Ein bisschen raus

Luft schnappen an Deck

und auf der Wiese

20200320_1615188302711724210911522.jpg

Die Lieblingsbeschäftigung des Grossen

20200320_161349_0013816255761270035928.jpg

Die Charolaisinder dürfen den ganzen Tag raus, gemein!

20200313_1620547676870756246465125.jpg

Bis einen Kilometer im Umkreis des Domizils dürfen wir uns bewegen, 1 Stunde lang, ob pro Tag oder jedes Mal, ist nicht klar. Neu müssen wir auch die Uhrzeit des Ausgangs auf dem Attest angeben. Bisher wurden wir zwei mal in der Nähe des Hafens kontrolliert. Ein Nachbar, der sich erdreistet hatte, fischen zu gehen, hat eine Verwarnung gekriegt! Das nächste Mal gibt es eine Busse von 260 Euro. Teure Fischchen. Den Fang haben sie ihm gelassen.

Wir versuchen bloss einmal die Woche einzukaufen. Auch heute war kein Mehl da. Kein Dinkelmehl, das ich eigentlich bräuchte um Brot für mich zu backen, und auch sonst kein Feld-, Wald- und Wiesenmehl. Alles andere gibt es in normaler Menge, sogar Klopapier 😉.

Gleich komme ich für ein Stündchen raus. Die Kleine liebt es, an Deck zu liegen, aber für uns ist der Wind zu kalt. Gemütlich ist anders. Schade, denn es ist sehr sonnig. Na ja, wird wieder.

Bleibt brav und gesund ❤

Ausgangssperre – die ersten Tage

Es ist immer noch schönes Wetter und warm. Zum Glück!

Seit Dienstag Mittag befinden wir uns in Ausgangssperre. Ich bin jetzt froh darum. Ganz klare Ansagen, keine Ausnahmen, die Regeln dürften dem Hintersten und Letzten – vielleicht nicht gerade einleuchten, aber – bekannt sein.

Seit Mittwoch früh stellen wir uns vor jedem Verlassen des Boots ein Attest aus.

Weiterlesen „Ausgangssperre – die ersten Tage“

Dreikönigs-Tag

Heute genau vor zwei Jahren lagen wir ebenfalls in Auxonne, bloss gut zwei Meter höher. Das erste von insgesamt drei Hochwasser in jenem Winter hatte uns angehoben und der sonst von einer grünen Mole eingerahmte Hafen schien auf einmal in einem riesigen See zu liegen. Dieses Jahr ist alles anders. Weiterlesen „Dreikönigs-Tag“

Von nun an wird’s besser!

Jedes Jahr bin ich glücklich wenn der Tiefpunkt überschritten ist. Die kurzen Tage gehen mir auf den Geist. Nun sind wir seit einigen Tagen in der „zunehmenden“ Phase! Juhuuu.

Weiterlesen „Von nun an wird’s besser!“

Ab und zu ein schöner Tag

November-Spaziergänger auf Stoppelfeld im Gegenlicht
November-Spaziergänger im Gegenlicht
Merry am Mausen
Merry am Mausen
Waldweg im Licht-und Schattenspiel. Ich liebe das Blätterrascheln unter den Füssen.
Waldweg, endlich durch raschelnde Blätter gehen!
Bin spät dran mit Hundespaziergang, begleitet von dramatischen Sonne- und Wolkenspielen
Bin spät dran mit Hundespaziergang, die Sonne gibt ein letztes Schauspiel
ört, dann gesichtet: Wildgänse auf dem Zug gen Süden!
Erst gehört, dann gesichtet: Wildgänse auf dem Zug gen Süden!
Aufgewühlte Wiese: Wildschweine am Werk, gleich beim Hafen!
Da waren Wildschweine am Werk, gleich beim Hafen!
Kalte Sonne, bewegtes Wasser: eine winterliche Stimmung
Winterliche Stimmung am Wasser

Ich habe nachgegeben

Ich habe mich gewehrt dagegen, wollte noch einen Ausflug machen, einen Umweg über Louhans, Macon, Lyon gar! Wollte die Zeit, das Navigieren, die Freude am unterwegs sein noch etwas ausdehnen. Es hat nichts geholfen. Weiterlesen „Ich habe nachgegeben“

Schlauer Hund

Heisse Tage melden sich an. Noch heisser, als es eh schon ist. Ich bin froh, hat Janusz, unser grosser Hund, endlich begriffen, dass wir diese Heizung nicht einfach abstellen können. Er ist ein Dickkopf und hat das Gefühl er könne Dinge die ihm nicht gefallen wegzwingen. Da wir auf der Reise das Sonnendach nicht oben lassen können, weil die niedrigen Brücken uns dieses wegreissen würden, bauen wir den Hunden mit dem grossen Tisch auf dem Deck ein Zelt, indem wir es mit einem alten weissen Leintuch abdecken. Drunter entsteht so ein grosser, luftiger und schattiger Liegeplatz. Das hat ihm jetzt wochenlang nicht gepasst; er wollte an seinem Lieblingsplatz liegen und da war weder Schatten noch Fahrtwind. Er hat jeden Tag getrotzt bis er fast von den Pfoten kippte und lag da in der Sonne oder tigerte auf dem Deck herum. Ich hatte sogar das Gefühl, er könne demonstrativ hecheln! Da wir eh kaum länger als drei Stunden pro Tag unterwegs sind und dies erst noch in den Morgenstunden, hat er diese Phase gut überlebt. Das periodische nass abreiben halt wohl auch geholfen einen Hitzschlag zu vermeiden.

Letzten Samstag haben wir uns seiner erbarmt und fuhren mit den Rädern in eines dieser schrecklichen Einkaufsgebiete ausserhalb der Stadt in einen Baummarkt und erstanden einen mittelgrossen Sonnenschirm und den Sockel dazu. Der Rücktransport stellte uns vor einige Herausforderungen. Der Sockel liess sich auf den Gepäckträger spannen, aber der Schirm wollte einfach nicht aufs Velo passen. Schlussendlich bastelte ich mit Spannriemen eine Art Rucksack indem ich diese so band, dass der Schirm – zusammengeklappt natürlich – wie eine Rakete senkrecht auf Mann’s Rücken hing. Er sah aus wie Daniel Düsentrieb auf dem Weg zu einem Flugversuch. Ich fuhr hintendrein um sicherzustellen, dass sich die Fracht nicht verselbständigte und lachte mich krumm.

Nun haben wir diesen Schirm und den klappe ich alle paar Kilometer vor den Brücken brav zu und lege ihn flach runter um ihn heil unten durch zu bringen. Zwischen den Brücken kann Janusz nun an seinem Lieblingsplatz auf Deck im Schatten liegen. Er geniesst es ausgiebig! Kurz vor und nach den Brücken hat er natürlich volle Sonne, da der Sonnenschirm für zwei, drei Minuten weg ist. Und was macht der liebe Hund? Er verzieht sich für diese kurze Zeit ganz selbstverständlich unter den abgedeckten Tisch! Ich glaub’s ja nicht; wir haben ihm ebendiesen Platz wochenlang schmackhaft machen wollen; er hat sich ebenso standhaft geweigert da zu liegen! Der hat uns jetzt aber voll veräppelt.

Sei’s drum. Dafür haben wir auf der Fahrt nun unseren Frieden und einen glücklichen Hund mehr. Die Kleine ist zum Glück nicht so kapriziös, ein Hund der uns so an der Nase herum führt, genügt.