Ich hab‘ die Lösung gefunden!

Mir liegt viel daran, mit unserem Leben auf dem Wasser zu eben diesem Wasser Sorge zu tragen. Eines der grossen Probleme hier in Frankreich ist, genaue Informationen über die Qualität der Waschmittel zu erhalten. Wir haben zwar einen Schwarzwassertank, den wir auch 1 bis 2 mal im Jahr leeren. Der hat aber einen Überlauf und diese wässerige Flüssigkeit geht in die Gewässer. Genau dies ist der Punkt:
über diesen Überlauf sollte möglichst nichts Schädliches in Fluss und Kanäle gelangen! Auf den Packungen von Wasch- und Putzmitteln steht hier in Frankreich gar nichts über Umweltverträglichkeit, selbst bei solchen die irgendwie «grüne» Namen tragen oder deren Verpackung glauben machen will, das Produkt sei irgendwie besonders ökologisch. Nun habe ich genug vom Herumraten und die Flucht nach vorn angetreten!

Auf dem Markt gibt’s hier einen Seifenhändler mit einem wundervollen Stand und der hat unter anderem auch echte savon de Marseille, Marseiller Seife. Hergestellt aus reinem Olivenöl, im Kessel gekocht, vom Papst dieser Seifen: Marius Fabre. Da habe ich vor Wochen einen Papiersack mit Seifenflocken gekauft. Respektive, ich habe sie bestellt; denn die Packungen, die er da hatte waren alle schon reserviert. Die Woche darauf konnte ich die Flocken abholen.

Als wir noch im Hobbit-Häuschen wohnten mussten wir in einem Waschsalon waschen gehen oder von Hand waschen. Ich habe mit meinem ultimativen Waschtest warten wollen, bis wir wieder auf dem Boot wohnen und ich die Seife in der eigenen Maschine testen konnte. Das habe ich jetzt getan.

Anfangs scheint es ein wenig aufwändig, aus zwei Handvoll Seifenflocken und sehr heissem Wasser Flüssigwaschmittel herzustellen. Das ging aber ganz einfach. Mit dieser Menge Flocken war im Handumdrehen 1 Liter dickflüssiges Waschmittel entstanden. Da wir Haustiere haben und viel weisse Wäsche, möchte ich es wirklich sauber und nicht nur frisch, deshalb habe ich noch 4 Esslöffel Soda-Bicarbonat ebenfalls darin aufgelöst und 10 Tropfen ätherisches Citronella-Oel zugefügt für den Duft.

Als Härtetest habe ich gleich als erste Wäsche die Küchen- und Badwäsche bei 60°C gewaschen. Ein weisses Küchentuch hatte sogar Curry-Flecken. Als Weichspüler benutzte ich, wie schon seit Jahren, einen Schuss weissen Essig (Putzessig), das pflegt die Maschine und wirkt dem Verkalken entgegen. Das Resultat haut mich vom Hocker: sehr, sehr sauber und angenehm duftend! Ich bin begeistert! Die Flasche mit 1 Liter der relativ dickflüssigen Mischung reicht wahrscheinlich für 10 mal Waschen. Für Buntwäsche habe ich eine zweite Flasche angerührt, diesmal ohne das Bicarbonat. Auch da sind die Resultate toll, dies bis runter zu einer 30° -Wäsche.

Allgemein hat man stets das Gefühl, solche Umstellungen kommen teurer als das Gewohnte. Deshalb habe ich kurz ausgerechnet, was mich so ein Waschgang kostet:
Für 1 Liter Waschmittel benötige ich 50 Gramm Seifenflocken = 0.97 € und 50 Gramm Bicarbonat = 0.22 €, plus etwas Essenz für den Duft, einen Schuss Putzessig und Wasser. Ich runde grosszügig auf: 1.50 € für einen Liter Waschmittel. Pro Waschgang benötige ich die normale Waschmittelmenge, durchschnittlich 1 Deziliter. Ein Waschgang kostet mich also 0.15 €. Ich wasche also supergünstig, viel preiswerter als mit einem Waschmittel aus dem Supermarkt*, und dies ohne zweifelhafte Stoffe. Die Seifenflocken sind empfohlen (ohne das Bicarbonat) auch für Babywäsche, Wolle, Seide und für Allergiker. Für Handwäsche wird die Hälfte der Seifenflocken für dieselbe Menge Wasser genommen). Bei so einer Kosten-Nutzen – Rechnung nehme ich das Mischen gerne auf mich und glaube tatsächlich, die beste Lösung für mein Waschproblem und den Schutz der Umwelt gefunden zu haben!

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

9 Kommentare zu „Ich hab‘ die Lösung gefunden!“

  1. Bonsoir, habe gerade den post bzgl. der Seife gelesen. Wir verkaufen diese Seife seit 2010 und der post geht runter eie Öl. Marius Fabre ist eine der letzten Manufakturen, die echte Savon de Marseille herstellen. Jedes deren Produkte ist uneingeschränkt nutzbar und bedenkenlos einsetzbar. Neben den Flocken empfehle ich die schwarze Seife!!! Einsatz z.B. zum Sauber machen. Auch die Kosmetikprodukte zu empfehlen. Und nicht weil ich sie verkaufe. Danke für diese Zeilen. Leider sehen die Deutschen diese Qualität nicht und haben lieber rote oder gelbe Seifen, die zwar Savon de Marseille Aufdruck haben, aber damit so viel zu tun haben wie der Mond mit dem Mars. Danke!!!!

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    1. Vielen Dank für dieses Feedback. Ich bin wirklich begeistert von dem Produkt. Ich habe auch andere Seifen von Marius Fabre, die Schwarze muss ich aber noch probieren. Danke für den Tipp. Kleine Frage: wie sind Sie auf meinen Blog gekommen? Liebe Grüsse, Suzanne

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    1. Kommt noch 😁Geduld…😂😂😂Ich muss erst in Ruhe Eure Seite studieren….vielleicht finde ich schon Antworten. Aber eine vorweg….wie handhabt Ihr Eure Postzustellung? Wurden alle Absender gebeten, Mail zu Nutzen? Oder habt Ihr in der Schweiz einen „Abholer“ ??
      Warum frage ich das? Wir werden bald ähnlich wie Ihr unterwegs sein. Einige Dinge habe ich im Griff, aber mangels Personen zu Hause und knappem geistigem Horizont der dt. Behörden wie z.B. Finanzamt oder Verwaltung gestaltet sich im Gegensatz zu Bank, Versicherung, Arzt der Empfang wichtiger Dokumente schwierig.

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      1. Am 29. Mai habe ich einen Beitrag veröffentlicht „Post ist da“. Das Beschreibe ich wie wir uns organisiert haben. Sonst sehr gerne über Messenger oder dem Kontakt hier auf dem Blog. Bin gespannt, Ahoi

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