Sind wir denn Murmeltiere?

Am liebsten würde ich wirklich in den Winterschlaf sinken. Zur Zeit brauchen wir beide enorm viel Schlaf und ich ganz besonders. Die vielen Tage mit gleichförmig bedecktem Himmel machen mir zu schaffen. Dazu kamen in den letzten Tagen noch die tiefen Temperaturen.

Im Boot haben wir es von wohlig warm bis zu ziemlich frisch. Weiterlesen „Sind wir denn Murmeltiere?“

Hallo, bin zurück

auf meinem Blog. Wir hatten mehrtägigen Besuch auf der Escapade und da ist es schwierig, Beiträge zu schreiben und gleichzeitig für Freunde voll da zu sein.

Für die Wohnkabine, die zum Gästezimmer umfunktioniert wird wenn welche da sind, wurde kurz vor Ankunft unserer Freunde die neue Eingangstreppe geliefert. Ich bin mächtig stolz auf unsere neue Lösung. Über die ganze Breite der Schiebetüren befindet sich nun ein Korpus mit Deckelklappen, oder heisst es Klappendeckel. Egal, auf jeden Fall können wir da drin viel verstauen, das sonst irgendwie herumstehen würde. Insbesondere Schuhe und Stiefel. Davor haben wir eine Stufe, die uns erlaubt vom Heck her ein-und auszusteigen. Dieser Tritt ist in einer Holzschiene eingehängt, damit er sich nicht weg vom Korpus bewegt wenn wir draufstehen und gleichzeitig lässt er sich auf derselben Schiene auf der ganzen Breite nach rechts und links verschieben, je nachdem wo man gerade den Ausstieg möchte oder wo er Platz hat. Zudem hat der Korpus eine angenehme Sitzhöhe und bei vielen Gästen haben wie eine zusätzliche Sitzbank gleich beim Sofa. Die mobile Stufe wurde von unseren Gästen gleich als Nachttischchen eingeweiht. Sie fanden das super bequem!

Neue Lösung für den Heckeinstieg (siehe Text)
Neue Lösung für den Heckeinstieg

Nun ist es wieder still und ich glaube alle kennen das: man freut sich auf den Besuch, unternimmt und organisiert viel, hat Spass und geniesst es. Und wenn sie wieder abgereist sind realisiert man erst, wie man doch ständig unter einer gewissen Spannung war und fährt erst mal ein wenig runter! Das tue ich jetzt gerade 😉

Gestern konnten wir bei sehr schönem Wetter mit eindrücklichen Wolkenformationen doch noch eine Flussfahrt von 4-5 Stunden bieten; unsere Gäste haben sich sogar kurz in eine Siesta verabschiedet und fanden es genial bei offenen Schiebetüren bei leisem Wasserrauschen vom Heck, dem tiefen Brummen des Motors und leichten Wellenbewegungen den Mittagsschlaf zu halten. Ich bin jetzt nicht ganz sicher, welchen Teil sie schöner fanden, jenen an Deck mit einem Drink in der Hand oder den mit der Wiege-Siesta! Aber egal, schön wenn es der Besuch voll geniessen kann.

Es ist übrigens nicht selten, dass Mitfahrende in den ersten Tagen auf dem Wasser extrem herunterfahren und hie und da ein Nickerchen machen, auch wenn sie in der Nacht zuvor schon wohlig (durch)geschlafen haben. Wir sollten uns vielleicht spezialisieren auf Schlafkuren. Oft sagen uns Freunde nach 2, 3 Tagen sie hätten das Gefühl schon wochenlang in den Ferien zu sein und seien soooo entspannt wie schon lange nicht mehr. Wie entspannt sollten denn wir beide erst sein?

 

 

Nass wie begossene Pudel

Bei strahlendem Sonnenschein aufgestanden, wussten wir jedoch, dass es nicht halten und sehr bald massiv umschlagen wird. Dauerregen wurde gemeldet.

Die Nacht durch ist Mann dreimal aufgestanden um zu kontrollieren ob die Saône noch immer weiter steigt und ob unsere Bastelarbeit von gestern Abend hält. Der Fluss hielt sich still und wir glauben, die beiden Stangen, die wir montiert haben, hätten das Boot wirklich vor dem Aufsitzen bewahrt. Wir sind fast ein wenig stolz auf diese Idee.

Später als geplant und bereits bei heftigen Regenwetter machen wir los. Kurze Etappe heute. Aus Erfahrung wissen wir, dass bei solch miesem Wetter irgend mal alles nass ist und keine Chance hat wieder trocken zu werden zwischen den einzelnen Outdoor-Pflichten.

Der geplante Anlegeplatz ist zwar noch geschlossen, aber irgendwie werden wir schon anlegen können. Nach St-Jean-de-Losne fahren wir erst auf der schon schön breiten Saône, kreuzen ein paar Ferienboote (die Armen!), dann kurz vor einer Schwelle zweigt ein langer Kanal ab der uns zur nächsten Schleuse bringt. An diesem Kanal liegt der Hafen an dem die grossen Transportschiffe meist ihre Ware löschen, denn nach St-Jean nordwärts ist es fertig mit den grossen Gabarit, den riesigen Kommerzschiffen. Die Schleuse von Seurre ist die erste der riesigen Schleusen mit 160 Metern Länge. Wir werden pudelnass. Es ist nass von oben, von unten und von den Relings, gar nicht zu reden von den Leinen, die nur so triefen und schwer geworden sind.

Wir hoffen zum Anlegen einen Schwimmponton zu finden. Keine Lust nachts nochmals alle paar Stunden den Wasserstand zu prüfen. Wir finden eine so so la la – Lösung und beschliessen, dass es das war für heute. Ab morgen soll es etwas freundlicher werden. Wir machen jetzt erst mal Siesta! Bei Schlechtwetter fahren ist anstrengend.

Abends: Siehe da, die Sonne ist raus gekommen!