Flexi…was?

Interessante Gesprächsthemen haben wir in letzter Zeit. Ich treffe Freunde und die erzählen mir, was sie alles nicht mehr fertig kaufen sondern selber machen, man weiss ja nie was da alles drin ist; respektive man weiss es, versteht es aber nicht. Man tauscht sich Rezepte aus für Granola, Konfitüre, Chutney, Brot, Pasta und, und, und. Dabei kommt oft noch die

Teller mit leckerem Mischsalat - Essen ist schön
Essen ist schön

Gretchenfrage: Sag, wie hast du es mit dem Fleisch?

Wie haben wir es mit dem Fleisch?

Wir essen Fleisch, Fisch und Geflügel. Im Prinzip. Aber eigentlich immer seltener. Es kommt auch darauf an, auf was für widerliche Videos von Tiertransporten, Tierfarmen und allerlei Skandalen rund um Nutztiere ich kürzlich gestossen (worden) bin.

In Bezug auf meinen Lieblingsfisch, den Lachs, hat es mir vor einigen Wochen total abgelöscht, als in den News der Skandal in Chile die Runde machte. Lachs wird in riesigen Mengen in Chile produziert, Hektoliterweise mit Antibiotika behandelt. Im August war das glaub ich, da sind einige Zehntausend davon abgehauen ins offene Meer. Diese Lachse seien ungeniessbar und eine riesige Gefahr für das Ökosystem, 10% der Entwichenen müssen eingefangen und liquidiert werden. Wie kommen Lachse überhaupt nach Chile? Wieso sind diese Lachse giftig? Warum sollen nur ein Bruchteil davon gefangen werden und wie bitte? Was passiert mit den Restlichen 90% und dem Ökosystem?

Also Lachs streichen, nee, Fisch gerade ganz weg vom Speiseplan. Ausser ich ziehe den selber raus und ich fische nicht. Geflügel? Schon mal gesehen wie die für die Fleischproduktion vorgesehenen Küken ausgebrütet, sortiert und verpackt werden? Ich ja. Leider. Hatte Alpträume danach. Nächtelang.

Bleibt noch Fleisch. Mag ich gerne, aber in letzter Zeit immer weniger und weniger.

Meine Antwort auf die Gretchenfrage

Wenig, manchmal tage- wenn nicht wochenlang keins. Und wenn, kaufe ich eine Portion für zwei und möglichst aus lokaler Produktion. In der Thai-, Indischen- oder Indonesischer Cuisine reicht das längst und ergibt zusammen mit viel Gemüse und Hülsenfrüchten feine (und scharfe) Gerichte.

Aha, dann bist du also auch eine

Flexitarierin

Noch nie gehört, aber ich bin froh, weiss ich jetzt was ich bin. Falls es eine überzeugte Flexitarier-Gemeinschaft gibt da draussen irgendwo, bitte nehmt mich auf!

 

PS. Milchprodukte sind auch ein Problem, nicht nur das Fleisch, ich weiss. Dazu mache ich mir auch Gedanken, aber noch nicht hier und jetzt. Ich mag Käse doch so gern!

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

6 Kommentare zu „Flexi…was?“

  1. Schon komisch, dass Zuchtlachse giftig sein sollen und man 10% fangen muss, ich versteh auch nicht, was dann mit dem Rest sein soll???????
    Hab ich gar nicht mitbekommen.
    Bei uns hat es übrigens gestern geschneit. Letzte Woche hab ich noch kurzärmelige Shirts getragen und mich mit Sonnenschutz eingecremt.

    Gefällt 1 Person

    1. Die Zuchtlachse wurden offensichtlich dermassen mit Antibiotika für Fische vollgestopft, dass sie für den menschlichen Verzehr gefährlich wären. Wahrscheinlich gibt es nach der Behandlung eine Karenzfrist vor dem Schlachten. Sehr beruhigend!
      Bei uns regnet es heftig und ist nur 5 Grad. Abrupter Wechsel, aber lange erwartet, deshalb beklage ich mich mal nicht 😉

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  2. Ich find es mittlerweile wirklich immer schwieriger, was kann man denn überhaupt noch essen, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen? Und möglichst dann noch so, dass man es sich leisten kann…
    Diese ganzen Begriffe wie Veganer, Vegetarier etc mag ich persönlich nicht besonders gerne. Ich lass mich einfach nicht gerne in Schubladen stecken.
    Ausserdem mag ich diesen Veganer Hype nicht. Diese ganzen Hipster mit ihren tattoos „Vegan“ – ich hab doch auch nicht auf dem Handgelenk stehen „Fleischesser“ oder „Pizzaliebhaber“ …

    Gefällt 2 Personen

    1. Beim heutigen Essen muss man eigach aufpassen, dass man nicht ins sektenhafte abdriftet. Ich finde das auch unmöglich und habe erst nach meinem Artikel entdeckt, dass es Kochbücher und Ratgeber gibt für Flexitarier! So ein Blödsinn! Muss man grad Geld daraus schlagen, wenn jemand bloss vernünftig essen will?!

      Gefällt 1 Person

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