Bootsführerkurs: Abschluss

Lyon ist ein schöne und sowohl kulturell als auch historisch spannende Stadt. Für eine Städtereise absolut zu empfehlen. Paul Bocuses Heimatstadt hat auch eine gute Küche zu bieten, vom High End bis zu den legendären Bouchons, tatsächlich ‚Korken‘ genannt, und gutbürgerliche Küche servierend. Die Bouchons sind urig-gemütlich, meist ohne Menu-Karte isst man, was der Koch gerade frisch ergattert und zubereitet hat. Achtung: Tisch reservieren und grossen Hunger mitbringen. Von den kulinarischen Freuden abgesehen bietet Lyon auch sonst viel Schönes. Es ist von mir aus gesehen die italienischste Stadt Frankreichs!

Ich war jedoch heute da um meine Prüfung für den Bootsführerkurs abzulegen. Kein Auge für die Stadt und ihre Schönheiten! Entgegen allen Ratschlägen mieteten wir ein Auto und fuhren damit mitten in die Stadt zur Cité Administrative de l’Etat, ein Riesenapparat von verschiedenen staatlichen Verwaltungsgebäuden. Die nette Dame von Google Maps hat uns bestens geleitet. Es war eine Art Familienausflug zurück in die Zivilisation. Hund und Mensch hatten einen leichten Schock. So viel Verkehr und so viele Menschen! Ein Jahr lang haben wir in der Pampa gelebt, auf Flüssen und Kanälen, in Dörfern und kleinen Provinzstädten, und auf einmal finden wir uns in einer von Frankreich grössten Städten. Landei ist bloss der Vorname!

Ich habe mich durchgeschlagen, den richtigen Saal gefunden, und die Prüfung hinter mich gebracht! Ich habe heute einen vagen Durchblick, wie das Ganze abläuft in Frankreich, kurz:

  • Die praktische Prüfung findet anlässlich der 3-stündigen Übungen auf dem Wasser statt.
  • Die theoretische Prüfung besteht tatsächlich aus 30 Fragen, wovon 5 falsch beantwortet werden dürfen.

Die Schwierigkeit besteht darin, abgesehen davon, dass natürlich alles in Französisch stattfindet, dass die Trainingslektionen – sei es auf Papier oder am Computer – nicht gleich aussehen und nicht identisch formuliert werden. Die Prüfungsfragen sind optisch und textlich nochmal anders! Auch findet die Theorieprüfung nicht, wider Erwarten vor einem Bildschirm statt, sondern in einem riesigen Saal mit Powerpoint auf der Screen vorne und Antwort-Tool in der Hand, welches die eigenen Antworten direkt ins zentrale Programm einspeist. Die einzelnen Slides hatten nichts gemein mit den Übungsbildern anhand derer ich jetzt tagelang geübt hatte. Nach kurzen Panik beruhigte ich mich schnell und eigentlich war es am Ende gar nicht so heftig.

Ich hab’s geschafft und ab sofort muss man auf den Wasserstrassen Europas mit mir rechnen! Leider muss ich mich wohl noch bis ins Frühjahr gedulden, aber dann will ich meinen Lieben mal an den Leinen sehen und ich stehe dann oben am Ruder und meckere herum! Ok. Das hat jetzt gut getan, aber wir wollen ja Hausfrieden und deshalb fahre ich ganz lieb weiter:

Heute Abend, trotz Erkältung, heissen Köpfen und verstopfter Nase, liessen wir es uns nicht nehmen mit „Sprudel“ anzustossen. Ich will ja keine Werbung machen, kriege auch nichts dafür, aber den Crémant de Bourgogne der Veuve Ambal heute Abend habe ich besonders genossen! Da lasse ich auch einen echten Champagner stehen, sorry, liebe Champenois! Ich gebe hier und jetzt auch gerne zu, für einmal haben wir eine ganze Flasche geleert!

Und jetzt macht sich die Anspannung der letzten Tage langsam bemerkbar (und die Flasche Rebensaft auch). Ich bin überzeugt, ich schlafe wieder mal ohne Albträume von nautischen Knoten und rot umrandeten Tafeln!

Bootsführerkurs: Halb so schlimm

Aber zufrieden bin ich nicht ganz mit mir. Der Praktische Teil des Kurses gestern war easy. Die Lehrerin war sehr zufrieden, ich eben weniger. Wie immer bin ich streng mit mir. Meine übliche lockere Haltung und der „laisser faire“-Modus ist in einem solchen Fall wie weggeblasen und ich werde auf einmal ehrgeizig! Schon oft erlebt. Weiterlesen „Bootsführerkurs: Halb so schlimm“

– fadegrad

Wir treffen oft, ich schwör!

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