Rückschritt in den Winter

Seit 2 Wochen sind wir wiederum im Lockdown. Die nächtliche Ausgangssperre, die wir seit Dezember haben, bleibt bestehen. Da unser Boot unser einziger Wohnort ist, dürften wir unter gewissen Bedingungen zwar fahren, doch bei diesem schrecklichen Wetter würden wir sowieso nicht fahren wollen. Der Wind ist eisig und ganz egal, ob die Sonne scheint, es regnet oder schneit, es ist ungemütlich. Die nächtlichen Temperaturen liegen immer noch weit unter null Grad, die Heizung läuft auf vollen Touren. Vor einem Jahr sassen wir jeden Abend am apéritif auf dem Deck und genossen die Wärme in vollen Zügen. Das scheint jetzt alles weit weg.

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Lockdown light

Das Ziel der französischen Regierung ist zwar nicht ganz erreicht, aber die Zahlen der Neuinfektionen im Lande sind viel besser. Hier in unserem Departement der Haute-Marne verzeichnen wir seit Tagen null Neuinfektionen. Ja, richtig gelesen: 0.

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Tschü-üss

Vor einigen Wochen, mitten im ersten Teil des Lockdowns, strandete hier ein Segelboot. Der Skipper hatte nicht mitbekommen, dass das Land sich unter strenger Ausgangskontrolle befand und er somit eigentlich hätte stoppen sollen, wo auch immer er sich befand. Nur Profis sind vom Fahrverbot ausgenommen. So setzte er fröhlich seine Reise fort, bis er dann einen Kilometer von hier von einem VNF-Mann frühmorgens auf diese unangenehme Tatsache hingewiesen wurde. Ich nehme jetzt mal an, dies ausgesprochen freundlich… Eigentlich kümmert sich VNF ja nicht darum wer fahren darf oder nicht, das tut normalerweise die Gendarmerie. Aber das Segelboot, das da gemütlich vertäut bei den Silos lag, stach ihm wohl gar in die Nase!

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Guter Entscheid

Wir sind nun froh, haben wir die Weiterfahrt nach der Wiedereröffnung unseres Kanals nicht in Angriff genommen. Wir wären aus zwei Gründen wiederum gestrandet. Einmal wegen des immer noch geschlossenen Nachfolgekanals, den wir zwingend hätten befahren sollen und dann auch wegen dem erneuten Lockdown. Aus unserem Zufluchtsort, an dem wir während der Wasserknappheit im August und jetzt während des confinement geblieben sind, wird auch unser Überwinterungs-Ort werden. In meinen schlimmsten Träumen hätte ich nicht voraussehen können, dass uns das so passieren wird; eine Fahrsaison von gut 2 Monaten ist wirklich arg kurz!

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Herbst

Herbst, meine bevorzugte Jahreszeit. Ich geniesse es, wieder lange Ärmel zu tragen und vom kühleren Aussenbereich rein an die Wärme zu kommen, liebe die nebligen Vormittage und die frühe Abenddämmerung, freue mich wieder über dampfendem Tee und heissem Kakao, duftende Aufläufe und würzige Eintöpfe und an den satten, bunten Herbstfarben von Bäumen und Sträuchern kann ich mich gar nicht sattsehen. Am Abend noch ein Glas Rotwein zu geniessen und dabei einen Plaid über den hochgelegten Beinen zu haben – das ist das Nonplusultra des Wohlbehagens! Fehlte bloss das Knistern eines Kaminfeuers.

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Houston, wir haben ein Problem

Gestern Abend fing unsere Wasserpumpe an zu spinnen. Sie ging ständig für ein paar Sekunden an und stoppte dann wieder. Diese Pumpe sollte nur angehen, wenn irgendwo Wasser aus dem Tank gepumpt wird, also wir Wasser ziehen in der Küche, Bad, Waschmaschine oder so. Soweit so logisch. Weiterlesen „Houston, wir haben ein Problem“

Alles klar, soweit es klar ist

Den Rest verstehen wir nicht immer. Wir informieren uns derzeit insbesondere über die Vorgänge in zwei Ländern: der Schweiz als Heimatland und Frankreich als unser Gastland.

Die Unterschiede sind von den Massnahmen her nicht mehr gross. Die in der Schweiz sind irgendwie schwammiger als die von Frankreich, jedenfalls seit gestern Abend. Weiterlesen „Alles klar, soweit es klar ist“