Das bisschen Haushalt an Bord

Auch auf einem Boot muss der Haushalt geschmissen werden. Die Escapade ist gut eingerichtet, hat allerdings gegenüber den meisten anderen Booten eine Besonderheit: wir kochen, backen und kühlen nicht mit Gas aus der Flasche sondern mit Strom. Dies führt dazu, dass wir, trotzdem wir die Kapazitäten erhöhen liessen, nicht in jedem Fall die verschiedensten Geräte völlig sorglos miteinander laufen lassen können. Weiterlesen „Das bisschen Haushalt an Bord“

Tiny Houses, back to the Basics

In den letzten ein , zwei Jahren habe ich mich von Tiny Houses faszinieren lassen. Auf dieses Thema kam ich rein zufällig weil ich raffinierte Lösungen suchte für den Umbau unseres Bootes. Eine der dringendsten Fragestellungen war damals die effiziente Stauraumplanung und die intelligente Aufteilung der Räume. Ich wollte unbedingt so planen, dass wir jedes unseren Arbeitsplatz haben und uns nicht auf den Füssen herumstehen. Wir brauchten Platz um uns auch mal zurückziehen zu können, viel Stauraum für die Dinge die es in einem Haushalt nun halt mal braucht, plus Raum für unsere Sachen die wir für Freizeitaktivitäten brauchten.  Schliesslich benötigten auch unsere zwei Hunde Schlafplätze, auf denen sie ihre Ruhe haben und sich doch nicht ausgeschlossen fühlen würden. Ich war auf Pinterest, googelte was das Zeug hielt und kam so irgendwie auf diese YouTube-Filme über die Tiny Houses und ihre Menschen. Weiterlesen „Tiny Houses, back to the Basics“

Wir sinken wieder

Das Wasser geht zurück. Wahnsinnig schnell. Gestern früh haben wir gehört, dass das Wasser stromaufwärts in Gray am sinken ist und haben ausgerechnet, bei uns könnte das in 12 bis maximal 24 Stunden auch der Fall sein. Da waren wir noch auf ca. 2.5 Meter über normal. Die Gangway, die sont eine fast unangenehmen Steigung aufweist, war fast eben und die Rampe voll. Auf dem Uferweg konnten wir gerade noch 20 Meter gehen.

Tatsächlich fing der Wasserspiegel gestern am späteren Nachmittag an zu sinken. Heute Morgen lagen wir bereits deutlich unter dem 2 Meter-Strich und seht wo wir jetzt liegen. Nur noch auf 70 cm über dem normalen Wasserstand.

Heute Nachmittag haben wir das erste Mal wieder den allerdings noch verschlammten Uferweg begehen können. Wir haben sogar ein paar verzweifelte Fische gerettet, die da in den letzten wassergefüllten Senken keinen Ausweg mehr fanden.

Das erste Mal haben wir Hochwasser von einem Boot aus erlebt. Wir stiegen mit dem Wasser, unsere Aussicht vom Boot aus vergrösserte sich; jetzt sinken wir und nach und nach verschwindet der Rundblick wieder. Für die Menschen hier war das Hochwasser auch aussergewöhnlich. Viele kamen hier an den Hafen um sich das anzusehen. Jetzt sind wir einfach froh, ist es bald vorüber und ausser den Landschäden ist nichts passiert.

In St-Jean-de-Losne, weiter flussabwärts, allerdings steht die Entspannung der Lage noch aus. Das Bild unten hat uns heute Mittag erreicht. Noch völlig überfluteter Uferbereich und Felder.

Die Stadt liegt wie ein Insel in den Fluten. Rechts die übervolle Saône, links unten der Zugang zum Canal de Bourgogne, darüber der Hafen. Unter den Brücken ist eine Durchfahrt nicht mehr möglich.
Die Stadt liegt wie ein Insel in den Fluten. Rechts die übervolle Saône, links unten der Zugang zum Canal de Bourgogne, darüber der Hafen. Unter den Brücken ist eine Durchfahrt nicht mehr möglich. (Bild von Mairie de St-Jean-de-Losne)

 

Kulturschock II: zurück zum Start

Bürokratie ist in keinem Land lustig. Ich finde, in Frankreich schon. Ich will mich hier absolut nicht lustig machen über unser Gastland. Aber es bleibt uns nichts anderes übrig als uns zu freuen ob der Komplexität der Aufgabe sich hier niederzulassen mit allem was dazu gehört.

Am Anfang war das ziemlich Brennendste ein französisches Handy. Wir dachten easy peasy, ab in ein Handygeschäft und die Sache ist geritzt. Sehr naiv von uns. Erst ging es flott voran, das ausgesuchte Handy lag schon auf dem Tresen, dann stockte es. Wir hatten keinen R.I.B. Weiterlesen „Kulturschock II: zurück zum Start“

Mitglieder der Crew: Merry und Janusz

Diese zwei haben schon einiges erlebt. Aus Polen und Ungarn stammend, verlassen oder verstossen, aufgegriffen und aufgepäppelt und schliesslich auf langem Weg in die Schweiz gekommen. Dann ein neues Heim, alles ist ein wenig fremd und neu und fast alles musste von Grund auf erlernt und erfahren werden. Und jetzt leben sie auf einem Hausboot und finden es toll! Sie haben sich ans Leben auf dem Wasser angepasst als ob sie nie etwas anderes gekannt hätten. Das Leben an Bord und das fahren mit dem Wind im Fell macht Spass. Das tollste sind aber nach wie vor die Landgänge, nur dass hier nicht die nächste Spelunke angepeilt wird sondern der nächste Baum!

Bordküche: Cannelloni mit Lauch

Ich mag Cannelloni fast lieber als Lasagne. Eigentlich kommt es auf dasselbe heraus, nur finde ich, Cannelloni können besser serviert werden. Bei Lasagne flutschen die Schichten meist voneinander und das sieht in den Tellern unschön aus.

Überbackene Cannelloni mit dem, was heute der Kühlschrank hergibt:

Für eine Auflaufform von ca. 20/28 cm, für 2-3 Personen.

  • 12 Cannelloni-Röhren
  • 100 gr. Beinschinken, in Würfelchen
  • 100 gr. würziger Käse, in Würfelchen
  • 2 Lauchstangen, ganz klein geschnitten (der Länge nach in 4 oder 6 Teile und dann quer kleinschneiden)
  • 200 gr gehackte Tomaten aus der Dose
  • 120 gr. Nature-Joghurt
  • 1,5 dl Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • geriebener Parmesan nach Belieben

Die Form mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Cannelloni mit einem Teil der gehackten Schinken-Käse-Lauch – Mischung locker füllen. Nebeneinander in die Form legen. Den Rest der Mischung darüberstreuen. Dann die Tomaten mit der Flüssigkeit darübergeben. Salzen und pfeffern. Den Joghurt und die Sahne mischen und über die Canelloni verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200°C in der zweituntersten Rille 45 Minuten gratinieren. Dann mit dem geriebenen Parmesan bestreuen und 10 Minuten bei 230°C überbacken.

 

 

 

 

 

Überschwemmt!

Seit Tagen regnet es und es ist zu warm. Heute Nacht ging die Saône hier endgültig über die Ufer. Der Damm des Hafens ist überschwemmt und der Uferweg zum grossen Teil auch. Und das Wasser steigt immer noch sichtlich. Des einen Freud, des andern Leid!

Ein Teil der Boote ist nicht mehr zugänglich. Wer jetzt noch nicht zu den überflutungs-sicheren Pontons gewechselt hat, und Zugang zu seinem Boot möchte, hat Pech. Auf unserer Seite liegt der Zugang noch rund 1 1/2 Meter höher. Ich hoffe, soweit wird das Wasser nicht steigen.

 

Das Auto los und jetzt autolos

Bis Anfang Dezember hatten wir hier am Hafen noch ein Auto stehen, für alle Fälle. Viele, die hier auf einem Boot leben, haben noch ein Fahrzeug. Es war uns schon klar, spätestens wenn wir unser Vagabundenleben im zeitigen Frühling aufnehmen werden, ist es Zeit, sich vom Auto zu verabschieden.

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Nun ist uns aber unsere Kutsche zuvor gekommen und hat uns den Entscheid abgenommen. Der Motor war ganz plötzlich hin. Kein Alarmzeichen, kein Ton und kein Aufleuchten am Armaturenbrett! Bloss die Motorkühlung lief auf einmal auf Hochtouren und dies bei 0°C Aussentemperatur. Der Mann in der Werkstatt hob nur bedauernd die Schultern; nichts zu machen. Na super.

Unser Umsteigen auf Fahrräder hatten wir schon angedacht, nun kam das aber etwas gar plötzlich. Ein grosses Problem auf den Hausbooten ist immer, wohin mit den Rädern wenn sie nicht gebraucht werden. Meist sind sie schlicht im Weg, weil die Bootsbauer das Verstauen von Fahrrädern nicht einplanen. So kommt es, dass die Räder irgendwo hingestellt werden und ständig im Weg sind oder die gute Sicht behindern. Blaue Beulen an den Beinen, verhedderte Leinen oder kompliziertes Abladen der Räder und an Land stellen sind die Folge. Wir wollten das natürlich ganz perfekt machen und das Platzproblem lösen bevor wir die Räder kaufen.

Tja, das war ursprünglich sicher eine gute Idee. Nun waren wir überrumpelt und gar nicht vorbereitet, aber wir brauchten dringend eine Transportmöglichkeit für unsere Einkäufe. Hier in Auxonne haben wir unüblich weit zum Einkaufen. Also e-Bikes, sofort.

Normalerweise Onlinekunden, wollten wir diesmal in einem Fachgeschäft kaufen. In Dijon wurden wir fündig und da auch topp beraten! Nach ein paar Tagen wurden uns die Räder geliefert und seither sind wir ständig damit unterwegs. Wir kaufen ein, holen Brötchen, die Zeitung, und suchen alle möglichen Vorwände um mit ihnen eine Fahrt zu machen. Einfach toll. Dazu trägt auch unsere besondere Lage bei: wir befinden uns hier gleich am Uferweg, den sich Spaziergänger und Radfahrer friedlich teilen. Wir nehmen den, um dann auf der richtigen Stelle, zack, in die Stadt abzuzweigen und so umgehen wir weitgehend den Ortsverkehr. Einfach genial und sicher. Und mit unseren geräumigen Fahrradtaschen können wir ganz gut auch einen grösseren Einkauf tätigen, alles hat Platz. Trotz Regen und Wind habe ich ein Auto nicht eine Sekunde vermisst! Und für eine sichere und platzsparende Aufhängung der Räder am Heck haben wir auch schon eine gute Idee, muss nur noch umgesetzt werden.

Die Mississippi wandelt sich zur L’Escapade

Fortsetzung von Testfahrt und Entscheid!

Wir waren nun also stolze Besitzer eines Hausboots. Es sollten aber noch eineinhalb Jahre dauern bis wir definitiv darauf umziehen und unseren neuen Lebensentwurf umsetzen konnten. Noch arbeitete ich ja.

Bis im Herbst war sie noch im Dienst als Ferienboot und wir konnten nicht über sie verfügen. Im Oktober 2016 ging sie dann voll in unseren Besitz über und wurde gleich ausgewassert und in die Werft überführt für technische Überholung, diverse Umbauten und einen neuen Anstrich. Damals wussten wir noch nicht, dass Veränderungen an einem Boot viel komplexer sind und länger dauerten als bei einem Haus. Wir hatten ja noch keine Erfahrung diesbezüglich.

Weiterlesen „Die Mississippi wandelt sich zur L’Escapade“

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