Wasser von allen Seiten

Unsere Reisephilosophie wird im Moment arg geprüft; wir kommen einfach nicht voran. Das Motto ist zwar Eile mit Weile, aber zur Zeit ist sehr viel Geduld angesagt, und mit der Weile meinten wir eigentlich nie kleine Ewigkeiten.

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Unvorhergesehenes

Nicht das Wetter, nein. Dieses ist seit gestern wie es sein sollte; noch etwas kühl, aber schön – so schön und klar, dass es fast unwirklich ist. Wie eine Postkarte.

Endlich können die Sonnendächer wieder rauf

Weshalb nur kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir trotzdem irgendwie einfach nicht vorwärts kommen. Ich komme mir vor wie in einem Leben in Zeitlupe. Ständig, von Tag zu Tag, entscheiden wir doch nicht zu fahren. Wir hatten tausend Gründe dafür: erst die Impfungen, dann zu kalt, zuviel Wind, zu viel Regen, oder gleich alles zusammen. Es ist wie verhext, und nun kommt noch eine überraschende Nachricht dazu: Merry musste unverzüglich operiert werden.

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Heizungs-Story, das Ende

End of story, hoffentlich! Es wäre nun wirklich an der Zeit nach unserer Pechsträhne! Denn pünktlich zum schönem und sehr mildem Wetter, haben wir unsere Zentralheizung zurück.

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Kulturschock X: am langen Arm der Ämter

Wir sind uns seit langem nicht mehr täglich bewusst, im Ausland zu leben. Aber hin und wieder wird dies uns wieder brutal in Erinnerung gerufen. Zu Beginn waren wir darauf eingestellt, auf das eine oder andere Hindernis zu treffen, in Unkenntnis der hiesigen Vorschriften mal in Schwierigkeiten zu geraten oder endlos herumfragen zu müssen. Aber jetzt, nach vollen 3 Jahren, ist das Leben in Frankreich einfach die neue Normalität.

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Wir fallen auf uns zurück

Gerade habe ich einen sehr schön und eindrücklich geschriebenen Artikel von Cristina Comencini, einer italienischen Schriftstellerin, gelesen. Sie beschreibt da eindringlich, wie sich die aktuelle Situation in Italien auf die Menschen auswirkt.

Man muss sich das vorstellen; da sind auf einmal sämtliche Familienmitglieder zeitgleich zuhause, über lange Wochen, Ehepartner, Jugendliche und Kinder. Vielleicht ist auch niemand da und man ist ganz auf sich alleine gestellt. Weiterlesen „Wir fallen auf uns zurück“

Ach herrje!

Dieses Jahr will nichts so wie wir gerne möchten und wir sind etwas …. pissed off!

Liefe alles nach dem ursprünglichen Plan, sollten wir jetzt, auch bei ganz gemütlicher Fahrt, langsam in der Nähe von Nancy am Ende des Vogesenkanals sein. Stattdessen dümpeln wir immer noch viel weiter südlich herum.

Das liebe Knie! Weiterlesen „Ach herrje!“

Wir sind die Grössten!

… die grössten Feiglinge, meine ich.

Gestern Nachmittag sind wir in Chalon-sur-Saône angelangt. Bestens bekannter Hafen für uns. Hier haben wir ziemlich genau vo einem Jahr 10 Tage warten müssen um in den Canal du Centre einfahren zu können. Das Schleusentor war einige Stunden bevor wir davor ankamen kaputt gegangen und musste repariert werden. Chalon ist ein angenehmer Liegeplatz, aber wir wollten eigentlich bloss übernachten und dann weiter gen Norden. Wir, respektive mein Mann, hat einen Termin in einer Woche; die Infektion in seinem Knie soll endlich angegangen werden. Als Liegeplatz währenddessen haben wir Auxonne auserkoren.

Die Wetterprognosen für diese Woche sind schlecht, das wussten wir. Aber eben, der Termin in Dijon. Von Pont-de-Vaux gings in zwei Etappen bis hierher. Zeitweise heftiger Gegenwind, Sonne und zwischendurch ein paar Tropfen, und eisig kalt!

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Oho, da hat jemand Reisefieber!

Unser Nervenbündel von Hund ist reisefertig!

Bislang war er stets völlig durch den Wind, wenn wir den Motor anliessen. Unklar zu sehen, ob er sich nun aufregte weil er sich freut oder ihm etwas bange ist. Weiterlesen „Oho, da hat jemand Reisefieber!“

Ich kann’s fast nicht glauben!

Wir haben wieder eine vollständige Küche! Wie schön :-). Was unserer Freude von heute voranging ist ein Drama in vier Akten! Weiterlesen „Ich kann’s fast nicht glauben!“

Auf in die letzte Woche!

Unsere Vertreibung hat bald ein Ende. In diesem Kabäuschen (Hobbit-Häuschen) hier auf terra ferma zu wohnen fällt mit zunehmend schwer. Es ist und bleibt ein Ferienhaus. Gedacht für einen Urlaub von ein, zwei Wochen. Uns fehlt es an allen Ecken und Enden an Platz und das macht uns zunehmend rumpelig. Ich bin es Leid mich nur seitwärts bewegen zu können wenn ich ums Bett herum gehe. Morgens das Bett machen wird so zur Turnübung. Ich habe genug davon, dass alles ständig auf dem kleinen Esstisch liegt und nur dieser eine Tisch als Ablagefläche zur Verfügung steht. In der Küche hat es zwar jede Menge riesige Pfannen, jedoch keinen Backofen. Nur ein Mikrowellengerät der ersten Generation. Mein Backofen fehlt mir! Bei mir läuft der, ausser gerade in der heissesten Jahreszeit, sonst fast jeden Tag. Auch fehlen mir gute und scharfe Messer und richtige, solide Rüstbretter. Das eine und einzige hier ist 100 Jahre alt. Solange wir noch Zugang hatten, sind wir alle paar Tage die Leiter rauf aufs Boot gestiegen und haben geholt, was uns hier am dringendsten fehlt. Eine richtige Reibe zum Beispiel. So ein simples Teil! Ich hatte genug davon mir mit der kleinen, billigen Urlauber-Multipurpose-Reibe alle Finger aufzureissen. Ich freue mich auch auf unsere Dusche. Hier ist eine Kabine eingebaut in der ich jedes, wirklich jedes Mal wenn ich mich drehe oder bücke den Hebel der Armatur verstelle. Plötzlich kommt eiskaltes, heisses oder gar kein Wasser mehr.

In diesen Wochen haben wir beide auch irgendwie unsere Energie verloren. Zuhause gibt es immer etwas zu tun, und lesen, Filme schauen, surfen oder aufs Handy gucken sind entweder Freizeitgestaltung oder etwas für kurz nebenbei. Hier sind uns die Hände gebunden und wir werden immer schlapper, haben ständig das Smartphone oder das Notebook vor der Nase. Nicht gut für uns. Ich fühle mich langsam wirklich wie im Exil.

Das Hobbit-Häuschen ist zwar süss und eigentlich – für ein Ferienhaus – ganz hübsch eingerichtet. Für eine Woche oder 10 Tage ist das toll. Vor Allem wenn man auch ein wenig draussen sein könnte. Es hat eine nette gedeckte Terrasse und das Gelände rundum ist wirklich sehr schön. Es ist ruhig und die vielen Bäume zaubern jetzt im Herbst eine bunte Aussicht aus jedem der Fenster. Für die Hunde ist dieser Ort ideal als Zwischenlösung. Wunderschöne grosse und kleine Doggie-Runden gleich von der Haustüre weg. Aber für uns werden die 6 Wochen lang!

Na ja, wenn das Ende langsam in Sicht kommt, sinken Geduld und Gelassenheit gegen den Nullpunkt. Ist wahrscheinlich ziemlich normal, dass wir jetzt einfach nur noch nach Haus(boot) wollen.♥

Am Freitag kommt unser Hausboot wieder ins Wasser, bis dann stehen alle Kisten und Taschen fix und fertig gepackt auf der Terrasse, parat zum Transport nach Hause. Aber garantiert!