Bootsführerkurs: Theorie

O-la-la! Also ich weiss nicht, langsam beschleicht mich ein komisches Gefühl!

Nach dem praktischen Teil erhielt ich das Versprechen nach einer Woche Termine zu für die theoretische Einführung zu erhalten und schwupp, meine Kursleiterin entschwand in die Weihnachtsferien. Nichts geschah. Zwischen den Festtagen: geschlossen.

Ich las halt fleissig mein Einführungsbüchlein und fragte mich die ganze Zeit, wie ich das schaffen soll bis zum 15. Januar, ohne Testbuch und ohne Zugang zum Online-Lerntool. Die Bootsschule meldete sich nicht, respektive Marie-Françoise sollte sich melden und die machte sich rar.

Gestern Nachmittag endlich hatte ich meine Einführung in die Theorie! Ein paar Regeln hatte ich in der Zwischenzeit schon begriffen, vor Allem die Feux et marques des bateaux, die Leucht – und Flaggenmarkierungen an den Booten, mach(t)en mir jedoch zu schaffen. In drei Stunden arbeiteten wir das Büchlein durch und ich konnte Fragen stellen. Eines meiner Hauptprobleme sind gewisse Fachausdrücke, die ich bisher noch nie gehört hatte und nicht mal das Äquivalent auf Deutsch kenne! Was zum Teufel ist denn zum Beispiel ein menue embarcation? Klingt wie etwas auf einer Restaurantkarte, bedeutet aber  „ein kleines Boot“! Gemeint ist alles was unter 20 Meter misst (Irrtum vorbehalten ;-). Weshalb zum Teufel nennen die das dann nicht einfach petit bateau? Im Weiteren begreife ich nicht, weshalb auf Seen das maritime Recht gilt und sonst auf den internen Gewässern der Code eaux intérieures. Demzufolge lernen wir hier die Theorie von beidem, den Ausweis kriege ich jedoch bloss für die eaux intérieures. Das heisst, wenn ich überhaupt je soweit komme!

Wie immer suche ich die Logik in den Regeln oder versuche instinktiv einen Bezug zu unserem Boot zu machen. Erst gestern ging mir auf, dass ich das Zeug einfach auswendig lernen muss. Und – zwar – genau – so, wie – es – da – steht. Punkt. Am Prüfungstag wird niemand da sein, mit dem ich diskutieren kann, es gibt ganz einfach nur RICHTIGE oder FALSCHE Antworten. Suzy, begreif das jetzt endlich!

Das Online – Tool, zu dem ich gestern Zugang erhalten habe, macht das Lernen jetzt etwas einfacher. Heute habe ich damit angefangen 700 Fragen und deren Antworten auswendig zu lernen. Bis Montag habe ich Zeit, dann geht es mir an die Gurgel.

Und übrigens:  Eine richtige praktische Prüfung wird es nicht geben. Dieses Thema ist mit dem Ruck-Zuck-Kurs im Dezember erledigt worden. Wusste ich nicht und habe dies erst gestern erfahren! Einzig die Knoten hat Chaotin Marie-France damals vergessen; diese holen wir am Montag noch schnell nach. Damit hat es sich. Man staune. Frankreich, Frankreich, oder besser noch: Fronkreisch, Fronkreisch!

 

 

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

3 Kommentare zu „Bootsführerkurs: Theorie“

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