Sommergerichte für Faulpelze

Also genau richtig für mich! Ich bin Meisterin in der Bschiiss-Chuchi, zu gut Deutsch etwa „Betrügerische Küche“; Gerichte, die einiges hermachen und toll schmecken, aber im Wesentlichen recht simpel sind. Vor allem im Sommer kommt das sehr gelegen. Aktuell ist es stets um die 30°C warm und lange in der Küche herumstehen ist ein Qual, denn auch da wird es den Tag über und bis tief in die Nacht, trotz Beschattung und Durchzug, ziemlich warm. Da mag ich es gern, wenn ein Gericht sich selber kocht!

Die Devise lautet, viel Saisongemüse, aus möglichst nur einer Pfanne oder aus dem Ofen!

Da gibt es bei uns zum Beispiel:

  • Ofengemüse mit Vegiburger, Fisch oder einem Steak
  • Pasta alle „Cinque P“, bei uns zwischen vier und endlos vielen „P“s, was immer so zur Hand ist
  • Gratin mit Auberginen, Tomaten und Feta
  • Tomaten und Oliven mit Hühnerschenkeln
  • Asiapfanne maison (Thai-Indo-à la Houseboat)

Gerne gebe ich hier inputs, aber keine präzisen Rezepte, denn ich habe keine:

Ofengemüse: Paprika, Zucchetti, Zwiebeln und Stangensellerie in Stücke (gut doppelt so gross wie mundgerecht) schneiden. Rohe, ungeschälte Kartoffeln ebenso etwas kleinschneiden. Das Gemüse und die Kartoffeln mit in die Hände geträufeltem Olivenöl einreiben (braucht weniger Öl). Auf ein Blech verteilen (Kartoffeln separat, Rest gemischt), nach Gusto würzen und im Ofen bei gut 200° insgesamt 50 Minuten backen. Fleisch oder Fisch (letzterer in Folienwanne wegen dem Saft) in den letzten 20 Minuten dazulegen oder dann halt in einer Bratpfanne kurzbraten. Die Vegiburger können einfach neben das Gemüse gelegt werden. Dazu dieses etwas beiseite schieben. Als Gewürze eignet sich Alles aus der südländischen Küche, neben Salz und Pfeffer also Thymian, Oregano, Rosmarin, Majoran etc.!

Pasta alle „Cinque P“ (Titelbild). Als P geht alles, was auf italienisch mit P beginnt, angefangen mit den 5 musts: Pomodoro, Prosciutto, Panna, Pinoli, Parmiggiano, dann auch Peperoni, Pecorino, Pesto, Prezzemolo, Pimento! Wir entfernen uns da vom Originalrezept, ganz klar. Nichts desto trotz schmeckt das alles hervorragend. Im Sommer verzichte ich auf eine Tomatensauce und schnipple alles ungekocht klein, schütte die Penne oder Spagetti ab, lasse einen kleinen Rest Kochwasser in der Pfanne, die Pasta geht sofort zurück in die noch heisse Pfanne, die Zutaten dazu, gut umrühren und ab auf die heissen Teller. Den Käse bitte erst auf dem Tisch frisch dazu reiben!

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Die Sauce, kalt und frisch geschnippelt

 

Gratin mit Auberginen, Tomaten und Feta. In Scheiben geschnittene Tomaten und Auberginen in eine mit Olivenöl eingepinselte Gratin-Form schichten (ich tue das, indem ich die Form senkrecht aufstelle ;-), salzen und pfeffern, vielleicht noch etwas fein geschnippelten Knoblauch dazwischen klemmen und im Ofen bei gut 200°C 30 Minuten backen, mit der Hand zerbröselten Feta drüberstreuen, nochmals mindestens 10 Minuten überbacken. Dazu ein genügt ein frisches Baguette!

 

Tomaten und Oliven mit Hühnerschenkeln. Eine grosse Ofenfeste Form einfetten, auslegen mit geschälten Tomaten, geviertelten Zwiebeln, ganzen Knoblauchzehen und mehreren Rosmarinzweigen. Dazwischen Hühner(ober)schenkel quetschen. Das Rezept funktioniert auch ohne Geflügel. Alles grosszügig würzen. Schwarze (verschrumpelte, die sind würziger!) Oliven in die Zwischenräume drücken. Ab in den Ofen, wiederum 200°C, diesmal jedoch eine gute Stunde lang. Dazu passt frisches, herzhaftes Brot oder – wenn ich ganz übermütig bin, und die Küche etwas kühler, ein Safranrisotto.

 

Asia-Pfanne maison: Dazu brauchte es etwas asiatische Zutaten, vor allem die Gewürze/ Zitronengras, Kaffir-Limonenblätter (sofern erhältlich, ersatzweise ein paar Spritzer Limettensaft), grosszügig gemahlenen Koriandersamen, geriebenen Ingwer, Galgantwurzel (ersatzweise ein bisschen Zimt), Salz, Pfeffer und nach Belieben Sambal (Tobasco, Piri-Piri o.ä.). Schalotten und Knoblauch fein schneiden. Für ganz Faule: Einfach grünes Thai-Curry verwenden. Grüne Gemüse wie Gurke (auch gekocht lecker!), Stangensellerie, Kohlrabi, Zucchetti, Broccoli, zarte grüne Bohnen, Okra etc., dann Baby-Maiskolben und Aubergine in mundgerechte Stücke schneiden. Die Bohnen wegen der längeren Garzeit wirklich klein schneiden. Die Gewürzmischung erst mit ein paar Schnipseln roter Chili – oder Paprika – in einen Topf oder Wok geben und in wenig Rapsöl anziehen. Dann alles Gemüse in den Topf werfen, ein paar mal wenden und mitdünsten. Mit verdünnter Kokosmilch auffüllen. Köcheln bis knackig gar, dann etwas dickere Kokosmilch beigeben und nicht mehr kochen. Abschmecken, die Zitronenblätter und -Gras rausnehmen und mit gedämpftem Reis* servieren.20190619_sommergerichte5

 

* im Reiskocher ist es super einfach, wenn man asiatische Küche liebt lohnt sich diese Anschaffung allemal. In der Pfanne: Für 4 Personen 2 Tassen Basmati-oder Thaireis waschen, abtropfen und in einem Topf mit gut derselben Menge Wasser aufkochen. Stark kochen bis der Reis Löcher zeigt. Dann fest verschliessen und auf Minimalfeuer dämpfen, ab und zu den Reis lockern, ggf. ein wenig! Wasser nachgeben. Asiatischer Reis sollte nie gesalzen werden, das Salz macht den Reis pampig.

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

4 Kommentare zu „Sommergerichte für Faulpelze“

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