Verdun, wiederauferstandene Stadt

Im Jahr, in dem wir die Escapade gekauft hatten, besuchten wir auf einer Belgien und Frankreich-Reise auch Verdun. Der Fokus lag damals, als frischgebackene Bootsbesitzer, auch auf den Wasserwegen und den Anlegemöglichkeiten. Die Gegend hatten wir schon früher einmal besucht, damals klapperten wir die historischen Stätten des vor allem des 1. Weltkrieges ab und ich kann mich gut an das eher beklemmende Gefühl, ob all des Elends, das diese Region durchgemacht hatte, erinnern. Verdun und seine Anlegestelle beeindruckte mich bei jenem 2. Besuch im 2016 nicht unbedingt positiv. Deshalb freute ich mich nicht eigentlich auf einen Aufenthalt in dieser Stadt – und war dann ganz angenehm überrascht!

Wir nähern uns Verdun

Der ellenlange Anlegesteg liegt im Zetrum der Stadt unterhalb einer Flanierzone mit vielen Restaurants und bloss ein paar Meter neben der belebten Altstadt mit vielen Boutiquen und Geschäften. Der hellgelb-graue Stein der Bauten erzeugt eine heitere Athmosphäre, die Menschen sind freundlich und unaufgeregt. Von Tristesse nirgends etwas zu spüren. Klar gibt es viele Denkmäler und Erinnerungsstücke, aber diese Stadt und ihre Bewohner leben eindeutig in der Gegenwart. Die Tage waren ausgefüllt von Leben und Frohsinn rundum, die Nächte so mitten in der Stadt aber dann doch erstaunlich ruhig und durchaus erholsam.

Verdun

Wir genossen das kleinstädtische Flair sehr. Einzig die Hunde kamen etwas zu kurz. Sie sind richtige Landeier und es gewohnt, sich frei im Grünen bewegen zu können. Sie laufen zwar brav an der Leine, aber tagelang so manierlich zu promenieren ist ihre Sache nicht, vielmehr geniessen sie es, sich auch mal ins Gras zu schmeissen und sich behaglich eine Rückenmassage gönnen zu können. Leider gibt es in Verdun keine solche Möglichkeiten und die Parks sind für Hunde grad ganz verboten; wir schlichen uns dann spätabends dennoch rein, um den armen Vierbeinern zu ermöglichen, mal wieder etwas Gras zwischen den Zehen zu fühlen!

In Verdun nahmen wir auch die Gelegenheit wahr, uns in einer Apotheke den 2. Booster zu verschaffen. Entgegen den bisherigen Erfahrungen, haute es mich diesmal total aus den Socken und zwei Tage lang lag ich nur noch flach, elend müde und mit leichtem Fieber. Leider liess sich dann unser Plan, die Stadt so richtig zu geniessen mit Sightseeing und Restaurantbesuchen, nicht so richtig umsetzen. Wirklich schade drum.

Von Verdun aus ging es dann weiter mit gruppierten Schleusengängen, da die manuellen Schleusen durch einen VNF-Mann bedient werden müssen. Die Schleusen sind jetzt etwas kürzer als die bisherigen, welche über die klassische Freyssinet-Masse hinausgingen (Freyssinetmasse=38.5 x 5.05 M), deshalb werden wir neue Schleusenpartner mit einem kürzeren Boot als bisher haben. Alles wurde besprochen und geregelt und wenn das Vorbereiten der Schleusen so gut klappt wie bisher, ist alles perfekt.

Abfahrt von Verdun

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

Ein Gedanke zu „Verdun, wiederauferstandene Stadt“

  1. Wir waren im 17 auf unserer Europatour mit JOLLY wegen Wassermangel 6 Wochen in Verdun blockiert und liefen fast täglich zum See am Stadtrand. Dort konnten sich die „Hafenhunde“ so richtig austoben. Grüsse aus der Schweiz, Mary & Peter

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