Wir trudeln ein wenig herum

Zur Zeit sind wir hier im Osten blockiert vom Rest der französischen Wasserstraßen. Zu wenig Wasser. Es regnet jetzt zwar oft und in Mengen und es besteht die Hoffnung, dass vielleicht doch noch dieses Jahr einige dieser Kanäle wieder öffnen können.

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Schönwetterfahrt nach Startproblemen

Kaum zu glauben; vor 3 Tagen waren wir noch in Joinville, mit einem frisch operierten Hund, und seither sind gefühlt Wochen vergangen. Nach der OP von der Kleinen warteten wir noch einen Tag um zu sehen, wie es ihr geht. Die Testergebnisse erhalten wir ja erst Ende dieser Woche. Wir hatten bereits abgesprochen, dass wir in Kontakt mit der Veterinär-Praxis bleiben werden. Deshalb wollten wir weiter sobald sie wieder fit ist.

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Eile mit Weile

Erst regnet es und ist kalt, dann kommt die Sonne hervor, wärmt alles auf, der Kanal dampft und die Spaziergänger kommen raus. Der aktuell angesagte Zwiebellook bewährt sich und die Regenjacke wird hastig ausgezogen. Minuten später beginnt alles wieder von vorn. Tja, dieses Frühjahr wird wohl niemand je vermissen.

Obwohl, die Natur war schon lange nicht mehr so grün, die Speicher für den Kanal, die Flüsse und das Grundwasser sind wohl voll, die Natur kann sich etwas von den Strapazen der letzten paar Jahre erholen. Schlecht ist das ja nicht.

unter der Eisenbahnbrücke durch
unter der Eisenbahnbrücke durch

Zur Zeit sind wir am Weilen. Vor allem wegen dem starken Wind wollten wir in den letzten paar Tagen nicht fahren. Der Kanal hat hier meistens ziemlich seichte Ufer, denen wir tunlichst fern bleiben, und vor den Schleuseneinfahrten mögen wir es sowieso nicht, gegen Seitenwind ankämpfen zu müssen. Das Einfädeln in die Schleuse wird mit Wind schon bedeutend erschwert, vor allem weil unser massives Heck sich von diesem leicht wegdrücken lässt. Es versteht sich von selbst, dass eine Einfahrt ohne zu streifen unser ganzer Stolz ist!

Von Froncles bis hierher waren es 22 Kilometer und 9 Schleusen, welche wir – da werfen wir uns voll in die Brust – in einem einzigen Tag bewältigt haben! 5 Stunden reine Fahrzeit sind für uns viel und daher gönnten wir uns und den Hunden eine Mittagspause. Normalerweise gucken wir uns Haltestellen mit Google Maps vorher auch an, und bereiten uns so vor. Rouvray hatten wir als Übernachtungsort von vornherein ausgemustert, zu öde schien uns der Ort. Welche Überraschung bei der Ankunft; ein romantischer, abgeschiedener Picknickplatz, sogar mit kostenlosen Strom und Wasser. Nur leise hörte man die Strasse, derentwegen wir den Ort als nicht in Frage kommend abgehakt hatten. Nun, wenigstens beehrten wir die Haltestelle für ein Mittagessen. Die Hunde waren ganz begeistert und liessen sich ein paar Mal bitten, doch wieder an Bord zu kommen, da wir weiterfahren wollten.

Die Fahrt führte uns in der Folge weg vom kurvigen und bewaldeten Kanal zu einem eher geraden und offenen Teil. Der Kanal überquert immer wieder die Marne oder deren Zuflüsse. Vor der Schleuse von Mussey (für Puristen Nr. 40) überquert der Kanal die an diesem Punkt durch einem Zufluss ziemlich verbreiterte Marne. Das Kanalwasser wurde nach der Schleuse auf einmal wesentlich klarer. Beeindruckt sahen wir plötzlich in die Tiefe. Dieser Zufluss heisst Rognon (lustiger Name, bedeutet er doch Niere/Nierchen in einem Gericht!) und das ist genau derjenige, der letztes Jahr in der Hitze trocken gefallen war und daher erster Linie für die Schliessung dieses Kanals verantwortlich war. Da hatten wir den Schuldigen, grrrh!

Aktuell besteht keine solche Gefahr. Das Wasser fliesst en abondance, überreichlich. Offenbar ist der Rognon bekannt für sein ausgesprochen sauberes Wasser; selbst hier, viele Kilometer unterhalb der Einspeisung seines Wassers, ist der Kanal so klar wie wir es noch nie vorher gesehen hatten. Der von uns in Joinville auserkorene Platz zum Übernachten ist aber nicht nur deswegen toll. Er gehört zu einem Hotel, das in einer historischen Essigfabrik untergebracht ist und über einen tollen Park und einen langen Steg für Boote verfügt. Das Restaurant hat leider noch zu, die Gäste werden trotzdem mit Essen versorgt und auch wir konnten uns ein Abendessen ans Boot liefern lassen! Seit über einem Jahr haben wir jeden einzelnen Tag selbst gekocht; es war ein Fest, ein leckeres, mehrgängiges Essen an Bord geliefert zu erhalten! Wir waren danach zwar, vom langen Tag und dem üppigen Essen total erschlagen, aber das war es wert!

Joinville ist ein etwas heruntergekommenes, aber hübsch gelegenes Städtchen mit vielen verschiedenen Armen der Marne und den Kanal noch dazu. Einer dieser Arme durchfliesst die Innenstadt und wir fühlten uns gleich an Colmar erinnert! Wie viele Orte leidet Joinville an Geldmangel und sowohl für Infrastruktur wie auch für Gewerbe und Restaurants ist dies Gift; Eine elende Spirale, die die Menschen zum Wegzug bewegen und einen weiteren Niedergang beschleunigen. Dies ist so schade um die vielen, hübschen Orte.

Ein bisschen raus

Luft schnappen an Deck

und auf der Wiese

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Die Lieblingsbeschäftigung des Grossen

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Die Charolaisinder dürfen den ganzen Tag raus, gemein!

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Bis einen Kilometer im Umkreis des Domizils dürfen wir uns bewegen, 1 Stunde lang, ob pro Tag oder jedes Mal, ist nicht klar. Neu müssen wir auch die Uhrzeit des Ausgangs auf dem Attest angeben. Bisher wurden wir zwei mal in der Nähe des Hafens kontrolliert. Ein Nachbar, der sich erdreistet hatte, fischen zu gehen, hat eine Verwarnung gekriegt! Das nächste Mal gibt es eine Busse von 260 Euro. Teure Fischchen. Den Fang haben sie ihm gelassen.

Wir versuchen bloss einmal die Woche einzukaufen. Auch heute war kein Mehl da. Kein Dinkelmehl, das ich eigentlich bräuchte um Brot für mich zu backen, und auch sonst kein Feld-, Wald- und Wiesenmehl. Alles andere gibt es in normaler Menge, sogar Klopapier 😉.

Gleich komme ich für ein Stündchen raus. Die Kleine liebt es, an Deck zu liegen, aber für uns ist der Wind zu kalt. Gemütlich ist anders. Schade, denn es ist sehr sonnig. Na ja, wird wieder.

Bleibt brav und gesund ❤

Von nun an wird’s besser!

Jedes Jahr bin ich glücklich wenn der Tiefpunkt überschritten ist. Die kurzen Tage gehen mir auf den Geist. Nun sind wir seit einigen Tagen in der „zunehmenden“ Phase! Juhuuu.

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Schwupps und weg!

… auf Nimmerwiedersehen.

Leben auf dem Wasser ist eigentlich genau wie Leben in einem Haus. Hier gibt’s ebenfalls den Haushalt zu erledigen, man kocht, erlaubt sich ein Bierchen, geniesst den Feierabend oder die verbringt Zeit mit geliebten Hobbies.

Egal was wir tun, eines dürfen wir nicht vergessen: wir sind von Wasser umgeben.

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Wir haben’s geschafft!

Abfahrt in Auxonne bei absolut fantastischen Bedingungen: 28 Grad warm, leichter Wind, strahlend blauer Himmel. Der Kühlschrank ist voll, der Früchte- und Gemüsekorb auch, die Getränke lagern kühl unterhalb der Wasserlinie in Erwartung heraufgeholt, nochmals weiter runtergekühlt und dann genossen zu werden. Ja, ich gebe es gerne zu, einiges davon ist alkoholisch. Weiterlesen „Wir haben’s geschafft!“

Tropische Bedingungen

Diese Woche ist einer der Anstrengendsten je. Wir sitzen fest und schmelzen vor uns hin. Tun fast nichts ausser trinken (Wasser!) und Hunde duschen. Wir sind immer noch nicht losgefahren. Weiterlesen „Tropische Bedingungen“

Auf Warteposition in Chalon

Gar nicht so schlimm, wir hätten es weniger gut treffen können. Der Freizeithafen von Chalon ist ein angenehmer Platz, ziemlich teuer zwar im Vergleich mit den umliegenden Liegemöglichkeiten, dafür ist man in einer Stadt und rundum des Hafens befindet sich alles was wir brauchen. Die Lage ist toll, wir liegen an einem Seitenarm der Saône, la Genise, und gleich dahinter gibt es nochmals einen Seitenarm, über den eine der originellsten Brücken führt die ich kenne, mit grossen ovalen „Fenstern“ die im Falle von Hochwasser den Wasserdruck verringern. Die Saône teilt sich hier für ein paar hundert Meter also in 3 Arme. Ein Spaziergang im Grünen liegt gleich vor der Tür. Ideal für uns Hundebesitzer. Weiterlesen „Auf Warteposition in Chalon“

Wir sind die Grössten!

… die grössten Feiglinge, meine ich.

Gestern Nachmittag sind wir in Chalon-sur-Saône angelangt. Bestens bekannter Hafen für uns. Hier haben wir ziemlich genau vo einem Jahr 10 Tage warten müssen um in den Canal du Centre einfahren zu können. Das Schleusentor war einige Stunden bevor wir davor ankamen kaputt gegangen und musste repariert werden. Chalon ist ein angenehmer Liegeplatz, aber wir wollten eigentlich bloss übernachten und dann weiter gen Norden. Wir, respektive mein Mann, hat einen Termin in einer Woche; die Infektion in seinem Knie soll endlich angegangen werden. Als Liegeplatz währenddessen haben wir Auxonne auserkoren.

Die Wetterprognosen für diese Woche sind schlecht, das wussten wir. Aber eben, der Termin in Dijon. Von Pont-de-Vaux gings in zwei Etappen bis hierher. Zeitweise heftiger Gegenwind, Sonne und zwischendurch ein paar Tropfen, und eisig kalt!

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