Wirre Zeiten und überhaupt

Die Zeiten sind etwas seltsam, finde ich. Der Winter ist seltsam, die Weltlage ist seltsam, die Sache mit dem neuen Virus macht es nicht besser. Mehr und mehr habe ich den Eindruck, wir (die!) spinnen Alle. Die einen eindeutig ein wenig mehr, die andern fast gar nicht. Ich spinne auch ein bisschen und habe mir noch nie so viele Gedanken gemacht über die Weltlage allgemein und die Politik im Speziellen. Weiterlesen „Wirre Zeiten und überhaupt“

Übersetz doch gleich mal!

Der blanke Horror! Ich kann nicht übersetzen. Früher, an meiner Arbeitsstelle in einem gesamtschweizerisch arbeitenden Betrieb, kam ich ab und zu in die Lage, eben schnell mal was übersetzen zu müssen. Solange das bloss ein paar Worte oder ein, zwei Sätze waren, ging das das ja noch. Aber in einer Diskussion oder anlässlich einer Präsentation … Weiterlesen „Übersetz doch gleich mal!“

Der blanke Horror! Ich kann nicht übersetzen. Früher, an meiner Arbeitsstelle in einem gesamtschweizerisch arbeitenden Betrieb, kam ich ab und zu in die Lage, eben schnell mal was übersetzen zu müssen. Solange das bloss ein paar Worte oder ein, zwei Sätze waren, ging das das ja noch. Aber in einer Diskussion oder anlässlich einer Präsentation praktisch simultan über längere Zeit übersetzen zu müssen, da überfiel mich Panik.

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Grosse Aufregung!

Dass wir kein Auto mehr haben, beschäftigt die Mitbewohner im Hafen offensichtlich. Laufend wird uns angeboten, jemandes Fahrzeug zu benutzen. Das ist extrem freundlich und grosszügig und wir schätzen diese Angebote sehr. Bis heute haben wir sie jedoch noch nie in Anspruch genommen. Wir kommen sehr gut klar mit unseren Fahrrädern und können eigentlich alles vor Ort besorgen und wenn nicht, lassen wir es liefern. Eigentlich klappt das gut, obwohl Lieferungen an ein Boot etwas komplizierter sind als an eine feste Adresse.

Nun ist gestern das australische Paar, das hier die Hafenmeisterei betreibt, in die Ferien gefahren und hat die Schlüssel seines Wagens einfach bei uns deponiert; ihr Citroën stehe zur freien Verfügung, sprachen’s und weg waren sie. Heute hat’s uns bereits gejuckt und wir fuhren etwas weiter weg Mittag essen, dann einiges einkaufen und anderes erledigen. Wir genossen es sehr. Bei der heutigen Kälte hätten wir das nicht unbedingt mit den Fahrrädern gemacht. Dann schliesslich nix wie zurück zu unseren Hunden, die auf dem Boot auf uns warteten.

Vor der Hecktür unseres Bootes wurde mein Mann plötzlich blass, tastete nochmals alle seine Jackentaschen ab und wurde noch bleicher. Der Schlüssel zur Tür blieb unauffindbar. Nun muss ich erklären, dass Bootsleute ihre Schlüssel in weiser Vorsicht an schwimmende Anhänger befestigen. Falls mal ein Schlüsselbund ins Wasser fällt, kann der einfach rausgefischt werden. Diese Anhänger sind meist aus Kork oder Schaumstoff und daher ziemlich gross und meist auch unförmig in Form eines Ankers, Steuerrads, Segelboots oder ähnlichem. Mehrere solche in einer Jackentasche sollte man nicht verstauen. Wenn einer der Schlüssel aus der Tasche gefischt wird und der andere Schlüsselbund verhakt sich und kommt mit, fällt dieser einfach raus, fällt eventuell noch weich, und niemand merkt etwas. Genau das ist wahrscheinlich geschehen. Gut, jetzt standen wir vor der Tür und der Schlüssel war weg, was nun?

Ich habe ganz laut nichts gesagt und mein Mann hat sich ziemlich aufgeregt. Nichts wie los und unseren „Parcours“ in umgekehrter Reihenfolge nochmals abfahren. Überall, wo wir Stopps eingelegt hatten raus, alles absuchen, im Supermarkt zum Kundendienst, fragen ob Schlüssel abgegeben wurden, nada, weiter, nächster Boxenstopp. Ich habe mich auch über mich selbst genervt, weil ICH nichts mitgenommen hatte, weder Schlüssel noch Geld, bin einfach hinterher getrottet wie ein Kind. Mann, was machen wir, wenn wir diese blöden Schlüssel nicht finden? Die Hunde sollten nicht ewig auf uns warten müssen! Zu unserer Ehre kann ich sagen, die Stimmung war zwar gespannt und wir beide genervt, aber wir blieben relativ gefasst. Bei der letzten Station, in der Strasse vor dem Restaurant war auch nichts. So ein grosser, farbiger Anhänger kann man einfach nicht übersehen, aber da war nichts. Letzte Hoffnung: am Tisch liegen gelassen. Mann beteuerte, er hätte sie nicht rausgenommen, warum auch? Trotzdem, fragen kostet nichts und siehe da: ein Passant hatte den Anhänger mit dem Schlüssel auf dem Gehweg liegen gesehen, aufgehoben, scharf nachgedacht und gefolgert, dass der Besitzer ein Boot haben müsse und eigentlich nur im Restaurant sein könne, da es sonst keinen Beweggrund geben könne, dass sich so jemand in dieser Strasse aufhalte! Wow, schlauer Bursche. Leider war er schon weiter an den Bahnhof geeilt. Wir haben die Wirtin gebeten, falls sich unser Held nochmals melde, ihm herzlichst von uns zu danken und einen auszugeben, wir kämen bald wieder mal vorbei zum Essen und beglichen die Schuld bei der Gelegenheit. Hoffentlich klappt das, wir sind diesem Herrn wirklich, wirklich dankbar!

unser Schlüsselanhänger, blau und in Form eines typischen Schiff-Steuerrads, Durchmesser etwa 7 cm
Das ist der Schlingel!

Ende gut, alles gut.