Wir fangen bei uns selber an

Unser Leben an Bord wird immer nachhaltiger und das macht mich im wahrsten Sinn froh. Genau genommen macht es sogar riesigen Spass. Es ist gar nicht so kompliziert wie ich dachte! Hier unsere Erfahrungen nach etwa einem Jahr.

Wäsche: Dass ich unsere Wäsche mit Naturseife und Bicarbonat wasche habe ich ja schon mal beschrieben. Ich bleibe dabei; es klappt wunderbar, ist einfach und günstig. Weiterlesen „Wir fangen bei uns selber an“

Zwischenbilanz

Entgegen aller Logik stelle ich fest, mit qualitativ besser, sprich teurer, Einkaufen kann man sparen! Ich habe den Beweis dafür. Schwarz auf weiss.
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Man lese das Kleingedruckte

Wir wollen doch sicher alle unseren Kindern eine Erde hinterlassen, auf der sie auch leben können, nicht wahr? Ich glaube, da sind wir uns einig. Die grosse Frage ist wie wir das anstellen wollen. Wenn ich so um mich schaue, stelle ich fest, dass die Probleme jedes Jahr zunehmen,

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Joghurt made on board

In einem französischen Supermarkt vor einem Regal mit Joghurt zu stehen ist eine Qual. Es gibt viele Joghurtmarken, meist Nahrungsmittel-Giganten, viele  Sorten und x-verschiedene Verpackungsgrössen. Einzelne Joghurtbecher gibt es nicht. Die allermeisten Verpackungen sind sortengemischt und meinen Geschmack treffen sie meist nicht. Die Joghurtregale füllen ganze Supermarktgänge. Aus diesen Gründen und auch wegen dem Schwindel, der mich befällt wenn ich die Zutatenliste anschaue, haben wir begonnen griechischen Joghurt nature zu kaufen. Auch diesen gibt’s ausschliesslich von den Marktbeherrschern und in einer Packung zu vier Becher. Wenigstens hat es da ausser Milchprodukte (Milch, Sahne, Milchpulver) und die Joghurtbakterien nichts anderes drin.

Mann kaufte für sein Müesli noch eine Zeitlang die aromatisierten 125 gr. Portionen, schlussendlich stieg auch er auf Nature-Joghurt nach griechischem Rezept um. Wir mischen uns selber Früchte, Kompott oder Honig rein. Ich finde das viel schmackhafter und ….  man wird sich so bewusst wieviel Zucker, Aromen und Farbstoff es braucht um die Süsse, den Geschmack und die Farbe der gekauften Joghurts zu erreichen! Endlich ist mir damit auch klar, weshalb die Produzenten diese extrem gesüssten Joghurts mit Säuerungsmittel wieder zurück säuern müssen. Sie wären ungeniessbar süss. Eindrücklich.

Vom gekauften griechischen Joghurt war es nun nur noch ein kleiner Schritt zum Selbermachen: Wir sind seit Kurzem stolze Kleinstproduzenten von Joghurt! Zwar sind wir noch in der Phase des Ausprobierens und Herausfindens wie wir die Konsistenz unserer Joghurts gerne hätten. Aber schon jetzt kann ich sagen: sie schmecken, und wie! Dabei ist es so einfach, diese herzustellen. Grundsätzlich 1 Liter Vollmilch und ein  Joghurt der vorherigen Produktion, 40°C während mindestens 8 Stunden. Voilà les yaourts faits maison!

Hier wird gerade Joghurt ausgebrütet
Hier wird gerade Joghurt ausgebrütet

Natürlich kann am Grundrezept noch herum gebastelt werden. Ich gebe etwas Sahne hinzu; man kann auch Milchpulver für etwas dickeren Joghurt zugeben, oder die Brutdauer erhöhen, oder direkt frische Früchte, Kompott, Konfitüre usw. auf den Glasboden geben bevor die Milchmischung zugefügt wird. Das werden wir in den nächsten Wochen alles durchprobieren!

Der Abfallberg wiederum ist um ein paar Becher kleiner. Die mit dem Gerät mitgelieferten Glasbehälter sind mir sympathischer und endlos wieder verwendbar. Perfekt und nachhaltiger als Becher aus irgend einem Kunststoffgemisch, die in jedem Hafen anders entsorgt werden müssen.

Mit der gekauften Maschine (also eigentlich ist es ein Brutgerät, weiter ist da ja nichts dabei) kann ich sogar Frischkäse herstellen, ich brauch nur noch Lab zu finden. Hätte ich einen Keller, stände einer eigenen, kleinen Käseproduktion nichts im Wege!