Sind wir denn Murmeltiere?

Am liebsten würde ich wirklich in den Winterschlaf sinken. Zur Zeit brauchen wir beide enorm viel Schlaf und ich ganz besonders. Die vielen Tage mit gleichförmig bedecktem Himmel machen mir zu schaffen. Dazu kamen in den letzten Tagen noch die tiefen Temperaturen.

Im Boot haben wir es von wohlig warm bis zu ziemlich frisch. Weiterlesen „Sind wir denn Murmeltiere?“

Letzte Vorbereitungen und Entenparty

Morgen geht’s los, wir ziehen provisorisch um. Es gibt mehr mitzunehmen als ich ursprünglich dachte. Eigentlich habe ich gar nichts gedacht; im geistigen Auge sah ich jedes von uns mit seinem Köfferchen in das Camping-Chalet ziehen und fertig.
Weiterlesen „Letzte Vorbereitungen und Entenparty“

Ziemlich geschafft

Gestern haben wir für Hausboot-Leute einen ziemlichen Marathon hingelegt und waren am Abend auch entsprechend geschafft. Gestartet in Gergy um 8 Uhr morgens (schon das ist eine Leistung, denn um diese Zeit ist es eigentlich für mich noch in der Nacht!), Mittags um 13 Uhr in St-Jean-de-Losne kurz angehalten um etwas zu essen und dann gleich weiter bis Auxonne.  Insgesamt 7 Stunden reine Fahrzeit für  65 Kilometer und drei Schleusen.

Höre ich da jemanden lachen? Ich weiss, für Autofahrer sind 65 Kilometer ein Klacks. Aber diese fahren ja auch nicht draussen bei Wind und Wetter und langsam fahren braucht irgendwie auch Energie! Wir fahren wenn immer irgendwie möglich vom Aussenführerstand aus, der Überblick ist einfach viel umfassender. Allerdings waren die Temperaturen gestern – und auch heute noch – alles andere als frühlingshaft, geschweige denn sommerlich. Wenigstens regnete es nicht und wir hatten in St-Jean-de-Losne für ein Stündchen genug warm um etwas geschützt auf einer Terrasse zu essen. Immerhin. Soviel Spass muss sein!

Abends waren wir alle Vier dann ziemlich müde und für unsere Verhältnisse sehr früh  schon im Bett. Trotzdem hatten wir vorher noch die Gelegenheit genutzt allen Hiergebliebenen und den aus dem Winterquartier im Süden Zurückgekehrten schnell Hallo zu sagen. Zur Zeit ist recht viel Bewegung hier. Alle die, welche noch nicht auf und davon sind, sind mindestens am Boot vorbereiten. Jeder hat irgend etwas vor, zumindest in Bezug auf die Hauptrichtung: nach Süden Richtung Midi, nach Norden Richtung Nordfrankreich, Belgien oder Holland (dahin führen mehrere Routen), oder nach Osten via Canal-du-Rhône-au-Rhin, leider immer noch wegen Hangrutsch nicht durchgehend, oder via die Vogesen. Freunde von uns sind unterwegs nach Berlin, sitzen aber seit bald einem Monat kurz vor Mulhouse fest, eben wegen diesem Hangrutsch, der den Kanal beschädigt hat. Da heisst es Ruhe bewahren und – eine wichtige Lehre für uns – sich nicht allzu fest versteifen auf einen genauen Zeitplan. Relaxed ist die Devise. Für uns manchmal doch auch noch schwierig: sich Zeit geben und lassen. Oooohhhmmmm.

Heute, mehr oder weniger ausgeschlafen, sind wir froh, gut in Auxonne angekommen zu sein und machen uns gleich daran, die verschiedenen Dinge die auf unserer Todo-Liste stehen abzuarbeiten. Heute noch ganz unspektakulär: Waschtag, Post holen gehen und den Hunden ausgiebige Spaziergänge zu bieten; obwohl, sooo fit sind diese auch noch nicht heute!