Definitiv tschüss und weg

Wir glauben es kaum, aber wir haben unseren Winter-und Lockdown-Platz endgültig verlassen. Wenn alles in naher und weiterer Zukunft so verläuft, wie wir es gerne hätten, sehen wir Auxonne nun jahrelang nicht mehr. Weiterlesen „Definitiv tschüss und weg“

Allgemeine Unrast

Heute ist wiederum strahlend schön und saukalt. Die Menschen, die auf den Uferwegen spazieren sind dick eingepackt. Aber wer nicht raus in den steifen Nordwind muss, hat das Gefühl es werde jetzt dann bald Frühling! Die Sonne geht mittlerweile nicht mehr am tiefsten Südpunkt unter und die Tage sind schon merklich länger.

Im Hafen macht sich eine unterschwellige Unruhe breit.

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Oho, da hat jemand Reisefieber!

Unser Nervenbündel von Hund ist reisefertig!

Bislang war er stets völlig durch den Wind, wenn wir den Motor anliessen. Unklar zu sehen, ob er sich nun aufregte weil er sich freut oder ihm etwas bange ist. Weiterlesen „Oho, da hat jemand Reisefieber!“

Ein Anfang ist gemacht

… und ich kann es kaum erwarten, bis wir wieder losziehen können! Dies ist so die Jahreszeit, an dem unsere Nerven bereits wieder beginnen zu kribbeln! Schon vor einem Jahr konnte mir der Winter nicht kurz genug sein. Langsam werden die verschiedenen Karten und Führer wieder hervor gekramt. An der Wand hängt schon eine grosse Karte mit den Wasserstrassen Europas. Weiterlesen „Ein Anfang ist gemacht“

Mein Herz weint!

Eigentlich wollten wir ursprünglich heute los und nun ist totaler Programmwechsel. Ich bin richtig enttäuscht – aber es ist vernünftiger. All odds are against us! Alles ist gegen uns. Ich sage mir immer, es hat keinen Zweck sich zu nerven, wenn etwas nicht klappt, vielleicht ist es sogar besser so und es muss einfach sein. Also nerve ich mich jetzt nicht, ich reg mich nicht auf, nicht, nein. Aber traurig bin ich schon etwas (und frustriert).

Die Franzosen haben Schuld. Erstens waren wir überzeugt – so lauteten unsere Informationen zumindest – zur Préfecture in Mâcon zu müssen, um uns endlich in diesem Land anzumelden. Zweitens müssen wir nach Tournus um gewisse Arbeiten fertig stellen zu lassen bevor es auf die grosse Tour geht. Drittens haben wir ab 12. März ab Seurre flussabwärts bis Lyon „chomage„, was eigentlich Arbeitslosigkeit bedeutet, aber eben auch benutzt wird um die periodische Schliessung der Schleusen zwecks Reinigung und Unterhalt zu bezeichnen. Wir sind dadurch blockiert, da wir durch drei dieser riesigen Schleusen müssten.

Also wollten wir die viertägige Fahrt nach Mâcon diese Woche noch machen. Reinzwängen, könnte man auch sagen. Diese Sache mit der Anmeldung ist zum aus der Haut fahren; kein Amt erzählt einem dasselbe. Es gibt in Frankreich unzählige offizielle Stellen und jede macht genau ihr Ding, hat aber keine Ahnung vom ganzen Prozess. Die Details erspare ich euch. Hier die kürzest mögliche und neueste Version: Schweizer brauchen sich nicht anzumelden, ok, ABER wir müssen eine Steuernummer kriegen, sonst gibt’s im Rahmen des bi-nationalen Informationsaustauschs ganz grosse Probleme. Wir befinden uns also in der abartigen Lage, Steuern bezahlen zu wollen müssen! Alles klar?

Mâcon ist nicht die richtige Stelle. Die Gemeinde, in der das Boot gemeldet ist, auch nicht! Immerhin haben wir herausgefunden, dass die Gemeinden keine eigenen Steuerstelle haben, sich um Steuern überhaupt nicht kümmern. Das macht eine separate, zentrale Steuerbehörde und dort müssen wir uns melden. Dies versuchen wir seit Tagen; der für uns Zuständige (internationaler Dingsbums) ist nie im Büro, sondern in der Pause, im Mittag, gerade sonst abwesend oder krank. Hallooo?!

Also, wir brauchen nicht nach Mâcon zu fahren, obwohl es da ganz schön wäre. Schöne Stadt, toller Hafen in parkähnlicher Umgebung, Weingebiet und, und, und. Dann also nur bis Tournus. Von Tournus erhalten wir den Bescheid, dass die Zugangspasserelle zum Schwimmsteg noch nicht repariert ist/wird. Wir könnten am Ponton anlegen, müssten aber an Land schwimmen!!! Es gibt zwar da einen kleinen hübschen Quai. Das ginge für kurze Zeit bei stabilen Wasserverhältnissen. Für die Arbeiten sollten wir aber mindestens 2 Wochen bleiben und wenn Hochwasser kommt – was man nie weiss, Wettergott ist sowas von unorganisiert  – ist ein fester Anlegeplatz gefährlich; das Boot kann mit dem Hochwasser über den festen Boden geraten und bei wieder sinkendem Wasserstand sitzen 25 Tonnen auf dem Quai auf. Zu riskant und eine Alternative gibt es nicht.

Wir sind dazu gezwungen abzuwarten und zu hoffen, dass alles sich regelt bis nach der „chomage“, also bis in 3 Wochen. Und beten und hoffen und zünden Kerzen an und sind brav, damit in der Zwischenzeit die Passerelle repariert wird.

Was wir jetzt tun können, ist vor hier aus nordwärts zu fahren, da sind die Schleusen offen. Wenn es das Wetter zulässt werden wir das sicher tun und einfach so zum Plausch ein wenig herum schippern. Motor testen, die Bordtätigkeiten wieder einüben und so. Wir haben nächste Woche für ein paar Tage einen Gast auf dem Boot und das wäre eine schöne Gelegenheit. Das wäre sogar super, und bitte bei prächtigem  Wetter ohne Wind. Das sollte doch möglich sein!