Die Festungsmauern von Auxonne

Wir sind ja oft mit beiden Hunden unterwegs. Heute jedoch war ich alleine mit Janusz draussen. Merry musste zur Tierärztin und war mit meinem Mann. Wir haben festgestellt, dass es ganz gut ist, die beiden mal getrennt auszuführen; sie sind einzeln ganz anders. Der Meute-Effekt ist weg. Janusz ist ein absolut unkomplizierter Hund alleine, aber da Merry nicht will, dass er mit anderen Hunden Kontakt hat, geschweige denn mit ihnen spielt, befinden sich die beiden oft in so einem blöden Verhaltenskarussell das uns gar nicht gefällt. Heute also ich und Janusz ganz allein. Wir liessen uns Zeit und spazierten dem Fluss entlang, an den Vauban-Stadtbefestigungen entlang Richtung Schleuse. Zu zweit achet man ja viel weniger auf Details, man spaziert einfach an interessanten und schönen Dingen vorbei, vertieft in ein Gespräch oder konzentriert auf die Hunde. Heute habe ich, obwohl schon einige Male daran vorbei gegangen, realisiert, was für ein Riesenglück Auxonne doch hat, noch so viele ihrer historischen Bauwerke in so gutem Zustand zu haben. Die Stadt war einst mit ihrer Brücke über die Saône ein wichtiger Ort zwischen Dijon und Dole und wurde schon im Mittelalter mit Erdwällen und Dornbüschen befestigt. Später kam eben Vauban und hat die ganze Ummauerung erbaut. Viel davon ist noch da, sogar ein Teil der Burggräben. Seht doch selbst (und sorry für die zum Teil miesen Lichtverhältnisse):

 

Den Abend ausklingen lassen

Nach einem äusserst stürmischen Tag mit Spaziergängen bei garstigem Wetter sitzen wir vor unserem Kaminfeuer-Ersatz. Wir zwei Grossen bei einem Glas Wein, und die beiden Hunde schnarchend glücklich, warm und wieder trocken zu unseren Füssen. Ein idyllischer Tagesausklang der Körper und Seele gut tut. Solche Momente könnten ewig dauern!

Testfahrt und Entscheid!

Fortsetzung von Es muss etwas ändern!
Da waren wir also. Das Boot in Empfang genommen, kurzer Lehrgang mit dem Vermieter absolviert (Vous comprenez? C’est facile! Alles klar, hoffentlich). Unsere ersten Test-Gäste sind da und es geht los. Von Tournus aus sollte es hinunter zur Seille gehen, hinauf bis Louhans, dann die Seille wieder stromabwärts via Tournus – Gäste abladen – und zu zweit nach St-Jean-de-Losne. St-Jean ist das Zentrum der Freizeit-Binnenschifffahrt in Frankreich und wir wollten die vielen dort zum Verkauf angebotenen Boote sehen. Dann einen neuen Gast an Bord nehmen, mit ihr stromaufwärts bis Mantoche und wieder zurück, in St-Jean Gast wieder an Land lassen und „heim“ nach Tournus. Ein Trip von zwei Wochen. Weiterlesen „Testfahrt und Entscheid!“

Bordküche: Quiche Lorraine

20171229_140057Ich liebe Quiche Lorraine, habe aber immer gedacht, diese sei sehr aufwändig zu machen und es deshalb nie versucht. Nun haben sich überraschend auf den Nachmittag Gäste angemeldet und ich wollte zu einem Glas Wein nicht nur Süsses anbieten, sondern auch etwas herzhaftes. Ich hatte alle Zutaten da für die Quiche und sie ist so einfach und schnell gebacken!

Es braucht dazu:

  • 1 rund ausgewallter Blätter-oder Mürbeteig, selbst gemacht oder gekauft, ca. 300 gr
  • 2 Handvoll geriebenen Käse, ich habe Comté (ähnlich Greyerzer) verwendet
  • 200 – 250 gr. leicht angebratene Speckwürfelchen
  • 2 – 2,5 dl Vollrahm
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

eine runde Form mit dem Teig belegen, diesen ein paar mal einstechen und den abgeklappten Rand mit etwas Milch bestreichen. Den Käse und die etwas abgekühlten Speckwürfel auf dem Teig verteilen. Den Rahm mit den Eiern verquirlen, mit Salz, Muskatnuss und grosszügig Pfeffer würzen und darüber giessen. Sofort in den auf  220°C vorgeheizten Ofen, mittlere Rille, schieben. 30 Minuten Backzeit und noch warm servieren. C’est tout.

Mich an ein vorgegebenes Rezept zu halten, fällt mir schwer. Ich hatte im Kühlschrank da noch so ein paar Cherry-Tomaten, diese habe ich geviertelt und über die Füllung verteilt, dazu noch ein paar Kleckse meiner Petersilien-Pesto, die ich im Winter stets vorrätig habe. War überraschend lecker und dazu so einfach und schnell!

 

Ausmisten: Unterwegs zum leichten Leben

Mehr und mehr hatte ich in den letzten Jahren das Gefühl einen Klotz am Bein zu haben. Da liest man in Zeitschriften, Blogs und anderen Medien wie toll es doch ist, all den Ballast an Besitztümern loszuwerden. Natürlich gleich versehen mit Anleitungen, wie da zu verfahren wäre. Das hat dann den Anschein als sei die Entrümpelung eine Riesenparty und gaaanz einfach. Also ehrlich, die kennen uns nicht. Wir sind da ganz andere Kandidaten in diesem Wettbewerb der Reduktion! Weiterlesen „Ausmisten: Unterwegs zum leichten Leben“

Kulturschock I: Die Geduld der Franzosen

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Eigentlich waren wir uns nicht so richtig bewusst, dass wir in ein anderes Land auswandern! Ich meine, für uns ist Frankreich ein Nachbarland und so anders kann das ja gar nicht sein. Zudem lebten wir vorher in der Westschweiz, also im selben Kulturkreis. Und doch fällt uns da so einiges auf. Weiterlesen „Kulturschock I: Die Geduld der Franzosen“

Willkommen!

LEscapadeWillkommen auf diesem Blog! Lasst Euch mitnehmen auf unsere Reise ins Ungewisse, kreuz und quer durch Europa. Für einmal nicht auf Strassen oder von Flughafen zu Flughafen sondern auf Flüssen und Kanälen. Wir sind erst am Anfang: erst vor Kurzem haben wir uns von fast allen unserer Besitztümer entledigt und sind auf unser Hausboot umgezogen. Wohin die Reise genau geht und wie schnell oder besser wie langsam wir unterwegs sein werden wissen wir nicht. Lassen wir uns überraschen – ganz nach dem Motto „Geniess das Heute, denn niemand weiss was das Morgen bringt“.