Brrh, und plötzlich ist es Herbst

Es ist kaum zu glauben, erst sassen wir Abends noch gemütlich an Deck und nun hocken wir drinnen und erwägten während Tagen, ob wir nun die Heizung anstellen dürfen/sollten/müssen, oder eben nicht.

Gemäss Logbuch hatten wir Mitte/Ende September noch nie so kalt wie dieses Jahr. Die Veränderung zu regnerischem, kühlen Herbstwetter war etwas gar brüsk. Eine Zeitlang behielten die Innenräume immer noch um die 26°, Isolation sei dank. Aber irgendwann sind die Wände durchgekühlt und nun wäre es ohne Heizung gefühlt eiskalt. Nun, wir lassen sie jetzt laufen, kontrolliert durch den Thermostat, der tagsüber auf 20° eingestellt ist, nachts auf 16°. Wenn es sonnig ist heizen die grossen Fensterflächen das gesamte Boot, und dies auch im tiefsten Winter, auf Wohlfühltemperaturen, und da steht die Heizung natürlich still.

Frühherbstliche Stimmungen – meistens sehr kühl, ob Sonne oder Regen

Wir heizen mit Diesel und dies ist seit wir dieses Boot gekauft haben, immer wieder ein Diskussionsthema. Ich verstehe zwar nicht viel von Heizungstechniken, mache mir aber trotzdem so meine Gedanken und ich denke, es wäre ideal, einen Gerät installieren zu können, das dem uns umgebenden Wasser etwas Wärme entziehen würde um unsere geschätzten 110 Kubikmeter (inklusive Bilge) zu heizen. Die grosse Frage ist bloss, gibt es überhaupt so ein Gerät für Wasserfahrzeuge?

Nachdenklich? Träumerisch? Kleiner Junge am Rand einer Schleuse

Die ganze Energie-Frage wird uns noch ein paar Jahre beschäftigen. Seit diesem Jahr haben wir schon einmal unsere leistungsfähigen Solarpaneelen. Die funktionieren sehr gut und geben saubere Energie. Wir verfolgen die Entwicklungen ziemlich genau, und sollte es weitere innovative Ideen für Boote geben, werden wir bestimmt nicht die letzten sein, die ein offenes Ohr dafür haben.

Unser Logbuch

Wie oben schon erwähnt, führen wir ein Logbuch. In dem wird alles rund ums Boot notiert: Die Fahrtage, wieviel Kilometer, Motorstunden, Schleusen, die Auslagen fürs Anlegen, Strom und Wasser, Besonderes bezüglich Bootstechnik, wen wir treffen oder neu kennen lernen, plus ein kleines Tagebuch über die Strecke. Über die Jahre – wir sind Ende Monat genau vor 5 Jahren aufs Hausboot gezogen – zeichnet sich ab: wir sind langsam unterwegs, und geniessen auch mal längere Pausen (was wirklich keine News sind), wir fahren so ungefähr 600-800 km und um die 200-300 Stunden pro Saison. Dafür überwinden wir etwa 200-300 Schleusen. Für eine Fahrsaison und einen Winter verbrauchen wir ungefähr einen halben bis dreiviertel Tank von 2000 Litern. Leider können wir das nicht genauer eruieren, weil wir für beide Nutzungsarten nur einen Tank haben, aber wir schätzen fürs Fahren dieses Jahr ca. 600 Lt. für eine Fahrsaison von Mai bis Oktober, dh. wir verbrennen für 100 km 70, 5 Liter, und sind damit etwa 3 -4 Wochen unterwegs. Ist das nun viel oder wenig? Für ein Wohnboot von rund 30 Tonnen? Kommt wahrscheinlich darauf an, womit wir es vergleichen, ob mit einem Auto, Camper, Flugzeug, Kreuzfahrtschiff …..

Uff, energieeffizient und nachhaltig zu leben ist so anstrengend, aber es muss jetzt einfach sein. Eigentlich wissen wir das ja schon seit den 70igern, nicht?

Vor einer Woche waren die Rehe noch sommerlich braun, jetzt wechselt die Fellfarbe schon ins grau-braun

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

7 Kommentare zu „Brrh, und plötzlich ist es Herbst“

  1. Hallo Ihr Flusspiraten,

    das mit der Energie beschäftigt uns auch. Deshalb kommt bei uns schleunigst eine Solaranlage aufs Boot. Wieviel Watt habt ihr denn da verbaut? Überwintert ihr in Saverne? LG Peter und Sabine von der YOUK

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Peter und Sabine, Wir haben momentan 4 Paneelen à 345 Watt. Normalerweise sollte man 20% der verbauten Leistung abziehen. Trotz Spitzen von 1200W bei optimalen Bedingungen rechnen wir mit durchschnittlichen 800W/h.
      Ja, wir fahren jetzt gemütlich Richtung Saverne und freuen uns auf dieses schöne Städtchen und das Elsass. Liebe Grüsse zurück

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  2. 5 ans déjà !!!!!!!
    Ici on se serait cru en novembre, cette semaine. La Broye a débordé, on a ressorti les manteaux et hésité devant les bonnets… Et il a plu tout ce qui n’était pas tombé cet été… Des paysans à Lucens avaient planté des patates, quelques jours après ils avaient un lac de boue…
    Bises, portez-vous bien, Josiane

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