Was ist bloss mit diesen Männern los?

Na, die letzten Tage waren wieder arg. In einem Hafen liegend kriegt man ja alles mit, man braucht bloss hinzusehen. Es sei denn, man kommt morgens nicht aus den Federn, denn gegen Mittag ist die Show eindeutig schon vorbei!

Nein, ich rede nicht von Morgenfitness, Krafttraining an Bord, oder Dauersprint rund ums Boot oder Hafen! Nicht von durchtrainierten Männerkörper mit Bizeps, Trizeps und Multizeps. Weiterlesen „Was ist bloss mit diesen Männern los?“

Lust auf Pizza

Mächtig Lust auf Pizza! Wir waren den ganzen Tag über fleissig und haben das schöne und trockene Wetter genutzt. Die Vorhänge sind gewaschen, das Bettzeug raus-und wieder reingezerrt, die neuen Vorratsgläser (weg mit den letzten Plastikbehältern!) sind eingetroffen und schon befüllt.

Es riecht nach Frühling und das weckt die Räum-und Putzgeister! Weiterlesen „Lust auf Pizza“

Eine etwas andere Art von Frühlingsstimmung!

Liebe Leute, morgen geht es los. Na ja, es geht lös-chen. Wir gehen auf Testfahrt. Richtig und definitiv ablegen tun wir erst nächste Woche. Vorher werden Boot und Motor bewusst strapaziert und wie schon beschrieben, wollen wir die häufigsten Manöver durchspielen, auf dass wir ohne uns anzuschreien die zukünftigen Fahrten geniessen können ;-).

Morgen soll die Sonne den ganzen Tag scheinen, der Wind wird sich auf 5 km/h beschränken, die Helfer sind organisiert und uns allen hier kribbelt es unter den Nägeln. Wir sind nicht die Einzigen, die unter Vorfreude „leiden“. Man spürt es regelrecht vibrieren hier auf den Pontons. Wir machen alle noch schnell ab auf ein Bierchen/Glas Wein oder um zusammen zu essen, denn alle haben das Gefühl dann mal „plötzlich weg zu sein“. So ähnlich muss die Stimmung bei Zugvögeln sein!

Die Boote werden also von vorne bis hinten geschrubbt,  Taue und Leinen auseinandergedröselt und säuberlich aufgehängt oder gecoilt (geschneckelt? Spiralförmig ausgelegt),Leinen ordentlichScheiben geputzt, Sonnendächer aufgezogen, die vom Winter zerfetzten Flaggen ersetzt, Mäste aufgezogen und, und, und. Plötzlich sind Boote,auf denen wir monatelang keine Menschenseele gesehen hat, wieder bevölkert. Ankömmlinge rumpeln auf den Pontons  mit Koffern und Taschen, Eingekauftem und allerlei Notwendigem für’s Boot und für unterwegs.

Wir hatten uns die Winterzeit auch vertrieben mit in Katalogen blättern oder scrollen. Kataloge die alles anbieten was eines Bootlers Herz begehrt. Das eine oder andere Bestellte ist eingetroffen und wird nun montiert, angeschraubt und getestet. Das Armaturenbrett beim Steuer ist komplett, selbst die seit Monaten nur halbmontierte Anzeige für die Batteriekontrolle ist nun plötzlich vollständig montiert! Unsere Fahrräder kriegen noch ihr Aufhängesystem, damit sie sicher sind auf grosser Fahrt und ich werde für meine Leinen noch grosse Haken an der Reling erhalten, damit ich sie aufhängen kann. Die 20 Meter langen Dinger sind mir nämlich zu schwer um sie ordentlich aufzuschiessen (schlingen und aufhängen).Leinen aufschiessenMeist lasse ich sie mehr oder weniger ordentlich an Deck liegen und das sind berüchtigte Stolperfallen. Auf einem Segler ginge das ja nun gar gar gar nicht!

Auf morgen bin ich aber vor allem gespannt wegen der Ausfahrt aus der Anlegebucht. Wie schon beschrieben müssen wir zu Beginn praktisch ausfädeln; es ist sehr, sehr eng! Auch deshalb haben wir so lange zugewartet. Wir hatten fast jeden Tag zum Teil sehr heftigen Wind. Den können wir nämlich absolut nicht gebrauchen und Petrus hat uns für morgen fast Windstille versprochen. Hoffentlich hält das.

 

 

 

 

Unser Putz-Motor

Gestern Sonntag gab es keinen Beitrag hier: unerwarteter Besuch hatte sich angemeldet.

Wir haben uns riesig gefreut, dass Freunde sich tatsächlich einfach so melden und fragen ob sie vorbei kommen könnten, da sie sich gerade in der Nähe befänden. Wir mögen es wirklich, spontan Besuch zu erhalten. Immer mit der Einschränkung, dass es vielleicht halt mal nicht gerade passt, wir nicht zu Hause sind oder das Haus(boot) schon voll haben.  Es passte gut und wir verbrachten einen schönen Nachmittag und Abend zusammen.

Ich weiss nicht wie es anderen geht, aber wir haben vor Besuch stets einen extremen Aufräume- und Putzanfall! Schon deshalb liebe ich Besuch. Da machen wir alles jeweils gründlicher als sonst und wenn der Besuch schon lange wieder weg ist freuen wir uns immer noch an unserer sauberen und aufgeräumten Bleibe! Es ist ja nicht so, dass wir in einem Saustall leben, aber wir haben uns an das eine oder andere Hundehaar gewöhnt – unser Pole wäre wahrlich nichts für Sauberkeitsfanatiker – und wir lassen den Krimskrams für unsere täglichen Aktivitäten auch mal liegen. Geputzt wird wenn es nötig ist, mal hier, mal da.

Diese Putz-Anfälle bevor Besuch kommt haben wir nicht erst seitdem wir auf dem Boot wohnen, das war schon immer so. Als wir noch das Haus hatten, war nicht nur das Innere auf Vordermann zu bringen sondern auch noch gerade Garten und weiss ich was. Mann hat schon recht: Besuch wirft unseren Putzmotor an, und wie!

Wenn wir dann durch sind, fühlen wir uns beide überglücklich weil es überall so ordentlich ist, sauber und glänzt. Wir stossen mit einem Bierchen auf die vollbrachte Tat an, ab unter die Dusche und wir sind bereit für unsere Gäste.