Unvorhergesehenes

Nicht das Wetter, nein. Dieses ist seit gestern wie es sein sollte; noch etwas kühl, aber schön – so schön und klar, dass es fast unwirklich ist. Wie eine Postkarte.

Endlich können die Sonnendächer wieder rauf

Weshalb nur kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir trotzdem irgendwie einfach nicht vorwärts kommen. Ich komme mir vor wie in einem Leben in Zeitlupe. Ständig, von Tag zu Tag, entscheiden wir doch nicht zu fahren. Wir hatten tausend Gründe dafür: erst die Impfungen, dann zu kalt, zuviel Wind, zu viel Regen, oder gleich alles zusammen. Es ist wie verhext, und nun kommt noch eine überraschende Nachricht dazu: Merry musste unverzüglich operiert werden.

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Eile mit Weile

Erst regnet es und ist kalt, dann kommt die Sonne hervor, wärmt alles auf, der Kanal dampft und die Spaziergänger kommen raus. Der aktuell angesagte Zwiebellook bewährt sich und die Regenjacke wird hastig ausgezogen. Minuten später beginnt alles wieder von vorn. Tja, dieses Frühjahr wird wohl niemand je vermissen.

Obwohl, die Natur war schon lange nicht mehr so grün, die Speicher für den Kanal, die Flüsse und das Grundwasser sind wohl voll, die Natur kann sich etwas von den Strapazen der letzten paar Jahre erholen. Schlecht ist das ja nicht.

unter der Eisenbahnbrücke durch
unter der Eisenbahnbrücke durch

Zur Zeit sind wir am Weilen. Vor allem wegen dem starken Wind wollten wir in den letzten paar Tagen nicht fahren. Der Kanal hat hier meistens ziemlich seichte Ufer, denen wir tunlichst fern bleiben, und vor den Schleuseneinfahrten mögen wir es sowieso nicht, gegen Seitenwind ankämpfen zu müssen. Das Einfädeln in die Schleuse wird mit Wind schon bedeutend erschwert, vor allem weil unser massives Heck sich von diesem leicht wegdrücken lässt. Es versteht sich von selbst, dass eine Einfahrt ohne zu streifen unser ganzer Stolz ist!

Von Froncles bis hierher waren es 22 Kilometer und 9 Schleusen, welche wir – da werfen wir uns voll in die Brust – in einem einzigen Tag bewältigt haben! 5 Stunden reine Fahrzeit sind für uns viel und daher gönnten wir uns und den Hunden eine Mittagspause. Normalerweise gucken wir uns Haltestellen mit Google Maps vorher auch an, und bereiten uns so vor. Rouvray hatten wir als Übernachtungsort von vornherein ausgemustert, zu öde schien uns der Ort. Welche Überraschung bei der Ankunft; ein romantischer, abgeschiedener Picknickplatz, sogar mit kostenlosen Strom und Wasser. Nur leise hörte man die Strasse, derentwegen wir den Ort als nicht in Frage kommend abgehakt hatten. Nun, wenigstens beehrten wir die Haltestelle für ein Mittagessen. Die Hunde waren ganz begeistert und liessen sich ein paar Mal bitten, doch wieder an Bord zu kommen, da wir weiterfahren wollten.

Die Fahrt führte uns in der Folge weg vom kurvigen und bewaldeten Kanal zu einem eher geraden und offenen Teil. Der Kanal überquert immer wieder die Marne oder deren Zuflüsse. Vor der Schleuse von Mussey (für Puristen Nr. 40) überquert der Kanal die an diesem Punkt durch einem Zufluss ziemlich verbreiterte Marne. Das Kanalwasser wurde nach der Schleuse auf einmal wesentlich klarer. Beeindruckt sahen wir plötzlich in die Tiefe. Dieser Zufluss heisst Rognon (lustiger Name, bedeutet er doch Niere/Nierchen in einem Gericht!) und das ist genau derjenige, der letztes Jahr in der Hitze trocken gefallen war und daher erster Linie für die Schliessung dieses Kanals verantwortlich war. Da hatten wir den Schuldigen, grrrh!

Aktuell besteht keine solche Gefahr. Das Wasser fliesst en abondance, überreichlich. Offenbar ist der Rognon bekannt für sein ausgesprochen sauberes Wasser; selbst hier, viele Kilometer unterhalb der Einspeisung seines Wassers, ist der Kanal so klar wie wir es noch nie vorher gesehen hatten. Der von uns in Joinville auserkorene Platz zum Übernachten ist aber nicht nur deswegen toll. Er gehört zu einem Hotel, das in einer historischen Essigfabrik untergebracht ist und über einen tollen Park und einen langen Steg für Boote verfügt. Das Restaurant hat leider noch zu, die Gäste werden trotzdem mit Essen versorgt und auch wir konnten uns ein Abendessen ans Boot liefern lassen! Seit über einem Jahr haben wir jeden einzelnen Tag selbst gekocht; es war ein Fest, ein leckeres, mehrgängiges Essen an Bord geliefert zu erhalten! Wir waren danach zwar, vom langen Tag und dem üppigen Essen total erschlagen, aber das war es wert!

Joinville ist ein etwas heruntergekommenes, aber hübsch gelegenes Städtchen mit vielen verschiedenen Armen der Marne und den Kanal noch dazu. Einer dieser Arme durchfliesst die Innenstadt und wir fühlten uns gleich an Colmar erinnert! Wie viele Orte leidet Joinville an Geldmangel und sowohl für Infrastruktur wie auch für Gewerbe und Restaurants ist dies Gift; Eine elende Spirale, die die Menschen zum Wegzug bewegen und einen weiteren Niedergang beschleunigen. Dies ist so schade um die vielen, hübschen Orte.

Laisser faire

Dies ist mein vierter Entwurf und den publiziere ich nun einfach, ob er mir nun gut gefällt oder nicht!

Schon bald drei Wochen im Hausarrest  –  wir lassen es schleifen Weiterlesen „Laisser faire“

Wir sind dann mal weg, n°2

Wie könnte es anders sein: den zweiten Teil (1. Teil hier) unseres Urlaubs hatten wir für die Besichtigung der Wasserstrassen und Häfen von Nordostfrankreich vorgesehen. Weiterlesen „Wir sind dann mal weg, n°2“

Nass und noch nässer

Puh, das schlechte Wetter hat uns fest im Griff! Es regnet fast ohne Pause. Die Stimmung erinnert mich irgendwie an verregnete Campingferien in meiner Jugend. Mit der Ausnahme, dass wir rund um unsere Behausung keine Graben ziehen müssen! Aber sonst: überall hängen nasse Jacken zum Trocknen, feuchte Schuhe und Stiefel dampfen vor sich hin und die Hunde riechen – nun, nach Hund – zumindest bis sie wieder trocken sind. Weiterlesen „Nass und noch nässer“

Ah, tut das gut!

 

Auf einem Boot zu wohnen ist schön. Aber an Ort zu liegen und sich nicht bewegen, ist auf Dauer – nein, nicht langweilig! Trotzdem macht es uns im Frühjahr unruhig. Auch dieses Jahr gibt es Verzögerungen und meine notorische Ungeduld macht es nicht einfach, die auszuhalten. Aber Gesundheit geht vor und die vom Ehemann gibt im Moment den Takt vor.

Heute sind wir den dritten Tag in Folge unterwegs. Weiterlesen „Ah, tut das gut!“

Wir sind die Grössten!

… die grössten Feiglinge, meine ich.

Gestern Nachmittag sind wir in Chalon-sur-Saône angelangt. Bestens bekannter Hafen für uns. Hier haben wir ziemlich genau vo einem Jahr 10 Tage warten müssen um in den Canal du Centre einfahren zu können. Das Schleusentor war einige Stunden bevor wir davor ankamen kaputt gegangen und musste repariert werden. Chalon ist ein angenehmer Liegeplatz, aber wir wollten eigentlich bloss übernachten und dann weiter gen Norden. Wir, respektive mein Mann, hat einen Termin in einer Woche; die Infektion in seinem Knie soll endlich angegangen werden. Als Liegeplatz währenddessen haben wir Auxonne auserkoren.

Die Wetterprognosen für diese Woche sind schlecht, das wussten wir. Aber eben, der Termin in Dijon. Von Pont-de-Vaux gings in zwei Etappen bis hierher. Zeitweise heftiger Gegenwind, Sonne und zwischendurch ein paar Tropfen, und eisig kalt!

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Die Welt ist wieder in Ordnung

Das Boot ist im Wasser, wir sind umgezogen und wohnen wieder im Hausboot. Der Anlegeplatz ist hübsch; wir liegen am Kopfende eines der Stege und haben auf der Aussenseite freie Sicht in die Natur.

Alles ging gut, bloss ist das Ganze nicht gerade so abgelaufen wie wir uns das vorgestellt hatten. Weiterlesen „Die Welt ist wieder in Ordnung“

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