Durchatmen

Uff, die hohen Temperaturen haben übers letzte Wochenende merklich nachgelassen! Am Samstag war es noch tropisch heiss und feucht, die Nacht auf Sonntag noch viel zu warm um ordentlich durchzuschlafen und am folgenden Morgen dann die (angekündigte) Überraschung: ein frischer, kühler Tag! Was bin ich froh, denn hier im Hafen gibt’s es für uns gar keinen Schatten. Das Boot auskühlen können wir einzig über Nacht und das ist mit nächtlichen Temperaturen von um die 20°C wirklich nicht einfach. Frühmorgens hatten wir drinnen stets noch tropische Bedingungen und das ist hoffentlich jetzt vorbei.

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Gemütlich südwärts

Auf unserer Rückfahrt Richtung Süden erweist es sich einmal mehr: dieselbe Strecke von der andern Seite zu erleben ist nicht langweilig! Wir entdecken laufend Landschaften und Aussichten die wir so noch nicht gesehen haben. Das Wetter ist anders, die Tageszeit auch und die eigene, momentane Stimmung ist nicht dieselbe. Manchmal sind wir eben mehr auf „Empfang“ als sonst. Weiterlesen „Gemütlich südwärts“

Sackgasse: The point of return

Zwischen Fouchécourt und dem Wendepunkt unserer Reise wollten wir unbedingt nochmals wild übernachten und hatten unsere liebe Mühe einen Platz zu finden. Überall waren die Ufer zugewachsen, oder das Gras stand hüfthoch und so wollte ich nicht auf das Ufer springen, zudem die meisten Uferbereiche Hanglage aufwiesen. Ein Problem-Knie in der Familie reicht! Wir fanden dann doch noch etwas: bei Ormoy unter Pappeln, bloss 5 km vor dem grossen Etappenziel, und bloss halbwild, aber immerhin. Dafür blieben uns dann am nächsten Tag bloss eine Kurzstrecke bis Corre, wo wir uns ein relativ schattiges Plätzchen sichern konnten. Weiterlesen „Sackgasse: The point of return“

Ländliche Idylle

Keine Ahnung, wann dieser Beitrag ins Netz gehen wird und ich wieder publizieren kann. Offensichtlich kommen wir immer etwas weiter weg von gut abgedeckten Zonen. Trotzdem wir zwei verschiedene Internet-Anbieter haben, funktioniert keiner von beiden im Moment so richtig. Vielleicht sollten wir uns gelegentlich nach einem Booster umsehen, um besser versorgt sein. Sache ist, wir haben beide Sachgebiete von denen wir wirklich etwas verstehen, aber das Internet gehört nun wirklich nicht dazu. Wir erwarten einfach, dass es funktioniert und wenn nicht schauen wir in die Röhre, oder eben auf die nächste Kuhweide. Hier zur Zeit also Out-of-net statt Internet.

Abgesehen von diesem Luxusproblem gefällt es uns hier sehr. Weiterlesen „Ländliche Idylle“

Zügig langsam

Wir haben unseren alten Rhythmus wiedergefunden. Einige Tage fahren und dann ein paar Tage Ruhe (von der Ruhe) einschalten. Böse Zungen behaupten von langsam zu sehr langsam. Uns ist’s egal. Die Ambitionen sind relativ klein und da wir immer wieder Termine wahrzunehmen haben, rechtfertigen sich die Pausen sowieso! Weiterlesen „Zügig langsam“

Radtour zu viert

Egal, heute ist es zwar bei weitem nicht strahlend schön, aber es herrscht eine angenehme Temperatur; nicht kalt, nicht warm. Also los, Fahrräder abgehängt und Pneus aufgepumpt. Heute bringen wir unsere Hunde etwas auf Touren! Sie lieben es, wenn wir sie mitnehmen auf ein kleine Radtour! Weiterlesen „Radtour zu viert“

Eine herrliche Fahrt

hatten wir heute Vormittag. Es wurde ein sehr heisser Tag gemeldet, wieder bis zu 33°C. Also starteten wir gleich um 9 Uhr. Ihr wisst, das ist sehr früh für mich. Ich musste gleich nach sieben aufstehen!

Auf spiegelglatter Saône glitten wir südwärts. Es war noch frisch und ein strahlend blauer Himmel sorgte für eine wunderschöne Morgenstimmung. Wir rechneten in gut 3 Stunden am geplanten Hafen anzukommen. Ich genoss die Fahrt und die Morgenluft in vollen Zügen. Überraschenderweise änderte das nach einem weiten Flussbogen auf einen Schlag: ein heftiger Südwind blies uns ins Gesicht, der Fluss war nunmehr alles andere als glatt. Die Wellen, die der Wind gegen die Strömung aufbaute, zeigten ab und an sogar Schaumkrönchen. Dem grossen Hund, Janusz, gefiel das dann überhaupt nicht mehr, die Kleine schlief indessen selig weiter. Er hingegen fing an herum zu tigern; er hasst das Schlagen der Wellen an den Rumpf. In der Tat, es rummste und schlug, Gischt flog am Bug auf. Trotz der beginnenden Hitze spürten wir sie in diesem Wind kaum. Erst in der Schleuse von Ormes, etwas geschützt, von den Mauern, merkten wir etwas davon und dann natürlich später, nach dem Anlegen. Für die Fahrt wendeten wir am Schluss eine Stunde mehr auf als geplant. Nicht nur wegen dem Gegenwind. Den einzigen Schleusengang auf der Strecke teilten wir mit zwei anderen Booten. Die Leute im Boot gleich hinter uns, vertäuten ihr Boot fest (wir schleusten runter). Zum Glück bin ich stets neugierig und gucke, wie andere das machen. Hätte der Schleusenvorgang schon eingesetzt, sie hätten sich glatt aufgehängt! Der Schleusenwärter gab anschliessend eine Durchsage über die Lautsprecher, die niemand verstehen konnte. So stieg er denn von seinem Turm herunter und korrigierte das eben erwähnte Boot, respektive dessen Crew: sie hatten eine Leine um den Lautsprecherpfosten gelegt, gleich neben einem Poller! Also, wie blöd kann man denn noch sein? Die Leinen darf man nicht wahllos um jedes senkrechte Objekt in der Nähe legen! Endlich gings doch noch los (runter) und ich konnte nicht mehr nach anderen gucken. Keine Zeit, hatte genug zu tun mit dem eigenen Boot, das partout nicht ruhig an der Schleusenwand liegen wollte! So eine Schleuse mit 180 Metern Länge und 16 in der Breite kann auch ihre Tücken haben.

Die Abenteurer aus der Schleuse blieben dann eine weitere Stunde hinter uns. Lieber hinter als vor uns. Unglaublich wie sorg- und arglos sich manche Mietboots-Kapitäne auf diesen Gewässern benehmen. Hier über die durch grosse Pfeiler ausgezeichnete Fahrrinne hinaus fahren, da, hoppla, diesen Pfosten hätte ich jetzt fast übersehen, und ja nie die Flussbiegungen in einer eleganten Linie ausfahren, sondern im Zickzack, ist doch viel lustiger, und auf welcher Seite ist schon wieder die grüne und auf welcher die rote Markierung? Ach, egal, es hat ja überall Wasser! Wir liessen dieses Boot dann in Tournus gerne an uns vorbei ziehen. Ich hoffe, sie kommen heil an. Wo auch immer.

Ich frage mich, wie solche Piloten sich auf der Strasse bewegen. Die wünscht man sich ja nicht gerade im Gegenverkehr, nicht?

Die Fahrt auf dem breiten Fluss, ohne gefühlt alle paar Minuten eine Brücke, eine Schleuse, eine enge Stelle mit Gegenverkehr wie in den Kanälen meistern zu müssen … wunderschön entspannend. Kilometerlang nur Fluss und Landschaft, wenn Gegenverkehr, dann sieht man den schon lange zum Voraus! Die Brücken sind hoch und weit. Bedenkenlos kann darunter durch gefahren werden (wobei es von Vorteil ist, dort durchzufahren wo die Durchfahrt auch angezeigt ist), keine Bedenken mehr haben müssen wegen der Höhe oder Breite des Boots! Herrlich! Einfach fahren, sich den Wind durch die Haare streichen lassen, den Fischern zuwinken und Ausschau halten nach Wasservögeln. Die frei am Ufer weidenden und ruhenden Charolais-Rinder begeistern mich heute noch, immer wieder. Mann lacht mich jeweils aus wenn ich rufe: „schau, Kühe!“, wie eine Dreijährige. Tja, jedem seine kleine Freude.

Diese beiden hinter uns werden etwas später mit uns in die Schleuse einfahren
Diese beiden werden mit uns in die Schleuse einfahren
Da kommt das Ausflugsboot von Pont-de-Vaux! Der Kapitän kommt extra raus um uns zu winken!
Da kommt das Ausflugsboot von Pont-de-Vaux! Der Kapitän kommt extra raus um uns zu winken!
Schau, Kühe! Charolais-Rinder am Ufer der Saône
Schau, Kühe!

Vor einem halben Jahr hatten wir genug vom breiten Fluss und Sehnsucht nach den Kanälen. Diese genossen wir jetzt über 3 Monate lang und heute, zurück auf der Saône,  freuen wir uns wieder über das Fahren auf einem Fluss. Beides hat seinen Reiz und Charme! Und ich mag beides gerne.

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