Hier die Antworten

Wir haben den Abschied von der Schweiz und unser neues Leben auf dem Hausboot über ein Jahr lang vorbereitet und in dieser langen Zeit war dieses neue Unternehmen natürlich immer wieder ein Thema mit Freunden und Kollegen. Dabei gab es an Reaktionen so ziemlich alles, von purer Skepsis bis heller Begeisterung. Wir sind da ja vielleicht ein wenig naiv und haben uns nicht viele Sorgen gemacht um das „wie das dann genau sein wird“ (kommt eh ja anders!). Die Vorabklärungen für die Ausreise, der Verkauf des Hauses, die Entledigung aller unserer nicht mehr benötigten Besitztümer, nahm viel mehr Zeit in Anspruch als die Planung des zukünftigen Lebens.

Die zum Teil lustigen, spontanen oder auch berechtigten Fragen oder Bemerkungen, die wir zu hören bekamen, können wir nun aus Erfahrung beantworten:

Wie machst du das mit den Kleidern? Weiterlesen „Hier die Antworten“

Der Hafen, die Boote und die Menschen

Der Hafen

Hier im Hafen von Auxonne, wo wir den Winter verbringen, sind von den 150 Boots-Plätzen die meisten belegt. Nur die Gästeplätze bei der Einfahrt sind im Winter leer. Viele Boote sind für die kalte Periode stillgelegt, andere jedoch sind bewohnt. Auf einem knappen Dutzend Booten Weiterlesen „Der Hafen, die Boote und die Menschen“

Mein Bullet Journal

Ich habe seit einigen Jahren eine Passion, die mich auch aufs Hausboot begleitet hat: ich führe ein Bullet Journal. Die meisten kennen das sicher oder haben zumindest schon davon gehört. Für die, die jetzt völlig ahnungslos sind: es ist eine Art selbstgemachte Agenda, genau auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt und wandelbar.

Meine Bullet Journals haben sich über die Jahre gewandelt. Manchmal vollgepackter Termin- und Aufgabenkalender, dann eher Tagebuch in einem knappen Stil, ein Weiterlesen „Mein Bullet Journal“

Bordküche: Gemüse-Risotto

Ihr habt es wohl gemerkt: meine Bordküche beschränkt sich (nicht immer, aber oft) auf eine einzige Energiequelle, sei es auf ein Kochfeld oder den Backofen. Auf dem Boot haben wir nicht endlos Energie, so muss taktisch vorgegangen werden! Geht absolut problemlos.

Ein Risotto ist ein einfaches Gericht, relativ schnell zubereitet und immer lecker. Dieser hier ist erst noch gesund. Die Angaben sind wiederum für 2-3 Personen (Vorspeise 3, Hauptgang 2, vor allem mit einem so guten Esser am Tisch wie bei uns!)

Zutaten und Vorgehen:

  • etwas Butter
  • eine kleine Zwiebel oder Schalotte gehackt
  • eine Tasse *Risotto-Reis, z.B. Carnaroli
  • eine Karotte, ein Lauchstengel, ein Zweig Stangensellerie, ein paar grüne Bohnen, alles kleingeschnitten
  • eine Knoblauchzehe, gehackt

Die Zwiebel in der Butter auf nicht zu hohen Temperatur andünsten. Dann erst den Reis dazugeben, weiterdünsten. Dann das Gemüse und zum Schluss noch den Knoblauch.

1/2 lt. heisse Gemüsebrühe (alternativ Hühnerbrühe)

Die Reis-Gemüsemischung mit der Hälfte davon ablöschen. Auf mittlerem Feuer köcheln, regelmässig umrühren. Flüssigkeit nachgeben, sobald es zu trocken wird. Nach ca. 15 Minuten – der Reis sollte noch gut bissfest sein

  • 1 guten Schuss Malaga oder Madeira (optional)
  • 1 dl Milch
  • eine Handvoll frisch geriebenen **Parmesan
  • gehackte Petersilie

dazugeben, gut umrühren und den Risotto auf kleinem Feuer eher ziehen lassen als kochen. Öfters umrühren. Dies, bis ein Reiskorn gerade noch so Biss hat und das Ganze sämig ist. Keinesfalls den Risotto trocken werden lassen (notfalls mit dem Rest Brühe oder Milch nachhelfen). Am Schluss mit

  • Pfeffer aus der Mühle, und evt. etwas Salz, abschmecken

Sofort servieren. Am Tisch Parmesan zum selber reiben und Pfeffer aus der Mühle anbieten.

*Es lohnt sich, eine gute Reisqualität zu kaufen. Risotto-Reis muss regelmässig garen und keinesfalls aussen matschig und innen noch hart sein.

**Frisch geriebener Parmesan oder auch Grana Padana ist nicht zu vergleichen mit den Sägespänen, die in den Supermärkten angeboten werden. Im Kühlschrank bleibt so ein gutes Stück ewig.

 

 

 

Das bisschen Haushalt an Bord

Auch auf einem Boot muss der Haushalt geschmissen werden. Die Escapade ist gut eingerichtet, hat allerdings gegenüber den meisten anderen Booten eine Besonderheit: wir kochen, backen und kühlen nicht mit Gas aus der Flasche sondern mit Strom. Dies führt dazu, dass wir, trotzdem wir die Kapazitäten erhöhen liessen, nicht in jedem Fall die verschiedensten Geräte völlig sorglos miteinander laufen lassen können. Weiterlesen „Das bisschen Haushalt an Bord“

Tiny Houses, back to the Basics

In den letzten ein , zwei Jahren habe ich mich von Tiny Houses faszinieren lassen. Auf dieses Thema kam ich rein zufällig weil ich raffinierte Lösungen suchte für den Umbau unseres Bootes. Eine der dringendsten Fragestellungen war damals die effiziente Stauraumplanung und die intelligente Aufteilung der Räume. Ich wollte unbedingt so planen, dass wir jedes unseren Arbeitsplatz haben und uns nicht auf den Füssen herumstehen. Wir brauchten Platz um uns auch mal zurückziehen zu können, viel Stauraum für die Dinge die es in einem Haushalt nun halt mal braucht, plus Raum für unsere Sachen die wir für Freizeitaktivitäten brauchten.  Schliesslich benötigten auch unsere zwei Hunde Schlafplätze, auf denen sie ihre Ruhe haben und sich doch nicht ausgeschlossen fühlen würden. Ich war auf Pinterest, googelte was das Zeug hielt und kam so irgendwie auf diese YouTube-Filme über die Tiny Houses und ihre Menschen. Weiterlesen „Tiny Houses, back to the Basics“

Wir sinken wieder

Das Wasser geht zurück. Wahnsinnig schnell. Gestern früh haben wir gehört, dass das Wasser stromaufwärts in Gray am sinken ist und haben ausgerechnet, bei uns könnte das in 12 bis maximal 24 Stunden auch der Fall sein. Da waren wir noch auf ca. 2.5 Meter über normal. Die Gangway, die sont eine fast unangenehmen Steigung aufweist, war fast eben und die Rampe voll. Auf dem Uferweg konnten wir gerade noch 20 Meter gehen.

Tatsächlich fing der Wasserspiegel gestern am späteren Nachmittag an zu sinken. Heute Morgen lagen wir bereits deutlich unter dem 2 Meter-Strich und seht wo wir jetzt liegen. Nur noch auf 70 cm über dem normalen Wasserstand.

Heute Nachmittag haben wir das erste Mal wieder den allerdings noch verschlammten Uferweg begehen können. Wir haben sogar ein paar verzweifelte Fische gerettet, die da in den letzten wassergefüllten Senken keinen Ausweg mehr fanden.

Das erste Mal haben wir Hochwasser von einem Boot aus erlebt. Wir stiegen mit dem Wasser, unsere Aussicht vom Boot aus vergrösserte sich; jetzt sinken wir und nach und nach verschwindet der Rundblick wieder. Für die Menschen hier war das Hochwasser auch aussergewöhnlich. Viele kamen hier an den Hafen um sich das anzusehen. Jetzt sind wir einfach froh, ist es bald vorüber und ausser den Landschäden ist nichts passiert.

In St-Jean-de-Losne, weiter flussabwärts, allerdings steht die Entspannung der Lage noch aus. Das Bild unten hat uns heute Mittag erreicht. Noch völlig überfluteter Uferbereich und Felder.

Die Stadt liegt wie ein Insel in den Fluten. Rechts die übervolle Saône, links unten der Zugang zum Canal de Bourgogne, darüber der Hafen. Unter den Brücken ist eine Durchfahrt nicht mehr möglich.
Die Stadt liegt wie ein Insel in den Fluten. Rechts die übervolle Saône, links unten der Zugang zum Canal de Bourgogne, darüber der Hafen. Unter den Brücken ist eine Durchfahrt nicht mehr möglich. (Bild von Mairie de St-Jean-de-Losne)

 

Kulturschock II: zurück zum Start

Bürokratie ist in keinem Land lustig. Ich finde, in Frankreich schon. Ich will mich hier absolut nicht lustig machen über unser Gastland. Aber es bleibt uns nichts anderes übrig als uns zu freuen ob der Komplexität der Aufgabe sich hier niederzulassen mit allem was dazu gehört.

Am Anfang war das ziemlich Brennendste ein französisches Handy. Wir dachten easy peasy, ab in ein Handygeschäft und die Sache ist geritzt. Sehr naiv von uns. Erst ging es flott voran, das ausgesuchte Handy lag schon auf dem Tresen, dann stockte es. Wir hatten keinen R.I.B. Weiterlesen „Kulturschock II: zurück zum Start“

Mitglieder der Crew: Merry und Janusz

Diese zwei haben schon einiges erlebt. Aus Polen und Ungarn stammend, verlassen oder verstossen, aufgegriffen und aufgepäppelt und schliesslich auf langem Weg in die Schweiz gekommen. Dann ein neues Heim, alles ist ein wenig fremd und neu und fast alles musste von Grund auf erlernt und erfahren werden. Und jetzt leben sie auf einem Hausboot und finden es toll! Sie haben sich ans Leben auf dem Wasser angepasst als ob sie nie etwas anderes gekannt hätten. Das Leben an Bord und das fahren mit dem Wind im Fell macht Spass. Das tollste sind aber nach wie vor die Landgänge, nur dass hier nicht die nächste Spelunke angepeilt wird sondern der nächste Baum!

Bordküche: Cannelloni mit Lauch

Ich mag Cannelloni fast lieber als Lasagne. Eigentlich kommt es auf dasselbe heraus, nur finde ich, Cannelloni können besser serviert werden. Bei Lasagne flutschen die Schichten meist voneinander und das sieht in den Tellern unschön aus.

Überbackene Cannelloni mit dem, was heute der Kühlschrank hergibt:

Für eine Auflaufform von ca. 20/28 cm, für 2-3 Personen.

  • 12 Cannelloni-Röhren
  • 100 gr. Beinschinken, in Würfelchen
  • 100 gr. würziger Käse, in Würfelchen
  • 2 Lauchstangen, ganz klein geschnitten (der Länge nach in 4 oder 6 Teile und dann quer kleinschneiden)
  • 200 gr gehackte Tomaten aus der Dose
  • 120 gr. Nature-Joghurt
  • 1,5 dl Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • geriebener Parmesan nach Belieben

Die Form mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Cannelloni mit einem Teil der gehackten Schinken-Käse-Lauch – Mischung locker füllen. Nebeneinander in die Form legen. Den Rest der Mischung darüberstreuen. Dann die Tomaten mit der Flüssigkeit darübergeben. Salzen und pfeffern. Den Joghurt und die Sahne mischen und über die Canelloni verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200°C in der zweituntersten Rille 45 Minuten gratinieren. Dann mit dem geriebenen Parmesan bestreuen und 10 Minuten bei 230°C überbacken.

 

 

 

 

 

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