Tja, nicht alles ist selbstverständlich!

Warmes Wasser, das einfach so aus dem Mischer fliesst, ist schon toll, vor allem wenn zur Zeit eben keines kommt. Pünktlich zum Wochenende war Ende. Vom Einkauf nach Hause kommend hörte ich die Wasserpumpe pumpen. Da gab es jedoch nichts zu pumpen; es lief kein Gerät und ausser mir war niemand da.

Bodenluke auf, Kontrollblick in die Bilge. Ui, Wasser. Vor einem Jahr hätte ich halb durchgedreht, in der Zwischenzeit ist mir eine etwas dickere Haut gewachsen. Handlung 1: Pumpe abstellen. Handlung 2: beobachten und horchen, falls keine klare Ursache ersichtlich Handlung 3: darüber nachdenken, was die Ursache sein könnte und schliesslich Handlung 4: Kaffeemaschine an und erst einmal einen Kaffee geniessen.

Dann ist zwar noch nichts gelöst, aber die erste Aufregung hat sich gelegt und der Kopf ist klar. In der Zwischenzeit ist der Ehemann mit den Hunden zurück und auch er nimmt die Situation gelassen. Kommentar auf meine schlechte Nachricht: “ Aha, ist es viel?“

Wow, das klang früher auch schon anders! Ich bin fast ein wenig enttäuscht, früher wäre ihm wenigstens ein kleines Kraftwort entwischt. Jetzt bloss, aha, zeig mal. Tja, da gucken wir nun beide in die Tiefe. Eindeutig Wasser, nicht viel, aber auch nicht wenig. Moment, da rinnt doch noch etwas. Taschenlampe her. Tatsächlich, der Boiler rinnt bei einem Ventil raus. Endlich: „Verdammt, Boiler, das ist schlecht!“

So kenne ich meinen Liebsten! Aber Boiler ist wirklich blöd. Am Samstag. Noch dümmer.

Wir stellen die Zuleitung zum Boiler ab und entleeren ihn völlig. Ich warte auf die Bekanntgabe einer der zwei schlimmsten Mitteilungen: Sorry, keine Heizung (ganz, ganz schlimm) und sorry, kein Warmwasser. Kein Warmwasser für ein paar Tage, denn schnell ist klar, dass eine Dichtung gerissen ist und dass diese erst ersetzt werden muss. Genauer: erst muss die bestellt und dann ersetzt werden. Wird mehrere Tage dauern.

Das Wasser ist zur Zeit höchstens 8 Grad warm. So fühlen sich nun dauernd meine Hände an. Für den Abwasch und die Katzenwäsche nutzen wir den Kettle um warmes Wasser zu haben. Das ist schon ok. Aber ich habe noch nie realisiert, wie oft man bloss kurz ein wenig Wasser rauslässt. Ständig! Meine Hände werden gar nicht mehr richtig warm. Schnell etwas spülen, Hände waschen, Hundenapf füllen, rasch etwas feucht wegwischen, Hände waschen, Behälter der Kaffeemaschine auffüllen, Hände waschen, feuchte Hundeschnauze nass abwischen, Hände waschen, Tropfen nachwischen, Arbeitsplatte nach dem Rüsten wischen, Hände waschen……

Kalt Zähne putzen ist ein Graus, Abschminken und kalt nachspülen auch, morgens den Schlaf kalt aus dem Gesicht wischen ist zwar sehr wirksam aber ein wahrer Schocker! Brrrrh…

Heute Montag haben wir das defekte Teil online gefunden und express bestellt, morgen wird es wohl angeliefert, der Monteur kommt übermorgen. Wenn alles klappt.

Trotz des wunderschönen und für März/April viel zu warmen Wetter werde ich seit Samstag einfach nicht mehr richtig warm. Ach, ich freue mich so auf die erste warme Dusche!

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

6 Kommentare zu „Tja, nicht alles ist selbstverständlich!“

      1. Ja, ich weiß. Ich hab nur warmes Wasser in der Dusche wenn die Vermieterin den Boiler an macht. Ich weiß wie angenehm kalte Duschen sind. 😉

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