Tschüss ‚Bad Hair Days‘

Vor einem halben Jahr und ein paar Tagen sagte ich dem klassischen Haar-Shampoo ade. Ich habe umgestellt auf Bicarbonat und Essig.

Bad Hair Days

Meine fast täglichen ‚Bad Hair Days‘ war ich Leid und wollte eine dauerhafte Lösung gegen schnell nachfettende Haare und nicht existentes Volumen. Ich wollte mich auch nicht dauernd mit meinen Haaren beschäftigen und ständig einen Kontrollblick in jeden Spiegel, Schaufenster oder in sonst in jede irgendwie spiegelnde Oberfläche werfen. Im kleinen Badezimmer auf unserem Hausboot hatte ich zudem auch keinen Platz mehr für die zig Fläschchen und Döschen, die mir eine Lösung meines Haarproblems versprachen. Weg damit!

Zurück blieben noch ein angebrochener Haarspray und eine Flasche mit entwirrenden Zitrusfrüchte-Balsam zum aufsprühen. Beides habe ich heute noch, fast gleichvoll!

Die Umstellung

Die ersten drei Monate nach der Umstellung versuchte ich herauszufinden, ausgehend von den Rezepten die man auf dem Netz findet, welches genau meine persönliche Anwendungsweise sein würde. Gleich von Beginn an war eine Veränderung da, nachzulesen auf No poo, No poo 2 und No poo 3. Es gab jedoch ab und an Momente, an denen ich mit der Wirkung nicht ganz so zufrieden war wie erwünscht.

Mittlerweile mische ich mein Bicarbonat nach Daumen mal Pi mit Wasser, gebe es auf die trockenen Haare und massiere eine gefühlte Minute (scheint mega lange!). Es empfiehlt es sich, die Augen fest geschlossen zu halten wegen der salzigen Flüssigkeit. Ausgiebig, und ich meine damit wirklich ausgiebig, mit warmem Wasser spülen. Früher war warmes Wasser ein Problem, denn je wärmer das benutzte Wasser desto schneller fettig die Haare. Heute ist das kein Problem mehr. Den als Spülung und Neutralisation des Bicarbonats verwendeten Essig verdünne ich stark und gebe ihn bloss an die Haarenden und streiche diese nur kurz auf den Oberkopf. Der Haarboden benötigt nur ganz wenig Essigwasser, den Haar-Enden hingegen tut das Essigwasser gut. Anschliessend alles sehr gründlich ausspülen.

Jeden zweiten Tag Haare waschen? Vorbei!

Zu Shampoo-Zeiten wusch ich meine Haare mindestens alle 2 Tage. Heute eigentlich nur wenn ich das Gefühl habe, es täte mir und den Haaren wieder mal gut. An mein letztes Mal kann ich mich jetzt nicht mehr genau erinnern, wahrscheinlich vor einer Woche. Heute habe ich sie wiederum gewaschen, geföhnt und sogar etwas mit der Rundbürste rumgespielt. Ich habe einen mittellangen Bob und neuerdings auch wieder einen langen Pony, den ich heutzutage nicht mehr zweimal am Tag waschen muss, sondern gleich wie den Rest nur ab und an.

Bleiben die Haare gesund, oder werden sie spröde?

Meine Coiffeuse habe ich kürzlich gefragt ob sie denke ich hätte schmutzige Haare, ich hätte sie vor 4 Tagen das letzte Mal gewaschen. Sie war ganz erstaunt und meinte, ich hätte ein Riesenglück die Haare nicht öfter waschen zu müssen. Für sie waren die Haare sauber und – Überraschung – sehr gesund, auch die Kopfhaut. Sie bestätigte damit mein Gefühl, aber sooo sicher war ich nun auch wieder nicht!

Mittlerweile verträgt meine Kopfhaut auch mal Kontakt mit Shampoo und Spülung ohne gleich einen massiven „Rückfall“ zu haben. Nach den ersten paar Mal Haarewaschen beim Frisörbesuch hatte ich danach nämlich sofort wieder meine alten Probleme; schnell nachfettende und schlappe Haare.

Fazit

ich mache weiter so, es hat viele Vorteile

  • saubere, glänzende und gesunde Haare
  • keine juckende Kopfhaut mehr
  • verregnet werden? Die Haare trocknen und sie sehen wieder aus wie vorher
  • ob trocknen lassen oder Brushing, die Haare sitzen, tagelang
  • morgens kurz und gründlich durchbürsten, mit den Händen in Form bringen, fertig
  • billiger ist nur überhaupt nicht waschen und pflegen
  • viel, viel mehr Platz im Badezimmer und in der Dusche
  • die verwendeten Produkte sind natürlich und nachhaltig

Was spricht gegen den Wechsel zu Bicarbonat?

Ich vermisse bloss eines: den duftenden Schaum! Aber auch da gibt es eine gute Lösung. Für einen angenehmen Duft mische ich einfach zwei, drei Tropfen essentielles Öl in das aufgelöste Bicarbonat und zum Auffrischen hab ich ein fein duftendes Trockenöl mit Argan. Wundervoll!

PS. Das im Titelbild bin übrigens nicht ich, habe leider keinen so schön schlanken Hals! Aber meine Haare sehen ziemlich genauso aus (auch die ergrauende Farbe), tagelang!

 

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

13 Kommentare zu „Tschüss ‚Bad Hair Days‘“

      1. Ja aber vielleicht hab ich ja dann komische Haare… weiß man ja vorher nicht 😅 ich Probier das mal wenn ich Urlaub hab, glaube ich.

        Gefällt mir

    1. Ich habe was gefunden auf ‚Wunderweib‘: Gefärbte Haare können etwas ausbleichen. Ich würde erst eine Strähne machen und sehen was passiert. Frisch gefärbte Haare sollte man ja sowieso nicht zu oft waschen, nicht?

      Gefällt mir

    1. Hallo Maimsel, mit Neurodermitis kenne ich mich leider nicht aus. Es würde mich aber sehr interessieren, wie ein Versuch ausgeht mit der Umstellung auf das Haare waschen mit Bicarbonat. Meine Kopfhaut hat mich jeden Sommer gejuckt, nach der Umstellung letzten August hat das jedoch sofort aufgehört. War wohl irgend eine kleine Unverträglichkeit. Vielleicht funktioniert es ja auch mit einer Neurodermitis? Liebe Grüsse

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Keep it alive

A look at life, achieving good physical and mental health and happiness

– fadegrad

Wir treffen oft, ich schwör!

AUSWANDERERBLOG

Bilder und Texte von ennet der Grenze

Tutto paletti

Perfekt auf die entspannte Art

Taufrisch war gestern

Birgit Jaklitsch: Journalistin, Bloggerin, Autorin

CUISINE HELVETICA

Swiss food, drink & culinary travel

Meermond

Das Onlinemagazin made with ❤️ in Scandinavia

Familiendinge

Wo geht es denn zum neuen Leben?

Mitzi Irsaj

schreibend - lesend - durchs Leben stolpernd - aus Sturheit optimistisch - gerne am Abgrund taumelnd

Zeit für Rosen - Der Ü50-Blog

Erfahrungen und Themen in der Lebensmitte / Gesundheit, Zusammenleben, Inspiration, Entdeckungen für Best Ager

Törtchen - Made in Berlin

Leidenschaftlicher Backblog aus Berlin

Lydia's Welt

Rund um den Alltag einer blinden Mutter mit arabischem Hintergrund

%d Bloggern gefällt das: