Wild anlegen

Unser Ferienboot, irgendwann Anfangs 2000-er Jahren, wIld angelegt unter einem grossen Baum. Allein auf weiter Flur, Pause am Schatten.

Das erscheint euch wahrscheinlich banal, aber wir freuen uns riesig darüber, endlich eine Gangway zu haben. Unser Boot wurde uns ohne verkauft. Während unserer 14-tägigen Testfahrt hatten wir uns mit einem Holzbrett beholfen, was weder die Hunde noch wir ideal fanden. Holz wird, kaum ist es ein wenig feucht, sehr rutschig.

Kein Problem, dachten wir, kaufen wir eine. Ha! Das war gar nicht so einfach. Die Auswahl ist nicht gross, die meisten Gangways sind für Segelboote gemacht, zu schmal, zu wenig lang, zu schwer, faltbar, nicht hundegerecht oder schlicht zu teuer. Karbon-Gangways für 1600 €? Nein, danke.

Ganz Europa haben wir online-shop-mässig abgegrast. Fündig wurden wir in Italien: Gewicht, Länge, Breite, Material, Preis = top! Aber leider zur Zeit nicht vorrätig. Der Fisch ist an der Angel und jetzt wird der eingeholt, basta: Wir haben trotzdem bestellt und heute, nach monatelanger Wartezeit wurde sie geliefert! Hurra.

Wild anlegen ist ein Traum! Häfen sind ok und es braucht sie, um die Vorräte aufzutanken. Aber wild übernachten ist etwas ganz anderes. Während unserer diversen Kanalferien haben wir an Orten übernachtet, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Nur ein paar Rinder in der Nähe, die neugierig wissen wollen wer denn da ihre pastorale Idylle stört. Einmal gerieten wir an eine Pferdeweide, die Tiere kamen alle bis zum Ufer und beknabberten das Boots-Equipement um dann bei einer unbedachten Bewegung unsererseits furzend davon zu galoppieren.  An die Bieber-Familie mit ihren putzigen Babies, die wir einen lauen Sommerabend lang beobachten konnten, erinnere ich mich noch besonders gerne. An die Hornissen-Attacke bei Gray auf der Petite-Saône schon weniger.

Auf solche Abende freue ich mich. Aber eben, ohne Zugang zum Ufer wäre das nicht möglich, unsere Vierbeiner müssen sich auch mal versäubern und ein gemütliches Feuerchen am Ufer ist auch nicht zu verachten. Ach, wär doch nur schon Frühling, wir wären jetzt parat!

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

5 Kommentare zu „Wild anlegen“

    1. Hallo Olivia, freut mich, dich auf meinem Blog zu begrüssen. Ich sehe viele „Kopfreisen“ für mich auf deinem Blog; etwas für Schlechtwetter-Tage 😉 und wenn wir nicht fahren können. Wir sind ganz zappelig, und können es kaum erwarten, wieder auf grosse Fahrt zu gehen. Liebe Grüsse, Suzy

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  1. Wow, das klingt so herrlich romantisch irgendwie… Das Bild mit dem Pferd find ich besonders toll! Ich wuerde sowas auch gerne mal machen, auf einem Hausboot rum schippern… Geht ja hier in Irland, ist nur leider so extrem teuer 😦 Da muss ich erst noch im Lotto gewinnen. Bis dahin lausche bzw lese ich weiter Deine Geschichten und erfreue mich an den Bildern!

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    1. Ich bin sicher, das würde dir auch gefallen! Es ist teuer, das ist wahr, aber wenn du ein paar Leute zusammentrommeln kannst und nicht in der Hochsaison fahren möchtest, geht es vielleicht doch! Ich schätze deine regelmässigen Besuche und Kommentare sehr, und wenn mein Blog hilft ein bisschen zu träumen, umso besser…

      Gefällt 1 Person

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