Und jetzt auf die Maas!

Eine erneute Liebeserklärung an den Ardennenkanal wäre eigentlich zuviel des Guten, aber ich kann es nicht verhindern, hier nochmals zu schwärmen. Die Landschaft hat sich nämlich nach Le Chesne (am Ende der Schleusentreppen) nochmals verändert. Der Ackerbau ist in den Hintergrund getreten und durch weite, heckenbestandene Weiden und kleine Wälder abgelöst worden. Die Landschaft sieht aus, wie wohl hundert Jahre zuvor. Dörfer sind selten und klein geblieben. Ein Traum.

Le Chesne

Zwischen Le Chesne und Pont-à-Bar

Weniger traumhaft war die Tatsache, wiederum einen kleinen Tunnel durchfahren zu müssen. Es waren bloss knappe 300 Meter, aber diese Bauwerke sind eindeutig nicht für uns gebaut worden; ein geradeaus Fahren ist für uns fast unmöglich und die Nerven sind entsprechend angespannt. Vor dem Einfahren warnte mich mein Mann, er wolle keine Kommentare hören solange wir drinnen wären. Eine echte Kriegsandrohung, also legte ich mein Mundwerk vorübergehend still 😉

Le tunnel de St-Aignan

Die Bar, ein kleines Flüsschen, begleitete uns nach dem Tunnel in unzähligen Mäandern – schön, solch naturbelassene Fliessgewässer zu sehen! In Pont-à-Bar hatten wir dann ein rendez-vous mit der dortigen Servicestelle um den Motorservice vornehmen zu lassen. Danach noch zwei Schleusen und wir befanden uns auf der Meuse (Maas). Obwohl der Fluss hier noch nicht mächtig breit ist, kam er uns noch so langem Kanalfahren wahnsinnig breit vor. Tiefes Durchatmen und geniessen! Wiederum müssen wir uns daran gewöhnen nach Führer und Anweisungen am Ufer zu fahren: Fahrrinne hier 20 Meter vom linken Ufer entfernt, da Wechsel auf Links, Abzweigungen in eine derivation (Umleitung) durch einen Kanal, um Schwellen oder Untiefen zu umfahren. Alles schon gehabt, aber es ist fast ein Jahr her!

Pont-à-Bar, die Meuse und der Anlegeplatz Lumes

In Lumes gab es eine so schöne Anlegestelle, wir mussten einfach anlegen. Die Hunde hatten riesigen Spass an der schönen Anlage und den vielen Schatten. Am nächsten Tag Weiterfahrt nach Charleville. Auf der Karte etwas kompliziert zu fahren, in echt aber ziemlich logisch. Es gibt hier einen eigentlich schönen Hafen in einer Parkanlage. Die Fussgängerbrücke ist jedoch nur 3 Meter hoch, für uns also unmöglich. Der Hafen ist auch sonst sichtlich für kleinere Sportboote angelegt (und aktuell fast leer), so stapeln sich die grösseren Boote am Steg an der Aussenseite, die eigentlich noch fast schöner liegt als der Hafen an sich. Uns gefällt die Kombination von schattigem Spazierweg auf der einen und Sicht auf die historische Stadt auf der anderen Seite! Passt wunderbar.

Charleville – Mézières

Es gibt Strom und Wasser. Es ist Zeit, nach dem Ardennenkanal, wo beides Mangelware war, den Haushalt ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Zwar treffen wir wie in Le Chesne hier viele Bekannte an, die wir teils jahrelang nicht mehr gesehen hatten, und ein Gläschen hier, ein Kaffee da erschweren den Ernst des Lebens. Aber man soll die Feste ja so feiern, wie sie fallen!

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

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