Wir fangen bei uns selber an

Unser Leben an Bord wird immer nachhaltiger und das macht mich im wahrsten Sinn froh. Genau genommen macht es sogar riesigen Spass. Es ist gar nicht so kompliziert wie ich dachte! Hier unsere Erfahrungen nach etwa einem Jahr.

Wäsche: Dass ich unsere Wäsche mit Naturseife und Bicarbonat wasche habe ich ja schon mal beschrieben. Ich bleibe dabei; es klappt wunderbar, ist einfach und günstig. Weiterlesen „Wir fangen bei uns selber an“

Ach herrje!

Dieses Jahr will nichts so wie wir gerne möchten und wir sind etwas …. pissed off!

Liefe alles nach dem ursprünglichen Plan, sollten wir jetzt, auch bei ganz gemütlicher Fahrt, langsam in der Nähe von Nancy am Ende des Vogesenkanals sein. Stattdessen dümpeln wir immer noch viel weiter südlich herum.

Das liebe Knie! Weiterlesen „Ach herrje!“

Ah, tut das gut!

 

Auf einem Boot zu wohnen ist schön. Aber an Ort zu liegen und sich nicht bewegen, ist auf Dauer – nein, nicht langweilig! Trotzdem macht es uns im Frühjahr unruhig. Auch dieses Jahr gibt es Verzögerungen und meine notorische Ungeduld macht es nicht einfach, die auszuhalten. Aber Gesundheit geht vor und die vom Ehemann gibt im Moment den Takt vor.

Heute sind wir den dritten Tag in Folge unterwegs. Weiterlesen „Ah, tut das gut!“

Auch ok

Nun gut, es kann nicht immer alles so toll laufen wie gewünscht, nicht wahr? Damit es auch so richtig schön ist und alles hell und froh ist, muss es eben auch ab und zu eine Durststrecke geben.

Wir befinden uns im Moment etwas sehr im stand by. Weiterlesen „Auch ok“

Alles wird gut

Es ist immer dasselbe: wenn’s Probleme gibt, thematisiert man das, geht’s mal besser …. na ja, dann geht es eben besser und alles ist in Ordnung. Kein Thema mehr.

Genauso ist es mir gegangen. Wir befinden uns alle auf dem aufsteigenden Ast Weiterlesen „Alles wird gut“

Kopf in den Wolken

In den Siebziger Jahren (des letzten Jahrhunderts, doch, doch!), ein paar Jahre nach den 68-iger-Krawallen in Paris, zu Ende der Hippiezeit, da war ich eine Jugendliche und junge Erwachsene. Die Jahre von Schulabschluss und Ausbildung war wie für die meisten Anderen eine äusserst prägende aber auch unbeschwerte Zeit. Klar hatten wir die ganzen Umbrüche hautnah miterlebt. Weiterlesen „Kopf in den Wolken“

November-Stimmung

November. Nicht mein Lieblingsmonat, und wenn es draussen aussieht wie in diesen Tagen noch viel weniger! Wäre schön, ich könnte sagen wir hätten eine Symphonie in grau. Leider wird zur Zeit nur ein Farbton angeboten: Schmutzig-Grau.

Dafür geht es sonst gut. Ich habe mich gerade Weiterlesen „November-Stimmung“

Kulturschock VIII: Gesundheitswesen

Nicht dass ich bereits den Durchblick habe, aber eine Ahnung des französischen Gesundheitswesens habe ich mittlerweile schon.

Absolut vital ist die Carte vitale und um die muss man kämpfen. Mann hat sie schon, ich noch nicht. Aus einem einfachen Grund: Beim Antrag Anfang Jahr dachten wir mit den 2 Anträgen von uns inklusiv allen erforderlichen Dokumenten sei’s geritzt. Weit gefehlt! Weiterlesen „Kulturschock VIII: Gesundheitswesen“

Das gute Leben

Ich habe soeben etwas lifestyliges auf einem andern Blog gelesen und mich geärgert. Mal über mich, weil ich es zu Ende gelesen habe und dann über den Inhalt selber. Ich glaube, ich muss hier mal etwas los werden:

Den ganzen Hype um Lifetyle, Essen, Bodyformen etc. verstehe ich einfach nicht. Das gebe ich gerne zu. Bei all diesen Ratschlägen, Rezepten und Anweisungen stellen sich bei mir die Stacheln hoch. An alle die mir begeistert davon berichten, welchem neuesten Trend sie hinterher hecheln und was ich jetzt einfach auch mal probieren sollte …. lasst mich einfach in Ruhe und behaltet diese Kurzzeit-Weisheiten für euch. Denn der nächste Hype lauert bereits um die Ecke. Dann beginnt das alles wieder von vorne und das Alte ist so was von gestern!

Es gab Zeiten, da sass in den Meetings mindestens die Hälfte der Teilnehmenden an Mineralwasserflaschen nuckelnd da, fast mehr damit beschäftigt das Trinken ja nicht zu vergessen als mit dem Thema des Meetings. Inzwischen ist Entwarnung gegeben worden; man muss nicht soviel trinken und ja, Kaffee gilt auch als Flüssigkeitszufuhr. Die Zeiten, in denen nicht mehr gegessen sondern alles in Smoothies gepackt wurde scheinen irgendwie auch vorbei zu sein. Vielleicht haben die Zähne rebelliert? „Wir wollen endlich wieder etwas zu beissen haben, wir wollen endlich wieder …..“

Auf dem Boot lebend bin ich jetzt ja nicht mehr so nah dran, ich lese bloss davon oder sehe das auf irgend einer App. Dieses ganze Streben nach Perfektion (oder eben Optimierung) stimmt mich nachdenklich. Eigentlich ist es ja traurig, dass uns das Leben an sich und die Freude daran irgendwie abhanden kommt. Unsere Gesellschaft scheint sich dauernd mit irgendwelchen schnellwechselnden Dogmen herum zu schlagen. Denen zu folgen ist harte Arbeit. Mal ist das böse, mal etwas anderes. Die Follower haben fast etwas religiöses an sich und fühlen sich irgendwie besser, wenn sie auf etwas verzichten müssen und dies auch jedem unter die Nase reiben können. Hä? Vor allem Essen ist für einige gedanklich zur Vollbeschäftigung geworden. Ist das jetzt normal?

Die Einzigen, die davon wirklich profitieren sich doch nur diese neuen Päpste und Päpstinnen. Die „Gläubigen“ haben gar keine Chance irgend einmal ans Ziel zu kommen, da dieses und der Weg dahin ständig wechselt. Neue „Erkenntnisse“ (ich nenne dies Erfindungen) folgen sich im Takt. Von gesund zu schädlich, von Powerfood zu giftig. Verwirrend.

Klinken wir uns da doch einfach mal aus. Dafür braucht man nicht auf eine Insel zu flüchten. Gucken wir in den Spiegel und lasst uns zufrieden sein mit dem, was wir da sehen. Alle sind ok und niemand muss sich verbessern. Wir kochen selber, essen gut, abwechslungsreich und mit Vergnügen, bewegen uns so viel wie möglich und freuen uns an den kleinen Dingen. Jeden Tag. Lasst uns nett sein zu uns selber und zu andern, voilà tout – das ist die ganze Kunst.

Nach dem Abendessen, beim letzten Glas Wein. Blick vom Deck in die Abendsonne
Den Moment geniessen

Mit lieben Grüssen aus Frankreich

 

 

Happy Birthday, Julie!

Julie, Julie, Julie! Heute bist du 23 Jahre alt. Gut gemacht, Mädchen!

Wer hätte das gedacht, als ich dich damals im Tierheim abholen kam. Du warst gerade 8-9 Wochen alt und ein mickeriges kleines Ding. Ich nahm dich auf den Arm und von der sicheren Höhe aus fingst du sofort an, jede Katze die im Tierheimbüro auftauchte, ob gross oder klein, anzufauchen. Ganz so als wolltest du sagen „he, das ist jetzt mein Mensch, verduftet!“

Heute, so viele Jahre und Erlebnisse später siehst du als alte Katze immer noch fit aus. Die Gelenke sind zwar nicht mehr ganz was sie einmal waren, aber deine Farben im Fell leuchten und glänzen immer noch in der Sonne.

Als wir zu planen begannen, in 2 Jahren auf ein Hausboot zu ziehen, haben wir nicht gedacht, dass du uns noch vor eine riesige Gewissensfrage stellen wirst: Mitnehmen oder eine neue Familie suchen? Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen. Aber wenn ich sehe wie gut und schnell du dich bei Aurélie und ihrer Familie eingelebt hast, sogar nochmals ein paar hundert Gramm zugenommen hast, denke ich, dass der Entscheid richtig war: Dir ein Einleben auf dem Boot nicht mehr zuzumuten und statt dessen eine liebe, neue Familie zu suchen! Es geht dir richtig gut und bist wie eh und je verschmust und anhänglich.

Wir wünschen dir noch viele, viele gesunde Tage, auf dass du weiterhin wohlig in der Sonne liegen kannst um deine alten Knochen zu wärmen, und viele caresses, Streicheleinheiten, deiner neuen Familie, die so gut zu dir schaut!

♥♥♥ Alles Gute und Liebe! ♥♥♥