräussern und auf ein doch relativ kleines Boot (im Vergleich zu einem Haus oder Wohnung) zu ziehen, bedauern.

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