Zack, Strassburg und zurück

Wer uns kennt, ist jetzt womöglich ein wenig erschrocken und ich gebe zu, das Zack ist masslos übertrieben, denn wir sind kaum je auf zack. Wir reisen bekanntlich auf die eher gemütliche Art. Wir kennen jedoch Menschen, die „machen“ Saverne – Strassburg locker in einem Tag; auf uns übertragen bedeutet dies 3 Tage, macht hin und zurück 6 Fahrtage, plus Zeit zur Erholung am Ziel. So isses nun mal mit uns.

Die Strecke befuhren wir, wie alles hier herum, zum ersten Mal. Die 5 Kilometer des ersten Tages gleich nach Saverne gefielen uns nicht so recht, fuhren wir doch einer Bahnstrecke und vielen Gewerbebauten entlang. Zum Glück beschäftigten uns die vielen Schleusen. Dann aber wurde die Landschaft auf einmal sehr ländlich mit Äckern, weiten Weideflächen, umsäumt mit Hecken und Wäldern, und kleinen Dörfern. Schon viel, viel besser! Die gesamte Strecke ist 46 Kilometer lang und 21 Schleusen und eine Drehbrücke gliedern die Fahrt.

Von Saverne nach Strasbourg

Merry am Ausguck

Wir übernachteten jeweils auf offener Strecke, das mögen wir am liebsten. Erstaunlicherweise sieht es erst ganz kurz vor Strasbourg irgendwie nach Vorort aus. Die Häuser und Wohnblöcke stehen immer näher zueinander und nach der letzten Schleuse befindet man sich unmittelbar im Europaviertel mit Europäischem Parlament und dem Gerichtshof. Sehr modern alles, von schiefen Riegelhäusern (auf gut Deutsch Fachwerkhäuser) keine Spur. Nach dem Passieren einiger breiter Brücken, vorbei am für Plaisanciers verbotenen Illkanal in die Innenstadt, öffnet sich der Kanal plötzlich auf enorme Breite. Geradeaus geht es auf den Rhein, auch verboten für uns, im rechten Winkel weiter dann an ziemlich heruntergekommenen Wohn-Péniches und eleganten Flusskreuzfahrtschiffen vorbei in den Hafen. Da die letzten Tage sehr heiss waren, waren wir auch entsprechend erledigt.

Das moderne Strasbourg

Die Fahrt hatte uns, nach dem Erlebnis mit Janusz’s Tod, wirklich gut getan. Merry war erst noch sehr ruhig und etwas geknickt, lebte auf der Reise jedoch auf und fand ihre gewohnte Balance wieder. In Strasbourg trafen wir zufällig gute Freunde und ein Abend mit ihnen hellte unsere eigene Stimmung enorm auf. We had a good laugh together, wir hatten einen sehr lustigen und angeregten Abend und wir fühlten uns von da an eindeutig beschwingter.

Da ich immer noch mit einem schmerzenden Knie kämpfe, beschlossen wir den Besuch der Innenstadt, die wir von früheren Besuchen kennen, auf später zu verschieben. Wir hatten nämlich entdeckt, dass Saverne sehr gut mit der Eisenbahn erschlossen ist und wir diesen Herbst und Winter ohne weiteres von da aus Städte und andere Sehenswürdigkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen können. Dann werden die Temperaturen auch angenehmer sein und Besuche werden umso vergnüglicher sein. Ich freue mich schon heute auf das Wiedersehen mit dieser tollen Stadt. Ein Sprung nach dem romantischen Colmar liegt dann sicher auch noch drin!

Wild anlegen

Rückfahrt und Ankunft in Saverne

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

3 Kommentare zu „Zack, Strassburg und zurück“

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