Die Mississippi wandelt sich zur L’Escapade

Fortsetzung von Testfahrt und Entscheid!

Wir waren nun also stolze Besitzer eines Hausboots. Es sollten aber noch eineinhalb Jahre dauern bis wir definitiv darauf umziehen und unseren neuen Lebensentwurf umsetzen konnten. Noch arbeitete ich ja.

Bis im Herbst war sie noch im Dienst als Ferienboot und wir konnten nicht über sie verfügen. Im Oktober 2016 ging sie dann voll in unseren Besitz über und wurde gleich ausgewassert und in die Werft überführt für technische Überholung, diverse Umbauten und einen neuen Anstrich. Damals wussten wir noch nicht, dass Veränderungen an einem Boot viel komplexer sind und länger dauerten als bei einem Haus. Wir hatten ja noch keine Erfahrung diesbezüglich.

Mann war für die technischen Anpassungen und Frau für die Umbauten im Boot verantwortlich. Wie immer stürzte ich mich begeistert ins Planen. Schon die Massaufnahmen waren eine besondere Herausforderung. In einem Boot ist nun wirklich alles schräg, selbst wenn es gerade scheint. Das eingebaute Bett musste raus, die Küche war zu klein und bot zu wenig Stauraum. Die Möblierung gefiel uns allgemein gar nicht und die Vorhänge waren ein Graus. Alles was verändert wurde oder neu angeschafft musste zusätzlichen Stauraum bieten.

Neben den allgemeinen Revisionen von Motor, Pumpen, Boiler, Heizung wurde den Winter durch wurde die Elektrik aufgerüstet (wir wollten möglichst auf Gas-Küchengeräte verzichten), was uns Einblicke in die komplexe Innenwelt eines Bootes verschaffte! Im Winter 2016/17 pendelten wir ständig zwischen unserem Wohnort in der Schweiz und der Werft in Frankreich.

Wir hatten einen guten Schreiner für den Umbau von Bad und Schlafkabine gefunden und auch einen Küchenbauer der ganz begeistert davon war, eine Küche zur Abwechslung mal in ein Boot liefern zu können! Auch hier waren viele, viele Stunden an Besprechungen aufzuwenden. Langsam wurde auch klar, dass der Grossteil des Umbaus erst im Frühjahr stattfinden und sich möglicherweise sogar bis in den Sommer hinein ziehen würde.

Im Februar, wie im Oktober bei prächtigem Wetter, wurde das jetzt auf „L’Escapade“ umgetaufte Boot wieder eingewassert.

Noch fehlten Reling und Sonnendach (das fehlt heute noch und wird erst im Frühjahr montiert) und innen war sie fast leer. Wir hatten sie in Tournus ins Wasser gelassen und umgehend nach Pont-de-Vaux transferiert, wo die Handwerker eine leichteren Zugang hatten. Nach und nach nahm das Bad, die Schlafkabine und die Küche Form an. Von Woche zu Woche hatten wir mehr Komfort zur Verfügung bis schliesslich im Mai/Juni mit der neuen Küche das wichtigste Stück auch noch eingebaut wurde.

L’Escapade Ende 2017

 

 

Autor: suzyintheflow

Of Swiss origin, living in France on a houseboat with husband and two dogs. Intends to travel all over the navigable waterways of Europe in the years to come. No specific plans but open to any adventure and curious about the people and the places waiting to be met!

4 Kommentare zu „Die Mississippi wandelt sich zur L’Escapade“

    1. Mississippi gefiel uns auch überhaupt nicht. Für mich war klar, dass unser Hausboot eine SIE war, der neue Name musste also weiblich sein. Ich suchte die Mythologie ab nach Namen von Flussgöttinnen. Meine Vorschläge gefielen meinem Göttergatten allesamt nicht. Seine mir aber auch nicht. „Escapade“ war der Name der Mini Bootsserie der Mississippi und dieser Name gefiel uns endlich beiden! Zudem ist der Name Escapade fast universal und auch für fremde Zungen nicht unaussprechlich. Entscheid gefällt, punkt.

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s