Sonne!

Für drei Tage ist Sonne satt angesagt. Im Moment sehe ich keine einzige Wolke und auch keinen einzigen Kondensstreifen! Das grosse Blau! Wunderbar.

Der graue Deckel über uns ist im Nu vergessen und Leben kommt in die Bude.

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Ein Lob auf die Langsamkeit

auf das sich Einlassen und auf die Entschleunigung.

Für fleissige Leser/innen dieses Blogs ist das sicher nicht neu: wir sind langsame Reisende! Manchmal sogar extrem langsam, bis hin zum absoluten Stillstand. Gemächliche Reisende durchs Leben allgemein und auch entspannt unterwegs.

Nun stellt sich die Frage, ob es besser ist langsam unterwegs zu sein, Weiterlesen „Ein Lob auf die Langsamkeit“

Das Jetzt ist das Wichtigste

Gestern war gestern und das Morgen ist noch nicht da. Das was zählt ist das Heute!

Natürlich haben wir Erinnerungen, teils lustige, teils weniger lustige. Wir haben auch Wünsche und Pläne für die Zukunft und das ist gut so. Weiterlesen „Das Jetzt ist das Wichtigste“

Wieviel darf es denn sein?

Was streben wir eigentlich genau an in Bezug auf Glück? Viele kleine Glücks oder DAS grosse Glück? Weiterlesen „Wieviel darf es denn sein?“

Lieber den Spatz in der Hand …

… als die Taube auf dem Dach‘. An dieses Sprichwort musste ich in den letzten paar Tagen immer wieder denken.

Es gibt offenbar Menschen, die immer und ewig die Taube möchten und andere, die sind mit dem Spatz vollends zufrieden. Die Einen sehen in Allem doch noch etwas Schönes oder Lustiges, die Andern konzentrieren sich nur auf das, was nicht klappt oder das sie nicht erreichen konnten. Weiterlesen „Lieber den Spatz in der Hand …“

Schon in einem gewissen Alter

Kürzlich wollte ich mich Online irgendwo anmelden und dazu musste ich mein Geburtsdatum angeben. Nun kann man dies ja nirgends mehr einfach einfüllen, sondern muss für den Tag, den Monat und das Jahr so an einem virtuellen Rädchen drehen um das korrekte Datum einzustellen. Tag und Monat geht ja noch,
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Alles wird gut

Es ist immer dasselbe: wenn’s Probleme gibt, thematisiert man das, geht’s mal besser …. na ja, dann geht es eben besser und alles ist in Ordnung. Kein Thema mehr.

Genauso ist es mir gegangen. Wir befinden uns alle auf dem aufsteigenden Ast Weiterlesen „Alles wird gut“

Stop and Smell the Roses!

Kürzlich schrieb uns ein australischer Freund unter einen Post auf Facebook „you guys really take your time to smell the roses!

Ich kannte den Ausdruck nicht, fand ihn aber gleich toll! Im Geiste sah ich sofort meine Rosen liebende Grossmutter, wie sie von Rosenstrauch zu Rosenstrauch geht und sich zu jeder Blüte beugt und innig und mit geschlossenen Augen daran schnuppert.

Was unser Freund gemeint hat, sind natürlich nicht wirklich Rosen, sondern dass wir uns offenbar erstaunlich viel Zeit lassen, kleine Etappen machen und jede Begegnung oder kleines Erlebnis wahr nehmen und geniessen. Danke, Bruce, das ist ein wunderschönes Kompliment!

Ich konnte es nicht lassen und googelte den Ausdruck um zu erfahren, woher er kommt. Als erstes Ergebnis kam Ringo Starr, der einen Song mit diesem Namen rausgegeben hat. Wusste ich nicht. Gleich darunter ein Artikel über eine Studie der Rutgers Universität in New Jersey, die bestätigt, dass Menschen die sich Zeit lassen und die kleinen Dinge schätzen glücklicher sind als andere die dies nicht tun oder nicht können.

Die appreciation, die Wertschätzung, als kleine Schwester der Dankbarkeit, ist offenbar ein Schlüssel zum Glück. Leuchtet mir ein. Wenn wir etwas wertschätzen, können wir nicht daran vorbei hetzen. Im Gegenteil. Wir halten inne, und geniessen den Moment, das Gefühl, die Aussicht, das Gespräch, die Stimmung, das besondere Licht, den Duft, die Musik, was auch immer. Diese Momente dehnen sich aus und geben uns enorm viel. Freude, Kraft, Wohlbefinden und tiefe Zufriedenheit. Die Kunst ist also, sich Zeit zu lassen, weniger in die zur Verfügung stehende Zeit zu quetschen, den Mut haben auch mal nichts vorzuhaben oder nichts zu tun und es einfach so plätschern lassen. Diese Zeit ist nicht einfach leer oder vergeudet. Aus Nichts wird manchmal ganz viel. Ich habe mal gelesen, der Anfang der Kreativität ist die Langeweile. Da muss ich auch mal darüber nachdenken. Irgendwie gar nicht so abwegig. Die Rastlosigkeit der Welt steht uns da schon ein wenig im Weg.

Um das Tempo runterzufahren braucht man kein Sabbatical oder abzuwarten, dann mal in Rente zu sein! Der Zeitpunkt ist heute, jetzt. Die Studie wurde bei Studenten gemacht, also bei ganz jungen Leuten, die unter Erfolgsdruck sind. Und trotzdem scheint es da schon enorme Unterschiede in den Persönlichkeiten zu geben. Einige können es instinktiv und andere müssten es offenbar noch lernen: To stop and smell the roses!

Der beste Ehemann von allen

So ganz aus Spass (und vielleicht doch mit einer Prise Ernst) stellte vor einiger Zeit mein Mann den Antrag, mal einen Beitrag zu scheiben über ihn als besten (Ehe)Mann von allen. Ich habe ihn wohl ganz gross angeschaut und nicht gewusst, was ich davon halten soll, passt doch gar nicht zu ihm! „So ganz in der Tradition von Ephraim Kishon“ schickte er nach.

Aha. Der hat aber über seine Ehefrau geschrieben und erst noch satirisch!

Aber wir können es ja mal versuchen.

Mann ist ein Mann der Tat. Jedes Mal, wenn ich ein Problem habe versucht er es zu lösen, ich muss richtig darum kämpfen, es selber lösen zu dürfen. Wenn er nicht weiss, wie er mein Problem lösen könnte, ist er frustriert, und wir haben ein zweites Problem. Das geht so lange hin un her, bis wir nicht mehr wissen worum es ursprünglich ging. Natürlich ist es seine Schuld, hätte er mein Problem nicht lösen wollen, wäre das längst erledigt. Aber süss ist es trotzdem. Mit seinen eigenen Problemen ist er deutlich rationeller.

Wir haben natürlich nicht nur Probleme, sondern auch jede Menge Spass. Mann ist kommunikativ, sehr. Er kommt auf viel, viel mehr Worte als die berühmten 300 pro Tag. Eigentlich ist er eine Plaudertasche und da rutscht ihm manchmal auch sehr Lustiges raus. Wenigstens finde ICH es lustig und das ist ja sehr gut für den erfolgreichen Fortbestand einer Ehe.

Dass wir schon über 40 Jahre zusammen sind ist sein Verdienst. Ich kann nämlich eine ziemlich anstrengende Person sein. Aber er findet, eine neue Frau zu suchen wäre ihm zu mühsam, und so darf ich noch etwas bleiben. Was man hat, hat man. Sehr vernünftig von ihm und ein Glück für mich.

Er findet mich etwas zu klein geraten. Genau gesagt findet er mich „wenig grösser als klein“. Aha. Ich arbeite noch daran, leider mit keinem Erfolg. Nicht mal Absätze trage ich gern, ich kann nur hoffen, dass er altersmässig kleiner wird und mir sozusagen entgegen kommt und mich somit nicht mehr (zu) klein findet.

Neben dem Plaudern liebt er Apéros. Es hat sich so eingebürgert, vor Jahren, dass wir Abends nach der Arbeit (oder dem Nichtstun) zusammen sitzen und etwas trinken, da kann man ja auch wunderbar plaudern, und sein allfälliges Plauderdefizit aufholen. Meistens belassen wir es bei einem Glas, aber nicht immer. Wenn eine Flasche langsam zur Neige geht, dann müssen wir die gemäss Mann „ein bisschen leeren“. Was immer das heissen mag, aber zum Schluss ist diese Flasche dann ganz leer. Und wir ab und an etwas angetuttelt. Für ihn kein Problem, denn kochen tue ja ich. Immer. Er weigert sich zu kochen. Dafür kann er gut aufwaschen. Immerhin.

Er saugt auch gut Staub, aber erst wenn es wiiiirklich nötig ist, da ist meine Geduld schon etwas strapaziert. Als Gegenmassnahme lade ich einfach jemanden ein, dann geht es meist ganz schnell und sehr gründlich. Er hat den Trick noch nicht durchschaut. Pssst!

Mann kann sich ganz doll ärgern, am liebsten/besten über mich. Ich bin zu laut, zu offen, zu direkt, und  leider, leider meist verbal überlegen. Kein Wunder, wir streiten in einer Fremdsprachen für ihn, in Schweizerdeutsch. Das bringt ihn regelrecht auf die Palme. Mit der Zeit haben wir unsere Ecken und Kanten irgendwie doch abgewetzt, wir streiten weniger als früher, was er offenbar vermisst denn „wir haben ein wenig wenig Krach in letzter Zeit“. Ach ja? Nun, worüber könnten wir denn ein bisschen streiten? Streit als Spass? Oder einfach um etwas Dampf abzulassen?

Na, übertreiben wollen wir es jetzt aber nicht mit dem besten Ehemann von allen, der es schon so lange Zeit lobenswert mit mir aushält. Vielleicht gibt es ja noch eine Fortsetzung. Er soll mal erst diesen Beitrag unterschreiben.

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