Unbekannter Gast heute

Für heute hatte ich eine Unbekannte zum Mittagessen eingeladen. Wir haben diese Frau vorher noch nie gesehen, nur kurz am Telefon gehört. Sie ist ein Kontakt von mir auf Facebook und dazu kam ich über eine FB-Gruppe die weltweit Frauen, die auf Booten leben, vereint. Zufällig lebt R. gar nicht so weit weg von uns auch auf einem Hausboot. Wettermässig war es in den letzten Wochen schwierig einen Termin zu finden und heute hat es geklappt und, wie gesagt, ich habe sie spontan zum Lunch eingeladen. Also so ziemlich das „unschweizerischste“ was man tun kann.

Es war absolut toll! Wir verstanden uns auf Anhieb. Zu dritt, Mann war auch dabei, haben wir stundenlang erzählt, gelacht und diskutiert. Wir haben gegessen, ein Bierchen dazu getrunken und uns bestens unterhalten. Trotz unserer verschiedenen Lebenswege, haben wir viele Ähnlichkeiten gefunden und konnten uns ein jeder in den anderen hinein versetzen. Es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns getroffen haben und ihren Mann, der heute abwesend war, würde ich sehr gerne kennenlernen.

Jetzt frage ich mich

Diese Einladung war eigentlich mehr oder weniger ein Zufall, es traf sich einfach so. Obwohl ich kein Feind von impulsiven Entscheiden bin, unbekannte Menschen zu mir einzuladen ist jetzt auch für mich nicht Alltag. Jetzt frage ich mich nur eines: weshalb machen wir das nicht öfter? In unserem westlichen und vor allem im europäischen Kulturkreis ist es ja nicht üblich, Leute einfach einzuladen und zu verköstigen. Wovor haben wir eigentlich  –   ja was? Bedenken? Angst? Sind wir gestresst, weil wir nicht aufgeräumt haben, nicht extra eingekauft, kein Bier mehr haben, oder – bewahre – nicht geputzt? Gehen uns Gedanken durch den Kopf wie: ich kenne die ja gar nicht, Herr Jesses, wenn uns die Gesprächsthemen ausgehen, was dann? Und wenn die nicht gerne Fisch essen (Vegetarier sind, allergisch auf Eier….).

Ich habe etwas gelernt heute

Es hätte auch in die Hose gehen können, aber es war unheimlich bereichernd, lustig und sympathisch, schon fast seelenverwandt. Aber nehmen wir mal an, es wäre aus irgend einem Grund schief gelaufen, was wäre der Super-GAU? Wir hätten zusammen gegessen, ein wenig Small Talk gemacht, sie hätte sich wohl artig bedankt und verabschiedet. Und wir würden vielleicht nie wieder voneinander hören. Voilà tout. Keine Katastrophe also. Das reine Gegenteil ist aber eingetroffen, bingo!

Ich lade auf jeden Fall wieder Fremde ein, ich kann nur gewinnen!

– fadegrad

Wir treffen oft, ich schwör!

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