Aus Fieberwahn wieder aufgetaucht

Es hat mich wieder mal erwischt, diesmal im Hochsommer. Vor Jahren hatte ich das erste Mal in meinem Leben erfahren, was eine Grippe ist. Eine Richtige. Ein Hammerschlag. Weiterlesen „Aus Fieberwahn wieder aufgetaucht“

Wir sind halt nicht mehr so effizient

So seufzt mein Allerliebster beim Abendessen. Da hat er recht. Seufz.

Wenn man so aus dem Arbeitsraster fällt und plötzlich viel Zeit hat, gibt es mehrere Optionen (Ironie ein): Weiterlesen „Wir sind halt nicht mehr so effizient“

Es läuft nicht alles rund

Wir sind frustriert – vor allem Mann! Na ja, ich auch, aber weniger; bei uns läuft es stets ähnlich ab: einer von uns nervt sich total und der andere hält sich zurück. Meist bin jedoch ich diejenige, die erst mal so richtig Dampf ablassen muss. Erst danach kann ich mich konzentrieren und nach einer gesunden Lösung suchen. Mann ärgert sich eher still und dafür lange. Das ist mir fremd und manchmal etwas unheimlich. Ärger finde ich arg. Zorn, Wut und Frustration kenne ich, aber wenn jemand sich so ausgiebig ärgert irritiert mich das, es scheint mir so fruchtlos. Ärger befreit nicht und frisst einen auf. Keine Ahnung weshalb es Bücher gibt mit dem Titel „Ärgern ist gesund“ oder so ähnlich.

Nun denn: Auf gestern haben wir ein Fahrzeug organisiert um einige Dinge zu erledigen. Alles war abgemacht: die Räder bringen zum ersten Service, das Austauschmöbel – 4 Schubladen anstelle vom Geschirrspüler – abholen und 2 Lampen kaufen um die Arbeitsfläche in der Küche besser auszuleuchten. Mann war enthusiastisch und sozusagen in den Startblöcken und im Geiste schon mit einem Schraubenzieher bewaffnet. Vorgestern erfuhren wir, dass der Fahrradladen wegen Ferienabwesenheiten nicht genug Personal hat um den Service der Räder noch am selben Tag wie abgemacht zu machen. Wir hätten sie zu Anfang unserer Fahrt in der Werkstatt abgegeben und am Ende vor der Rückfahrt wieder abgeholt. Schön geplant und trotzdem war’s nix. Das verschiebt sich wohl auf Herbst.

Also direkt zum Küchengeschäft um das Möbel abzuholen. Ich freue mich auf darauf, weil es uns erlauben wird noch einiges Herumliegendes sauber zu verstauen. Klappt wunderbar, alles ist bereit und zügig verladen. Dann die Lampen, die Fernsteuerung und die Kabel, alles vorgegoogelt und an Lager. Natürlich mussten wir noch für einen Grill schauen (noch nicht entschieden – scheinen alle riesig und Platz ist Mangelware) und ich musste dringend durch alle Abteilungen mit Windlichtern, Sitzkissen und Deko. Wenn schon, denn schon. Mann die ganze Zeit schon etwas zappelig (der virtuelle Schraubenzieher in der Hand hatte es offensichtlich eilig!).

Kaum zu Hause auf dem Boot, wo wir einen lieben Nachbar mit einem Apéro zum tragen helfen korrumpieren konnten, kommt die Ernüchterung: Die Möbelfronten haben die falsche Farbe! Da nützt alles ins Licht rücken, drehen und wenden nichts. Die Fronten haben nicht unsere Farbe dunkel-blau-grau, sondern einfach grau! Zwei sehr lange Gesichter standen um das Ding herum. Ich habe dann gleich die Pausetaste gedrückt: jetzt trinken wir erst mal etwas mit unseren Nachbarn und dann sehen wir weiter.

Nach zwei sehr lustigen, englischen Stunden und dem feinen Wein war die Farbe des Küchenmöbels leider immer noch falsch. Ok. Morgen (also heute) mal alles abklären mit dem Lieferanten. Dann halt mal die Lampen, die müssen ja auch noch montiert werden. Alles ausgepackt und bereitgelegt, und ich sehe Mann erbleichen. Was ist los?

„Ich glaub’s ja nicht“ „Was?“  „Ich Idiot“  „WAS?“  „das ist alles falsch“  „WA-AAAS?“

Ich bin elektrisch nicht sehr bewandert und auf einem Boot ist das noch etwas komplexer als in einem Haus. Es ist so: Wir haben Lampen, die sind ganz normal mit 220 Volt, dazu so typische Boots-Einbauleuchten in der Decke mit Niedervolt. Die Lampen, welche wir gekauft haben, hätten an die Stelle der Niedervoltleuchten kommen sollen, sind aber Nicht-Niedervolt-Lampen! Tja, ich koche wohl noch eine Weile im Halbdunkel 😦 Das Kochen an sich ist kein Problem, aber ich sehe die Anzeigen auf dem Kochfeld in der Nacht nur mithilfe einer Taschenlampe und ich finde das jetzt langsam nicht mehr originell und lustig!

Heute früh sind wir mit einer etwas besseren Stimmung erwacht und haben die Probleme mit kühlem Kopf analysiert: neue Schubladendoppel in der richtigen Farbe sind bestellt, wir können den Korpus mit den falschen Schubladenfronten montieren und später bloss die Fronten auswechseln. Da bin ich wirklich froh, so können wir doch mal einiges wegräumen (all die Ladegeräte, zum Beispiel). Die Lösung für die Lampen ist noch nicht ganz da, aber Mann versichert mir, es sei in the process. Das ist ja schon mal ein Anfang und nicht so schlimme Aussichten. Die Taschenlampe bleibt aber erst mal griffbereit beim Kochfeld liegen.